Internationaler Know-how-Austausch

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit – nachhaltig und sozial: Engagement-Messe am 25. November von 14 bis 18 Uhr im Alten Rathaus

21. November 2023

München global ∙ solidarisch ∙ aktiv

Auf der Messe „München global ∙ solidarisch ∙ aktiv“ am Samstag, 25. November, von 14 bis 18 Uhr im Alten Rathaus, Marienplatz 15, präsentieren sich über 60 Münchner Einrichtungen und Initiativen, Entwicklungsorganisationen und Eine-Welt-Gruppen, Schulinitiativen und Stiftungen, Kirchengemeinden und migrantische Vereine, Unternehmen und die Stadtverwaltung.

Auf der Messe „München global ∙ solidarisch ∙ aktiv“ am Samstag, 25. November, von 14 bis 18 Uhr im Alten Rathaus, Marienplatz 15, präsentieren sich über 60 Münchner Einrichtungen und Initiativen, Entwicklungsorganisationen und Eine-Welt-Gruppen, Schulinitiativen und Stiftungen, Kirchengemeinden und migrantische Vereine, Unternehmen und die Stadtverwaltung.

Sie laden zum Mitmachen ein und informieren über ihr Engagement für Demokratie, Klimaschutz und den Erhalt der Regenwälder, über ihre Partnerschaften mit dem Süden, über Freiwilligendienste, über Globales Lernen und Faires Wirtschaften.

Auch Informationsangebote und Aktionen rund um das 75-jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werden sich an vielen Ständen wiederfinden.

Im „Mini-Kino“ im Foyer geben Kurzfilme der beteiligten Gruppen Einblicke in ihre Arbeit für eine gerechtere Welt und die Partner*innen im Globalen Süden. Zwei Ausstellungen runden das Angebot ab: „Vergessene Welten und blinde Flecken – Die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“ sowie „Die große Gier: Auf der Suche nach einem gerechten Umgang mit Rohstoffen“.

Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Was hat der Radverkehr in Harare mit München zu tun? Warum werden in Gharb Irbid inzwischen täglich 50 Abfallcontainer produziert? Und welche Rolle spielt das Münchner St. Anna Gymnasium in Kasserine?

Um einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung und eine gerechtere Welt zu leisten, ist auch München in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Im Vordergrund des städtischen Engagements stehen die beiden Ziele, die Lebensbedingungen in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern sowie globale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Deshalb kooperiert München mit Kommunen weltweit, um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten und um Lösungsansätze für kommunale Herausforderungen zu erarbeiten. Darüber hinaus unterstützt sie die Arbeit der Eine-Welt-Gruppen in München und bietet diverse Veranstaltungen zur Vernetzung aller entwicklungspolitischen Akteure an.

Mit der Partnerstadt Harare in Simbabwe etwa entwickelt die Stadt gemeinsam kommunale Strategien zum Klimawandel und setzt Aktivitäten insbesondere in den Themenfeldern Mobilität und Energie um. Daher betreut seit 2022 eine Mobilitätsexpertin die Klimapartnerschaft und berät die Verwaltung der Stadt Harare vor Ort, wie zum Beispiel das Image des Radfahrens verbessert werden kann.

Die Stadt Gharb Irbid hat 90.000 Einwohner*innen und liegt im Nordwesten Jordaniens, in unmittelbarer Nähe zur syrischen Grenze. Nahezu jede fünfte Person in Gharb Irbid ist aus Syrien geflüchtet. Die jordanische Stadt möchte geflüchteten und einheimischen Menschen einen besseren Zugang zu beruflicher Qualifizierung bieten und die lokale Wirtschaft fördern. Mithilfe mehrerer Fortbildungen im technischen und fachlichen Bereich der Produktion und im Management konnte nach jahrelangem Stillstand die kommunale Produktion von 1.100-Liter-Abfallcontainern wieder anlaufen. Heute werden täglich 50 Container hergestellt.

Um bereits junge Menschen für globale Fragestellungen zu sensibilisieren, laufen verschiedene internationale Bildungskooperationen. Das St. Anna Gymnasium etwa und das Lycée Pilote im tunesischen Kasserine pflegen bereits seit Jahren eine Schulpartnerschaft. Die Schüler*innen setzen gemeinsam (wenn auch räumlich getrennt) in München und Kasserine Projekte um. Die Ideen gehen von der Begrünung und Hochbeeten in beiden Schulen bis zu Kochen von Münchner und Kasseriner Spezialitäten in der jeweils anderen Stadt.

Für Samstag, 25. November, hat die Stadt zusammen mit dem Nord Süd Forum München e.V. die entwicklungspolitische Messe München global.solidarisch.aktiv organisiert. Die Messe zeigt, wie sich die Stadt und viele engagierte Münchner*innen für nachhaltige Entwicklung, globale Partnerschaften und Menschenrechte einsetzen. Über 60 Münchner Entwicklungsorganisationen, EineWelt-Gruppen, Schulinitiativen, migrantische Vereine, Unternehmen und die Stadtverwaltung bieten im Alten Rathaus, Marienplatz 15, von 14 bis 18 Uhr Mitmach-Aktionen und Gespräche an und motivieren zum Engagement. Der Eintritt ist frei.

Unter muenchen.de/internationales kann man alles über die kommunale Entwicklungszusammenarbeit Münchens erfahren und das gesamte Programm zur Messe einsehen.

Münchens Zusammenarbeit mit Europa

Oberbürgermeister Dieter Reiter ist überzeugt: „Ein vereintes Europa ist das Fundament für Frieden, Stabilität und wirtschaftliche Stärke.“
Foto: Daniel Reiter
Oberbürgermeister Dieter Reiter ist überzeugt: „Ein vereintes Europa ist das Fundament für Frieden, Stabilität und wirtschaftliche Stärke.“

Als Partner von EU-Projekten profitiert München ganz direkt von der EU und arbeitet in Städtenetzwerken mit, um die Rolle der Kommunen in Europa weiter zu stärken.

So nimmt München durch seine Mitgliedschaften etwa in der RGRE (Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen in Europa) oder im Städtenetzwerk Eurocities Einfluss auf Entwicklungen in der EU.

Aber auch durch ihre Beteiligung an EU-Projekten gestaltet die Stadt mit. Und: Sie profitiert finanziell davon. Aktuell laufen rund 20 EU-Projekte, für die die Stadt gut 30 Millionen Euro erhält. Die Spannbreite ist groß – von Arbeitsmarktpolitik über Integration bis hin zu Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. Außerdem ist München im Bildungsprogramm der Europäischen Union Erasmus+ zur Förderung allgemeiner und beruflicher Bildung sowie Jugend und Sport an über 40 Einzelprojekten mit einem Fördervolumen von rund fünf Millionen Euro beteiligt.

Das neueste EU-Projekt, an dem München teilnimmt, heißt LET‘S GO CIRCULAR!. Zehn Städte aus ganz Europa haben sich unter der Leitung Münchens zusammengetan, um den Wandel hin zur zirkulären Stadt zu fördern. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist ein Kernthema für München auf dem Weg zur Klimaneutralität, denn Treibhausgasemissionen stecken in Gebäuden, Geräten und Verbrauchsgegenständen. Sie trägt aber auch zur Versorgungssicherheit Münchens bei, indem kritische Rohmaterialien im Bereich Bauen, Elektronik, Ernährung und Bio-Ökonomie und anderen Lebensbereichen wiederverwendet werden. Das Netzwerk wird durch das europäische Programm URBACT für nachhaltige Stadtentwicklung gefördert.

  • Informationen zu allen Münchner EU-Projekten sind im Internet unter muenchen.de/europa zu finden.

Wer mehr über die Europäische Union und Europa erfahren möchte, kann sich auch an Europe Direct München wenden. Das Team ist Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr per Telefon unter 233-30195 oder montags von 16 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek im Motorama erreichbar.

Information

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 21. November 2023.