Einbürgerungsstatistik

6 437 nichtdeutsche Münchner*innen wurden 2023 eingebürgert

23. Februar 2024

Einbürgerungen in München im Jahr 2023 wieder rückläufig

Balkendiagramm über die Eingebürgerten 2023 nach der bisherigen häufigsten Staatsangehörigkeit in München

Im Jahr 2023 wurde an 6 437 nichtdeutsche Münchner*innen eine deutsche Einbürgerungsurkunde ausgehändigt. Dies ist – nach der Rekordzahl im Jahr 2022 mit 6 840 Einbürgerungen – ein Rückgang von 403 bzw. 5,9 Prozent. 3 231 Eingebürgerte waren männlich (50,2 Prozent), 3 206 weiblich (49,8 Prozent).

Der Irak ist mit Abstand das häufigste Herkunftsland der Eingebürgerten. Insgesamt erhielten 725 Personen aus dem Irak die deutsche Staatsangehörigkeit. Das entsprach einem Plus von 94 Einbürgerungen bzw. 15,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings behielten 715 irakische Eingebürgerte (98,6 Prozent) ihre bisherige Staatsangehörigkeit.

Die syrische Staatsangehörigkeit ist die zweithäufigste mit insgesamt 480 Einbürgerungen (7,5 Prozent aller Einbürgerungen), gefolgt von 391 türkischen Einbürgerungen (6,1 Prozent). Die Ukraine belegte mit 380 Einbürgerungen den vierten Platz.

Insgesamt 23,5 Prozent der Einbürgerungen hatten zuvor eine Nationalität eines EU-Mitgliedstaats als 1. Staatsangehörigkeit. Somit entfielen mehr als drei Viertel der Einbürgerungen in München auf Nicht-EU-Staatsangehörige. Die bisherige 1. Staatsangehörigkeit gehörte jedoch mit 46,5 Prozent am häufigsten zu einem Land des europäischen Kontinents. Der asiatische Kontinent folgte mit 38,3 Prozent.

Fast die Hälfte aller Eingebürgerten (3 131 bzw. 48,6 Prozent) erhielt nach einem Aufenthalt zwischen 8 und 14 Jahren im deutschen Bundesgebiet den deutschen Pass. Eine geringere Aufenthaltsdauer von unter 8 Jahren lag bei fast jeder fünften Einbürgerung vor (19,1 Prozent bzw. 1 228 Einbürgerungen). Nach einer Aufenthaltsdauer von 30 Jahren oder mehr wurde 483 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen.