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Resolution zum Oberen Isartal

Die Resolution richtet sich an alle, die das Isartal nutzen und gleichzeitig dieses einmalige Naturerbe schützen und erhalten möchten.

Eine Initiative für den Natur- und Tierschutz

Renaturierte Isar im Herbst
Max Pixel

Im Oberen Isartal gibt es zahlreiche Tiere und Pflanzen. Es ist für viele geschützte Arten ein einzigartiger Lebensraum. Gleichzeitig ist es ein beliebtes Ziel für Freizeit- und Erholungssuchende. Mit der Resolution zum Schutz des Oberen Isartals soll dieser Konflikt entschärft werden.

Die Resolution richtet sich an alle, die das Isartal nutzen und dieses einmalige Naturerbe schützen und erhalten möchten. Münchner Naturschutz- und Radsportverbände haben sie in einem zweijährigen Prozess erarbeitet. Sie soll den respektvollen Umgang mit der Natur regeln und setzt auf Dialog, Information und Aufklärung. Vorgestellt wurde die Resolution 2012.

So können Sie die Isar schützen

  • Keine Partys feiern und Lärm vermeiden
  • Nur in ausgewiesenen Bereichen grillen
  • Keinen Müll hinterlassen
  • Die Vegetation schonen
  • Hunde anleinen und deren Hinterlassenschaften beseitigen
  • Auf ausgewiesenen Radwegen bleiben
  • Keine Gruppen- und Nachtfahrten mit dem Rad unternehmen
  • Auf kommerzielle Aktivitäten, wie Wettkämpfe, verzichten

Die Resolution schließt eine naturverträgliche, gesetzeskonforme Erholungsnutzung ausdrücklich mit ein. Allerdings soll der Schutz der Natur immer im Vordergrund stehen!

FAQ's zur Isarresolution

Das Isartal wird durch seine stadtnahe Lage als Freizeit- und Erholungsraum immer beliebter, auch bei Radfahrern. Dies bleibt für die Natur nicht ohne Folgen. Besonders das Querfeldein-und Downhill-Fahren hat negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt: Stark befahrene Waldböden fallen als Lebensraum weg. Pedale und Spikes zerstören Wurzeln und Stämme. Wer mit dem Rad Quellbäche oder überschwemmte Zonen quert, bringt Öl und Fett ins Wasser.

In der Vergangenheit wurden Fledermaus- und Vogelarten vertrieben. Außerdem legten Biker Trails an und Hindernisse zum Balancieren und Springen. Dadurch wurde das Obere Isartal für Radfahrer noch attraktiver. Besonders problematisch waren auch die regelmäßigen Gruppenfahrten, teils bei Nacht sowie Fahrtrainings. Dabei bestand die Gefahr, Kleintiere wie Igel, Schlangen oder Frösche zu überfahren. Auch die extra hellen Scheinwerfer waren eine große Belastung für die Tierwelt.

Nicht alle Menschen wissen um die Verletzlichkeit und den biologischen Wert der Isarauen. Auch über bestehende Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Natur besteht oft Unkenntnis. Deshalb ist das Ziel der Resolution, stärker zu informieren und aufzuklären und so mehr Rücksicht zu bewirken.

Die Radverbände verzichteten im besonders belasteten Bereich zwischen Marienklause und Großhesseloher Brücke auf Nachtfahrten und organisierte Gruppentouren. Die Landeshauptstadt und der Landkreis München planten geeignete Ausweichrouten. Zunächst wird die Entlastung des oben genannten innerstädtischen Abschnittes angestrebt.

Neben der Landeshauptstadt München wurde die Resolution auch vom Landkreis München und folgenden betroffenen Stellen und Verbänden mitgetragen:

  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Landesverband Bayern und Kreisverband München
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg
  • Bayerischer Radsportverband
  • Bayerische Staatsforsten, Forstbetrieb München
  • Bund Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe München
  • Deutsche Initiative Mountainbike, IG München und Umland
  • Sektion München des Deutschen Alpenvereins
  • Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins
  • Isartalverein
  • Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Kreisgruppe München
  • Ornithologische Gesellschaft in Bayern

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