MUCGPT 2.0: Münchens KI wird noch intelligenter

München entwickelt ihre städtische KI-Lösung konsequent weiter: MUCGPT 2.0 erhält eine neue Oberfläche und Funktionen für mehr Zusammenarbeit.

30. Juni 2026

Edelweißblume in Regenbogenfarben mit Schriftzug MUCGOT 2.0 in weiß auf blauem Grund

KI für den Arbeitsalltag - einfach, sicher und praxisnah

MUCGPT ist das interne KI-Werkzeug der Landeshauptstadt München. Es wurde entwickelt, um den Beschäftigten der Stadtverwaltung einen sicheren und konformen Zugang zu generativen KI-Modellen zu ermöglichen und bei textbasierten Aufgaben zu unterstützen – vom Entwurf einer E-Mail über das Zusammenfassen langer Dokumente bis hin zum Brainstorming. 

Seit dem Produktivstart im März 2024 hat sich MUCGPT im Arbeitsalltag der Stadtverwaltung etabliert: Mehr als 15.000 Beschäftigte nutzen das System inzwischen regelmäßig. Täglich entstehen dabei über 10.000 Chatinteraktionen – ein deutliches Zeichen dafür, welchen Mehrwert generative KI bereits heute in der kommunalen Verwaltung bietet.

Neue Oberfläche für mehr Übersicht

Das Bild zeigt einen Screenshot der Startseite von MUCGPT mit der Headline "Hallo User, was hast du heute vor?"
Screenshot Startseite MUCGPT 2.0

Im Mittelpunkt der neuen Version steht eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche, die sich konsequent am Feedback der Beschäftigten orientierte. Das Ergebnis ist eine modernere, übersichtlichere und intuitivere Bedienung, die den Einstieg erleichtert und die tägliche Nutzung angenehmer macht.

Auch technisch wurde MUCGPT weiterentwickelt, um das System stabiler und leistungsfähiger zu machen. Dazu gehört, dass die Software in kleinere, einfacher zu pflegende Komponenten aufgeteilt wurde. Zusätzlich sind jetzt neue Verbindungen zu anderen Systemen über MCP (Model Context Protocol) möglich. MCP ist ein standardisiertes Protokoll für KI-Agenten, um externe Schnittstellen anzubinden. Damit kann MUCGPT schnell an weitere Dienste und Wissensdatenbanken angebunden werden und auch auf ihre Daten zugreifen.

Wissen teilen durch eigene Assistenten

Das Bild zeigt einen Screenshot aus MUCGPT von der SEite "Assistent anlegen"
Screenshot MUCGPT 2.0: Assistent erstellen

Die zweite Neuerung von MUCGPT 2.0 betrifft die Arbeit mit KI-Assistenten: Beschäftigte können jetzt eigene, sogenannte promptbasierte Assistenten erstellen. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Anweisungen für wiederkehrende Aufgaben. Statt dieselben Eingaben immer wieder neu zu formulieren, können einmal erstellte Assistenten innerhalb der Verwaltung miteinander geteilt werden.

Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag für wiederkehrende, textbasierte Aufgaben: Ein angelegter Assistent zum Formulieren von spezifischen E-Mails kann mit anderen Beschäftigten geteilt und für die eigene Korrespondenz genutzt werden. Aus einem persönlichen Werkzeug wird damit eine geteilte Wissensbasis der Verwaltung.

Verwaltung kann KI - vor allem sicher und souverän. Genau das zeigen wir mit MUCGPT. Mehr als 15.000 unserer Kolleg*innen nutzen MUCGPT regelmäßig. Dass sie jetzt ihre erstellten KI-Assistenten auch teilen können, macht aus einem Werkzeug eine gemeinsame Wissensbasis.

Platzhalter Zitat
Dr. Laura Dornheim IT-Referentin und CDO der Stadt München

Open Source: KI, die auch anderen Kommunen zugutekommt

MUCGPT wurde vollständig als Open-Source-Software entwickelt. Das bedeutet: Der Quellcode ist öffentlich verfügbar und kann von anderen Kommunen übernommen und weiterentwickelt werden.

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt bereits ein erstes Beispiel: Die Stadt Stuttgart nutzt MUCGPT inzwischen unter dem Namen "ChatSTR".

Damit stärkt die Landeshauptstadt München ihre digitale Souveränität und zeigt, wie kommunale Eigenentwicklungen über Stadtgrenzen hinaus Mehrwert schaffen können. Der Quellcode ist öffentlich auf GitHub einsehbar und die einzelnen Dienste sind direkt als Container-Image nachnutzbar; andere Verwaltungen sind eingeladen, MUCGPT einzusetzen und selbst weiterzuentwickeln.