„Münchner Appell“ anlässlich der Münchner Friedenskonferenz 2022

Jetzt die Weichen stellen zur Abschaffung aller Atomwaffen!

17. Februar 2022

„Münchner Appell“ anlässlich der Münchner Friedenskonferenz 2022

Am 3. Januar 2022 haben die fünf Atommächte China, Frankreich, Russland, USA und Großbritannien in einer gemeinsamen Erklärung betont, dass ein Nuklearkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf. Solange nukleare Waffen existieren und deshalb ein Mittel militärischer Auseinandersetzungen sein können, besteht die Notwendigkeit zu nuklearer Abschreckung indes nach ihrer Auffassung und der der Bundesregierung fort.

Es gibt immer noch etwa 13.000 Sprengköpfe. Das sind 13.000 zu viel. Denn solange es nukleare Waffen gibt, können sie potenzielles Mittel einer militärischen Auseinandersetzung sein, die nicht die Beteiligten, sondern die Menschheit verlieren wird, weil ein Nuklearkrieg mit seiner Zerstörungskraft nur Verlierer kennt. Die Abschaffung aller Atomwaffen ist der beste Ausweg aus der absurden Logik der nuklearen Abschreckung, die kausal an die Existenz von Atomwaffen gekettet ist.

Deshalb rufen wir die Bundesregierung dazu auf, dass die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der NATO für eine Politik der Kriegsverhütung ohne Atomwaffen eintritt und die Initiative ergreift für weltweite Rüstungskontrolle und Abrüstung zur friedlichen Lösung internationaler Konflikte auf der Grundlage des Gedankens der gemeinsamen Sicherheit im Geiste der Charta der Vereinten Nationen. Die Bundesregierung soll Verhandlungen mit den USA über den Abzug der Atomwaffen auf deutschem Boden aufnehmen und sich an der Konferenz über den Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) beteiligen mit dem Ziel der Unterzeichnung bis 2024.

Oberbürgermeister Dieter Reiter zum Münchner Appell

"Als Münchner Oberbürgermeister und als Mitglied der ‚Mayors for Peace‘ appelliere ich eindringlich an die Verantwortlichen, alles zu tun, um die generelle und weltweite Abschaffung von Nuklearwaffen zu erreichen. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden!"