Sanierung des Brandschadens im Luise-Kiesselbach-Tunnel
Vom 1. Juli bis 2. August 2026 muss der Tunnel auf Grund abschließender Instandsetzungsarbeiten in Fahrtrichtung Nord vollständig gesperrt werden.
Sperrung des Tunnels in Fahrtrichtung Nord
(8. Juni 2026) In der Zeit vom 1. Juli bis 2. August 2026 führt das Baureferat die abschließenden Instandsetzungsarbeiten für den Brandschaden im Luise-Kiesselbach-Tunnel durch. Dafür muss der Tunnel in Fahrtrichtung Nord in dieser Zeit vollständig gesperrt werden. Ein schwerer Lkw-Brand am 17. April 2024 hatte erhebliche Schäden an der Tunneldecke und der technischen Infrastruktur der Oströhre (Fahrtrichtung Nord) verursacht.
Die infolge des Brandes drohende dauerhafte Sperrung dieser wichtigen Verkehrsader konnte vom Baureferat und Mobilitätsreferat abgewendet werden. Nach sofortigen Reparaturarbeiten und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h konnte der Tunnel bereits 20 Stunden nach dem Brand bis auf weiteres freigegeben werden.
Nun folgt die fachgerechte Betoninstandsetzung der Tunneldecke sowie die vollständige Erneuerung der durch den Brand in Mitleidenschaft gezogenen Sicherheitssysteme (Lüftung, Brandmeldung, Funk, Beleuchtung und Löschwasserleitung). Dafür ist eine vorübergehende Vollsperrung der Fahrtrichtung Nord notwendig, da für die Dauer der Instandsetzungsarbeiten sämtliche sicherheitsrelevanten Überwachungssysteme wie Kameras, Brandmelder und Löschwasserleitung demontiert werden müssen. Die durch den Brand angegriffenen Bereiche der Tunneldecke werden unter andrem mit Hochdruckstrahlern bearbeitet. Dies bedarf einer vollständigen Einhausung des Arbeitsbereichs.
Die Sperrung, die während der Sanierungsarbeiten nötig ist, entspricht in etwa dem Abschnitt zwischen den Autobahnen A95 und A96. Um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten, wurden umfassende Maßnahmen zur Verkehrslenkung und -führung getroffen. Für die Umleitung wird die Tunneloberfläche, insbesondere die Garmischer Straße, beschildert und Ampelschaltungen werden entsprechend angepasst. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, das üblicherweise den Tunnel passiert, kann es hier zu Rückstauungen kommen. Zusätzlich werden mehrere Ausweichstrecken im Stadtgebiet verkehrlich optimiert. Gezielte Beschilderung, die Anpassung von Ampelschaltungen und teilweise auch gezielte Sperrungen im Umfeld der Baustelle tragen dazu bei, dass der Verkehr insgesamt besser fließen kann und Staus reduziert werden.
Rettungs- und andere Blaulichtfahrzeuge können den Tunnel Richtung Norden während der Instandsetzung weiterhin nutzen.
Es wird empfohlen, den Münchner Südwesten großräumig zu umfahren oder, soweit möglich, auf andere Verkehrsträger wie die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen, da es trotz aller Verkehrslenkungs- und Informationsmaßnahmen voraussichtlich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen wird.
Um alle Verkehrsteilnehmenden bestmöglich zu informieren und auf die Sperre hinzuweisen, werden im gesamten Stadtgebiet sowie auf den zuführenden Autobahnen in Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH bereits im Vorfeld zahlreiche Vorhinweise aufgestellt. Diese werden je nach Fahrtziel alternative Routen aufzeigen, um Staus zu vermeiden.