Schachunterricht an Münchner Schulen

Das Münchner Schulschachprojekt ermöglicht eine ganzheitliche Förderung jenseits von Sprachbarrieren

27. Juli 2026

Blick von oben auf das Münchner Schulschachturnier mit zahlreichen Kindern an Schachbrettern in einer Turnhalle.
RBS/Tobias Hase

Schulschachturnier bringt acht Schulen zusammen

Rund 100 Kinder, 40 Schachbretter und konzentrierte Stille: Zum Abschluss des Schuljahres traten am 21. Juli 2026 Schüler*innen aus zehn Münchner Grund-, Mittel- und Förderschulen beim gemeinsamen Schulschachturnier gegeneinander an. Austragungsort war die Turnhalle der Grundschule an der Baierbrunner Straße in Obersendling.

Organisiert und geleitet wurde das Turnier von der Schachabteilung des FC Bayern München e.V., die auch den regelmäßigen Schachunterricht an den Schulen gestaltet.

RBS/Tobias Hase
Vier Kinder spielen gemeinsam an einem Tisch Schach, während weitere Turnierteilnehmer*innen im Hintergrund zu sehen sind.
RBS/Tobias Hase

Schachunterricht fördert Chancengleichheit

Schach als Teil des Unterrichts

Das schulartübergreifende Turnier bildet den vorläufigen Höhepunkt einer besonderen Fördermaßnahme der Landeshauptstadt München. Seit sechs Jahren ermöglicht die Landeshauptstadt München Schachunterricht an sozial herausgeforderten Schulstandorten. An den beteiligten Grund-, Mittel- und Förderschulen spielen die Schüler*innen einmal wöchentlich während der regulären Unterrichtszeit Schach. Die Kinder profitieren davon sehr. So stärkt das Training insbesondere:

  • Konzentration und Ausdauer
  • logisches und strategisches Denken
  • Perspektivwechsel
  • sozial-emotionale Kompetenzen
  • Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit

Das Besondere an dem Projekt: Schach spielen hängt nicht von den Sprachkenntnissen ab. Auch Kinder mit Migrationshintergrund, die noch Deutsch lernen, profitieren von der Förderung und können am Schachbrett herausragende Fähigkeiten zeigen.

Seit Beginn des Projekts haben mehr als 5.000 Schüler*innen teilgenommen. Die Wirkung des Unterrichts wird derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Ludwig-Maximilians-Universität München wissenschaftlich untersucht. Nach dem Auslaufen der bisherigen städtischen Finanzierung ermöglicht SZ Gute Werke e.V. die Fortsetzung des Angebots durch eine Zuwendung an die Landeshauptstadt München.

RBS/Tobias Hase
Erfolg

Gewinner*innen

Die Gewinnerschulen des Schachtuniers sind:

Platz 1: Grundschule Balanstraße
Platz 2: Grundschule Baierbrunner Straße
Platz 3: Grundschule Schrobenhausener Straße

Zitate

RBS/Tobias Hase

„Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit: Das sind die übergeordneten Ziele des Referats für Bildung und Sport. Das Schulschachprojekt hat sich hierfür als besonders wirksames Instrument gezeigt, das die Schulen unbedingt fortsetzen wollen. Ich freue mich sehr, dass SZ Gute Werke e.V. diese Kontinuität ermöglicht, und danke der Schachabteilung des FC Bayern München e.V. für die bisherige Umsetzung des Projekts an den Schulen.“

RBS/Tobias Hase

„Schach fördert nicht nur Konzentration, strategisches Denken und Ausdauer. Es bringt Kinder zusammen, stärkt Selbstverstrauen und schafft Erfolgserlebnisse – ganz unabhängig von Sprache, Herkunft oder persönlichem Hintergrund. Gerade das hat uns bei SZ Gute Werke e.V. überzeugt und wir freuen uns, die Fortführung dieses wichtigen Projektes zu ermöglichen.“

RBS/Tobias Hase

„Wir sind seit Beginn des Münchner Schulschachprojektes dabei und möchten es unbedingt fortsetzen. Schach ist nicht nur ein Spiel, sondern Sport für den Kopf. Die Fortschritte unserer Zweitklässler*innen im Verlauf eines Schuljahres sind enorm. Gerade für Kinder mit niedrigerem Sprachniveau kann Schach ein echter Katalysator sein, um ihre strategische Kompetenz zu zeigen.“

Bilder des Tuniers

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Erfolg

Wie ist das Projekt entstanden?

Das „Münchner Schulschachprojekt" wurde vom Stadtrat im Rahmen der Sitzungsvorlage des Sozialreferats „München gegen Armut – Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung von Armut“ beschlossen (BV 14-20 / V 16433 vom 27.11.2019). Das Projekt ist entsprechend des Stadtratsbeschlusses für Grund-, Mittelschulen und Förderschulen vorgesehen und wurde für eine Laufzeit von fünf Jahren mit einer finanzielle

  • Referat für Bildung und Sport

    Stabsstelle Presse und Kommunikation