Digitaler Schatz für die Stadtplanung

Die Ausstellung „Data in a box“ im Plan Treff zeigt Beispiele für das Potenzial von Daten.

29. September 2026

Ausstellung „Data in a box“ im Plan Treff

Ausstellung Data in a box PlanTreff
LHM

Wo in der Stadt wird es im Sommer besonders heiß, wo sind also Maßnahmen zur Abkühlung besonders dringend nötig? Wo wirft ein Neubau Schatten auf die Nachbargebäude? Und wo muss man mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg rechnen, wenn man eine Baugrube aushebt?
Wie bei all diesen Fragen digitale Daten der Stadt die Planung enorm erleichtern, das macht die Ausstellung „Data in a box. Stadtentwicklung digital, vernetzt und innovativ“ deutlich. Sie ist derzeit im PlanTreff zu sehen, der Plattform des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zur Stadtentwicklung.
Die Ausstellung zeigt, über welchen Schatz an Daten die Stadt München verfügt – von Bevölkerungs- und Wirtschaftsdaten über Daten zu Luftqualität, Lärm und Mobilität bis zu Luftbildern und 3D-Geodaten – und wie sie diese Daten für digitale Lösungen zur Stadtplanung nutzt. Besonders anschaulich lässt sich die Bedeutung von Daten für die Stadtplanung in der interaktiven Installation
„Data Soil“ nachvollziehen. In einem abgedunkelten Raum werden dabei Daten in einem Teppich aus Leuchtpunkten künstlerisch animiert und auf eine weiße Sandfläche projiziert. Die Besucher*innen können in der Installation interaktiv durch verschiedene
Datensätze navigieren und erhalten dabei Hintergrundinformationen zu den Daten sowie zu verschiedenen Themenkomplexen der Stadtplanung, etwa wie das Mobilitätsreferat anhand der Daten eine erreichbare Stadt plant oder wie aktuelle und historische Daten zusammenspielen, um explosive Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs zu orten und unschädlich zu machen.
Die Daten für die Installation stammen aus dem Digitalen Zwilling München, einer virtuellen Nachbildung der Stadt (s. Artikel unten). Umgesetzt wurde die Installation in Zusammenarbeit mit 3e8, einem Produktionsstudio für Digital Art & Creative Technologies mit Standorten in Wien und Berlin. 
Am Entstehen der Ausstellung war neben dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung und dem Geodatenservice des Kommunalreferats auch das Architekturmuseum der TU München beteiligt. Die Installation „Data Soil“ wurde auch schon in der
Ausstellung „City in the Cloud - Data on the Ground“ in der Pinakothek der Moderne gezeigt.
Im PlanTreff, Blumenstraße 31, ist die Ausstellung „Data in a box. Stadtentwicklung digital, vernetzt und innovativ“ bis 25. März 2027 zu sehen. Geöffnet ist sie jeweils Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Führungen, Spaziergänge und mehr zur Ausstellung

In Führungen durch die Ausstellung erfährt man am 8. Oktober, 19. November und 10. Dezember jeweils ab 17 Uhr, wie die Stadt München Daten in digitalen Anwendungen nutzt.
Einen Überblick über weitere Termine findet man auf der Seite des PlanTreffs.
Zur Ausstellungsseite

Der Digitale Zwilling München bildet die Stadt virtuell nach

Menschen vor einem Bildschirm
LHM
Präsentation des digitalen Zwillings

Digitale Daten für die Stadtentwicklung zu nutzen, das ist das erklärte Ziel des Digitalen Zwillings. Dabei handelt es sich um eine digitale Abbildung der Stadt, erstellt aus einer Vielzahl von Daten. Das daraus resultierende 3D-Stadtmodell soll die vorhandenen
Daten bündeln und so dabei helfen, Planungen für Gebäude, Straßen oder ganze Quartiere zu vereinfachen und auch für die Bürgerbeteiligung anschaulicher zu machen.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Als Bürgermeisterin freue ich mich über dieses digitale Abbild unserer innovativen Stadt. Alle profitieren davon – die Stadtverwaltung, aber letzten Endes besonders unsere Bürgerinnen und Bürger. Virtuell können wir gemeinsam Dinge austesten, die uns in der realen Welt weiterhelfen.“
Der Digitale Zwilling ist ein Modellprojekt im Rahmen des Handlungsprogramms „Smart City“, das die Digitalisierung als Chance für alle Akteure der Stadtgesellschaft nutzen will. Die Bundesregierung unterstützt Städte und Kommunen dabei mit einem Förderprogramm.
München entwickelt in diesem Rahmen gemeinsam mit Hamburg und Leipzig als „Connected Urban Twins“ das neue Instrument.

Information

Die Stadt informiert

"Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 29. September 2026.