Grundlehrgang meets Pfennigparade

Die Branddirektion hat ein inklusives Bildungsformat entwickelt. Dieses fand jetzt erstmals statt.

07. Mai 2026

Das neue Format im Grundlehrgang der Berufsfeuerwehr

Anja Dirmhirn, Geschäftsführerin Pfennigparade ChancenWerk, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble, Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller
Anja Dirmhirn, Geschäftsführerin Pfennigparade ChancenWerk, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble und Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller

Die Branddirektion hat die Grundausbildung für Nachwuchskräfte der Berufsfeuerwehr aktualisiert. Jetzt wurde erstmals das Format „Grundlehrgang meets Pfennigparade“ durchgeführt. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und ein besseres Verständnis für die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Auch Themen wie Diskriminierungen werden praxisnah vermittelt. Mit dem neuen Format erweitert die Branddirektion München ihr Engagement für eine moderne, praxisnahe und inklusive Ausbildung.

Die Ansprechperson Inklusion des Kreisverwaltungsreferats entwickelte gemeinsam mit dem Team Vielfalt der Branddirektion und der Stiftung Pfennigparade ein Angebot, das neue Wege geht und Inklusion unmittelbar erlebbar macht. Die Stiftung Pfennigparade begleitet Menschen mit Körperbehinderung und anderen Beeinträchtigungen in allen Lebensphasen und Lebenswelten mit dem Ziel, eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. In der Ausbildung der Berufsfeuerwehr sind Schulungen zum Thema Behinderungen bereits Teil der Fortbildungsreihe „Vielfalt gewinnt“. Das neue Format geht darüber hinaus. Statt eines halbtägigen Moduls erleben die Teilnehmenden einen ganzen Praxistag mit direkter Begegnung, fachlichem Austausch und konkreten Einblicken in gelebte Inklusion.

Im Mittelpunkt steht dabei ein klarer Ansatz: Die Nachwuchskräfte sprechen nicht nur über Menschen mit Behinderungen, sondern direkt mit ihnen. Sie lernen ein Arbeitsumfeld der Stiftung Pfennigparade kennen und begegnen Menschen mit Behinderungen als Fachkräften, Expert*innen und selbstverständlichem Teil der Arbeitswelt. Zudem üben sie Situationen, die im Einsatz- und Berufsalltag relevant sind. Kommunikation in unterschiedlichen Lagen, den professionellen Umgang mit vielfältigen Bedürfnissen und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten.

Wir wollen den Blick verändern. Menschen mit Behinderungen werden nicht als Hilfsbedürftige wahrgenommen, sondern als Fachkräfte und Expert*innen, wie zum Beispiel für Barrierefreiheit und -armut. Entscheidend ist die direkte Begegnung auf Augenhöhe.

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Dr. Hanna Sammüller Kreisverwaltungsreferentin

Die Nachwuchskräfte üben in dem Format konkrete Situationen aus dem Berufsalltag. Das gibt ihnen Sicherheit für den Einsatz und stärkt den professionellen Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

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Wolfgang Schäuble Oberbranddirektor