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Kunst und Kultur vor Ort erleben

Am 12. November findet von 17 bis 22 Uhr stadtweit das ReStart Festival statt - Konzerte, Mitmachaktionen, Theatervorstellungen und mehr bei freiem Eintritt

08. November 2022

ReStart Festival am 12. November

Kultur in allen Facetten
Inés Basambrío; Minga 3; Dunghill; Heiglhoftheater; Kultur-Etage; LUISE
Kultur in allen Facetten bietet das ReStart Festival am 12. November in vielen Stadtteilkulturzentren: So etwa Inés Basambrío im Kulturzentrum Trudering (links oben, weiter im Uhrzeigersinn), das Musikprojekt Minga 3 im Kultur im Trafo, das Heiglhoftheater im Einstein Kultur, Dunghill im ubo9, das Schwarzlichttheater in der Kultur-Etage Messestadt oder Tanzen für alle im LUISE.

Von 17 bis 22 Uhr - Konzerte, Mitmachaktionen, Theatervorstellungen und mehr bei freiem Eintritt

Kunst und Kultur direkt vor Ort erleben und selbst mitmachen – das können alle Münchner*innen geballt an diesem Samstag beim ReStart Festival. In 22 teilnehmenden Stadtteilkulturzentren finden 111 Veranstaltungen statt.

Pandemiebedingt waren Live-Vorstellungen, Konzerte, Theater, Mitmachaktionen, Chorproben und Beisammensein lange nicht oder nur eingeschränkt möglich. Daher findet am 12. November von 17 bis 22 Uhr ein Tag der Stadtteilkultur statt. Das Kulturreferat organisiert das ReStart Festival zusammen mit den Stadtteilkulturzentren, den Kulturteams vor Ort und den Künstler*innen.

„Neben dem Zuhause und der Arbeit, die ja manchmal auch im Homeoffice stattfindet, brauchen wir in einer dicht besiedelten Stadt öffentliche Orte, an denen wir uns aufhalten können, einander begegnen und wohlfühlen. Die kommunal geförderten Stadtteilkulturzentren sind solche Freiräume, die von allen Münchner*innen genutzt und mitgestaltet werden können,“ so Bürgermeisterin Katrin Habenschaden.

Das ReStart Festival bildet die Bandbreite und das vielfältige Angebot der Münchner Stadtteilkultur ab.

Konzerte, Mitmachaktionen, Theatervorstellungen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Tanzangebote und vieles mehr für Groß und Klein finden an diesem Tag statt. Musikalisch geht es von Klassik über Jazz und Pop bis hin zur Volksmusik.

Am Tag der Stadtteilkultur wird eine Kulturtour durch das gesamte Stadtgebiet angeboten. Shuttlebusse, die alle 20 bis 30 Minuten starten, fahren kostenlos von Spielort zu Spielort. Den Wechsel zwischen den vier Routen ermöglichen Expresslinien. So kann man auch Stadtteilkulturzentren kennen lernen, die nicht im eigenen Viertel liegen. Und das Beste: Auch in den vier Buslinien findet ein vielfältiges Kulturprogramm statt. In den Bussen wird das Tragen einer Maske empfohlen.

Das komplette kostenfreie Programm und die verschiedenen Shuttle-bus-Routen sind abrufbar unter restart-muc.de.

Die Stadt finanziert insgesamt 33 Stadtteilkulturzentren, ihre Programme und ihre offene Kulturarbeit mit rund vier Millionen Euro jährlich (siehe dazu mehr im Artikel unten). Hinzu kommen einmalig 200.000 Euro für das ReStart Festival, das auf Initiative des Stadtrats nach den schwierigen pandemischen Monaten stattfindet. „Erwiesenermaßen tragen Kunst und Kultur dazu bei, mit Veränderungen und Herausforderungen besser umzugehen,“ so Anton Biebl, Kulturreferent der Stadt. „Gerade wenn die Zeiten härter werden, müssen wir zusammenrücken. Gemeinsame Aktivitäten in Ihrem Stadtteilkulturzentrum vor Ort kann Energie geben und Zuversicht erzeugen.“

Oberbürgermeister Dieter Reiter:

Oberbürgermeister Dieter Reiter

„Es freut mich, dass wir jetzt ein echtes ReStart Festival feiern können – zusammen mit all denen, ohne die München nicht so spannend, vielfältig und liebenswert wäre: Unseren Münchner Künstler*innen, den vielen Kulturteams vor Ort und nicht zuletzt unseren Stadtteilkulturhäusern. Ein Tag, 22 Spielorte, 111 Veranstaltungen. Kommen Sie vorbei, lassen Sie sich überraschen!“

Räume für eine lebendige Stadtteilkultur

Kultur im Trafo
Kultur im Trafo
Seit letztem Jahr ist der Neubau für das Stadtteilkulturzentrum „Kultur im Trafo“ im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg fertig gestellt.

Stadtweit gibt es 33 Häuser, die die Stadt mit vier Millionen Euro fördert

Die Münchner Stadtteilkulturzentren und ihr Programm sind so unterschiedlich und vielfältig wie die Stadtviertel und ihre Bewohner*innen selbst. Sie bieten vor Ort Räumlichkeiten, um Kultur zu erleben und auch selbst kreativ tätig zu sein. Und sie sind ein wichtiger Treffpunkt für Begegnung, Dialog und Miteinander.

1977 hat die Stadt die „Stadtteilkulturarbeit“ ins Leben gerufen. Von Anfang an war geplant, das oft vereinzelte ehrenamtliche Engagement der Vereine, Initiativen und Institutionen nicht nur bei Stadtteilkulturwochen sichtbar zu machen, sondern auch in den jeweiligen Vierteln dauerhaft zu bündeln. Dafür sollte vor Ort die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Mit dem „Prioritätenbeschluss“ des Stadtrats im Jahr 1986 sollten schrittweise in jedem Stadtteil Kulturläden – damals noch so genannte Bürgerhäuser – eingerichtet werden. In freier Trägerschaft durch ortsansässige Vereine sollten sie sich zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Viertel entwickeln.

Erste kulturelle Stadtteilzentren wie etwa die Sendlinger Kulturschmiede oder der Kulturladen Westend entstanden. Mittlerweile existiert in München ein Netzwerk von 33 Stadtteilkulturzentren. Sie sind über das ganze Stadtgebiet verteilt – vom Kulturzentrum 2411 im Norden, das dieses Jahr sein 10jähriges feiert, über die Pasinger Fabrik im Westen, dem Giesinger Bahnhof im Süden bis zum Kulturzentrum Trudering im Osten. In einigen Häusern sind auch die Münchner Volkshochschule, die insgesamt 27 eigene Unterrichtsorte hat, und die Münchner Stadtbibliothek, die aktuell 25 Stadtteilbibliotheken führt, untergebracht.

In den letzten sechs Jahren eröffneten vier neue Stadtteilkulturzentren: das Guardini90 in Hadern, das ubo9 in Aubing-Lochhausen-Langwied, das LUISE für Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Sendling sowie das Kultur im Trafo in Neuhausen-Nymphenburg. In den kommenden fünf Jahren werden sukzessive fünf weitere ihren Betrieb aufnehmen: Das neue Stadtteilkulturzentrum in Freiham wird im kommenden Jahr eröffnet. Weitere Häuser entstehen in Bogenhausen, Pasing, Moosach, Allach und an der Westend-/Ludwigshafener Straße für die Stadtbezirke Laim und Sendling-Westpark.

Die Stadt unterstützt die Akteure vor Ort mit einem Budget von jährlich vier Millionen Euro. Darüber hinaus bietet das Kulturreferat professionelle Beratung und Begleitung wie auch technische Unterstützung und arbeitet konzeptionell an der Weiterentwicklung der Stadtteilkultur.

Information

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 8. November 2022.