Wiesnbesuch mit Kindern
Treffpunkte, Jugendschutz, Besucherströme: Tipps für den Oktoberfestbesuch mit Kleinkindern und Kindern.
Beste Besuchszeit
Für einen Besuch der Wiesn mit Kleinkindern und Kindern empfiehlt das Stadtjugendamt die Mittagszeit und den frühen Nachmittag. Hier entzerren sich erfahrungsgemäß die Besucherströme. Von Besuchen am Wochenende wird abgeraten.
Stillen und Wickeln
Bis 19 Uhr besteht zum Stillen und Wickeln die Möglichkeit, sich in einen Raum der Festleitung im Servicezentrum Theresienwiese (SZT) zurückzuziehen (Eingang „Festleitung” hinter dem Schottenhamel-Zelt).
Vorab Treffpunkt mit Kindern vereinbaren
Eltern, die ihre Kinder nicht mehr finden, sollten am besten Schausteller, Zeltpersonal, Ordnungsdienste oder die Polizei ansprechen. Ein Tipp: Eltern sollten mit ihrem Kind einen Treffpunkt vereinbaren, falls sie sich verlieren. Völlig ungeeignet dafür sind die Bavaria, das Riesenrad oder der Haupteingang. Dort herrscht stets ein unübersichtliches Gedränge. Geeignet als Treffpunkt ist zum Beispiel der Eingang zur Festleitung im Servicezentrum. Das Servicezentrum befindet sich direkt hinter dem Schottenhamel-Zelt. Es empfiehlt sich, am Anfang des Wiesnbummels gemeinsam dorthin zu gehen, um sich die Treffpunkte einzuprägen. Außerdem sollte ein eingeschaltetes Mobilfunkgerät mitgeführt werden, damit eine rasche Kontaktaufnahme zu den Begleitpersonen möglich ist.
Sehr bewährt hat sich, den Kindern einen Zettel mit Telefon- und Mobilfunknummern, unter denen die Eltern beziehungsweise Angehörige sicher erreichbar sind, mitzugeben. Für Familien mit Kleinkindern und Säuglingen sind die klassischen Festzelte aufgrund des Gedränges und der Lautstärke oft nicht zu empfehlen. Hier bietet die Oide Wiesn eine ruhige Alternative mit zahlreichen günstigeren kindgerechten Angeboten. Ebenso gibt es auch 2026 wieder mehrere kostenlose Trinkwasserbrunnen auf dem Festgelände.
Regeln zum Jugendschutz
Hinsichtlich des Jugendschutz-Gesetzes (JuSchG) sowie der Oktoberfest-Verordnung (OktoberfestVO) gelten auf der Wiesn folgende Regeln:
- Der Besuch eines Bierzeltes ist Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
- Kindern unter sechs Jahren ist der Aufenthalt in Bierzelten ab 20 Uhr – auch in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person – untersagt.
- Samstags besteht ein ganztägiges Kinderwagenverbot auf dem Festgelände. An allen anderen Tagen gilt das Kinderwagenverbot ab 18 Uhr.
- Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Aufenthalt auf der gesamten Festwiese nach 20 Uhr nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person gestattet.
- Das Mitbringen von Glasflaschen auf das Festgelände ist verboten.
- Der Ausschank von Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist ihnen der Konsum nicht zu gestatten.
- Ab 16 Jahren ist der Konsum von Bier, Wein und Sekt gestattet.
- Der Ausschank von spirituosenhaltigen Getränken (Schnaps, Cocktails, Wodka, usw.) an Jugendliche unter 18 Jahren ist nicht erlaubt. Ebenso ist der Konsum nicht zu gestatten.
- An Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Tabakwaren verkauft werden. Auch das Rauchen in der Öffentlichkeit ist Jugendlichen untersagt.
Bei Fragen oder Schwierigkeiten zum Thema Kinder- und Jugendschutz sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtjugendamtes in der Jugendschutzstelle täglich im Servicezentrum Theresienwiese (Eingang „Festleitung” hinter dem Schottenhamel-Zelt) von 18 bis 23.30 Uhr für Eltern, Kinder und Jugendliche da.
Aktion Sichere Wiesn und Safe Space
Ebenfalls steht im Servicezentrum wieder die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ zur Verfügung. Die Aktion von AMYNA e.V., IMMA e.V. und der Beratungsstelle Frauennotruf München setzt sich für den Schutz von Mädchen und Frauen auf der Wiesn ein. Neben der Hilfe für Besucherinnen vor Ort sensibilisiert die „Sichere Wiesn“ seit 2003 die Stadtgesellschaft und setzt ein klares Zeichen gegen die Verharmlosung und Bagatellisierung von sexueller Gewalt. Nein heißt nein – auch auf dem Oktoberfest.
Mädchen und Frauen, die Information, Hilfe und Beratung benötigen, finden den Safe Space im Servicezentrum auf der Theresienwiese (Eingang „Erste Hilfe“). Geöffnet hat die Anlaufstelle an allen Wiesntagen von 18 bis 1 Uhr, freitags, samstags und sonntags bereits ab 15.30 Uhr.
Nähere Informationen zur „Sicheren Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ sowie den Lageplan für den Safe Space auf dem Oktoberfest findet man auf der Internetseite http://sicherewiesn.de sowie auf den Social Media-Kanälen auf Instagram und Facebook.
An Freitagen und Samstagen sind auf dem Festgelände und im Umfeld der Theresienwiese die Streetworker*innen von Condrobs unterwegs. Sie richten sich insbesondere an junge Wiesn-Besucher*innen und bieten Unterstützung in belastenden Situationen, etwa bei Konflikten, Überforderung oder Hilflosigkeit. Darüber hinaus beraten und bestärken sie junge Besucher*innen aufeinander zu achten und informieren sie über die Risiken von Alkohol- und Drogenkonsum. Bei Bedarf vermitteln die Condrobs-Streetworker*innen an geeignete weitere Hilfsangebote.
Aktion WiesnGentleman
Mit der Aktion „WiesnGentleman*“ wirbt Condrobs außerdem erneut für ein respektvolles und friedliches Miteinander auf der Wiesn. Am Esperantoplatz ist das Präventionsprojekt täglich präsent – unter der Woche von 15 bis 19 Uhr, am Wochenende von 13 bis 17 Uhr. Dort werden vor allem männliche Wiesn-Gäste darin bestärkt und ermutigt, die persönlichen Grenzen anderer zu respektieren, sich für ein respektvolles Miteinander stark zu machen und so zu einem sicheren und friedlichen Oktoberfest beizutragen.