Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

Über 160 Veranstaltungen laden zum Mitmachen und -diskutieren ein | Flyer-Reihe "Fakten statt Fake-News" | Gemeinsam gegen Rassismus im Sport

17. März 2026

Für 100 Prozent Menschenwürde

Plakat der Internationalen Wochen gegen Rassismus, 16. bis 29. März 2026
Plakat "Wochen gegen Rassismus"

Auch in diesem Jahr finden in München wieder die Inter­nationalen Wochen gegen Rassismus statt. Die Stadt will damit deutlich machen, wofür sie steht: für eine demo­kratische und solidarische Gesellschaft und die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen. Der diesjährige Themen­schwerpunkt lautet "Der Rassismus der extremen Rechten und seine Resonanz in der Mitte der Gesellschaft".

Bis 29. März laden über 160 Veranstaltungen zum Mitmachen ein. Der Eintritt ist, sofern bei einzelnen Veranstaltungen nicht anders vermerkt, kostenlos und barrierefrei. Das vollständige Programm ist unter muenchen.de/gegen-rassismus abrufbar. Eine Broschüre liegt unter anderem auch in der Stadt­information im Rathaus aus.

Oberbürgermeister Dieter Reiter lädt die Münchnerinnen und Münchner dazu ein, die vielen Angebote der Internationalen Wochen gegen Rassismus zu nutzen und sie auch mit­zugestalten: "Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit wieder lauter werden, müssen wir als demokratische Stadtgesellschaft noch enger zusammenstehen. Wir alle sind aufgefordert, uns diesen menschenfeindlichen Tendenzen und Taten gemeinsam und entschlossen entgegenzustellen."

Argumentieren gegen Falschinformationen

Eine Hand nimmt den Flyer "Fakten statt Fake News" aus einer anderen Hand entgegen

Fachstelle für Demokratie ergänzt Flyer-Reihe „Fakten statt Fake-News“

"Eine lebendige Demokratie lebt von Diskussionen," ist Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie, überzeugt. "Von kontroversen, aber respektvollen Auseinandersetzungen, die sich an Fakten orientieren und menschenfeindlichen Vereinfachungen widerstehen." Für Menschen, die für Gespräche im beruflichen wie privaten Alltag sachliche Argumentations­hilfen brauchen, hat die Fachstelle letztes Jahr die Flyer-Reihe 'Fakten statt Fake News' herausgebracht, die nun um zwei Themen erweitert wurde und in überarbeiteter Form vorliegt.

Die vier bestehenden Ausgaben zu den Themen Wohnen, Sozialleistungen, Kriminalität und Arbeit wurden grundlegend aktualisiert. Neu hinzugekommen sind zwei weitere Flyer: In einem wird der Volksbegriff thematisiert, wie ihn die extreme Rechte in den vergangenen Jahren zunehmend verbreitet. Der andere widmet sich anhand von Zahlen und Fakten zur muslimischen Bevölkerung, zu Moscheen in München und dem Grundrecht auf Religionsfreiheit dem antimuslimischen Rassismus und einer angeblichen "Islamisierung" Deutschlands.

Die Flyer stehen unter muenchen.de/demokratie zum Download bereit. Bei Fragen oder für gedruckte Exemplare kann man sich gerne per E-Mail an die Fachstelle für Demokratie wenden.

Gemeinsam gegen Rassismus im Sport

Grafik stellt ein Fußballspiel dar

Sportverbände und Fachstelle für Demokratie mit animierten Clips auf Instagram

Sport bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und steht für Fairness und Teamgeist. Aber auch im Sport sind rassistische Diskriminierungen, Beleidigungen und Ausgrenzungen Realität. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landes-Sportverband München-Stadt und der Münchner Sportjugend hat die Fachstelle für Demokratie daher eine Kampagne auf Instagram gestartet. Sie wurde auf Wunsch der Sportvereine ins Leben gerufen und umfasst drei animierte Kurzvideos.

Die Clips klären über verschiedene Aspekte von Rassismus auf und sollen Sporttreibende und Trainer*innen – aber auch jeden Einzelnen – dazu ermutigen, sich aktiv gegen Rassismus und für Demokratie und Vielfalt im Sport zu positionieren. "Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und Rassismus im Sport bekämpfen," so Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie. "Wir danken dem Bayerischen Landes-Sportverband und der Münchner Sportjugend für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir einen Beitrag dazu leisten, eine respektvolle Sportkultur zu schaffen."

Die Kurzvideos sind zu finden unter

Information

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 17. März 2026.