Pilotversuch Goethestraße: Umbau hat begonnen

Die Taskforce hat erste Maßnahmen in der Goethestraße umgesetzt, um die Aufenthalts- und Lebensqualität im Bahnhofsviertel zu verbessern.

26. Oktober 2026

Erste Maßnahmen der Taskforce

Mehr Grün, neue Fahrradabstellplätze und Tempo 20: Die Goethestraße verändert sich. Die Taskforce Bahnhofsviertel unter Leitung des Kreisverwaltungsreferats hat gemeinsam mit Akteur*innen aus dem Viertel erste Maßnahmen des Pilotversuchs umgesetzt, um die Aufenthalts- und Lebensqualität im südlichen Bahnhofsviertel zu steigern und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Mehr Sicherheit und Grün für die Goethestraße

Zwischen Bayer- und Landwehrstraße gilt jetzt Tempo 20. Das soll vor allem den Rad- und Fußverkehr sicherer machen. Neue Fahrradabstellplätze, zusätzliche Flächen für Leihräder und neue Markierungen für E-Tretroller, Lastenräder und Carsharing-Angebote ordnen den Straßenraum und reduzieren Stolperfallen und Barrieren in den Gehbereichen. Liefer- und Haltezonen schaffen Flächen zum Be- und Entladen sowie zum Ein- und Aussteigen. Künftig können dort auch Schanigärten entstehen. Verbreiterte Hoteleinfahrten erleichtern die Zufahrt und sorgen für ein sicheres Ankommen der Gäste. Mehrere Pflanztröge mit Großsträuchern bringen mehr Grün in die Straße, erhöhen die Aufenthaltsqualität und spenden im Sommer zusätzlichen Schatten.

Aufgrund privater Baustellen können die Arbeiten zwischen Bayer- und Schwanthalerstraße erst im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Die Goethestraße bleibt in diesem Abschnitt eine Einbahnstraße. Im Frühjahr wird die Radverkehrsführung neu geordnet. Auf der Fahrbahn wird ein neuer Radweg markiert, die bestehenden Radwege werden künftig als Gehwege genutzt. So erhalten Fußgänger*innen mehr Platz, während Radfahrende eine eigene Spur bekommen. Bodenmarkierungen mit Fußspuren auf den ehemaligen Radwegen machen die neue Wegeführung schon jetzt sichtbar. Im kommenden Jahr können auch Schanigärten aufgebaut und Straßenfeste gefeiert werden. Häufigere Kontrollen von Gewerbebetrieben und Spielhallen und eine intensivere Bestreifung durch den Kommunalen Außendienst sorgen für mehr Sicherheit. Gleichzeitig ist die Polizei weiterhin mit hoher Präsenz im Viertel unterwegs. Für die Aufwertung der Goethestraße und die Wegeleitung in die Innenstadt stellt die Stadt rund 92.000 Euro bereit. Als Fördermittel der Regierung von Oberbayern sind rund 46.000 Euro zu erwarten.

Gemeinsam das Viertel gestalten

Der Stadtrat hatte für die Goethestraße einen Pilotversuch beschlossen. Die Taskforce Bahnhofsviertel setzt das Projekt gemeinsam mit Gewerbetreibenden, Sozial- und Hilfsorganisationen, dem Verein Südliches Bahnhofsviertel München e.V. sowie weiteren Akteur*innen aus dem Viertel um. In der Taskforce selbst arbeiten städtische Referate, Polizei und Deutsche Bahn eng zusammen.

Mona Fuchs, 2. Bürgermeisterin: „Wir wollen die Aufenthaltsqualität in der Goethestraße weiter verbessern und das südliche Bahnhofsviertel als lebenswerten Ort stärken. Dazu gehören mehr Sauberkeit, ein ansprechendes Straßenbild und ein Umfeld, in dem sich die Menschen wohl und sicher fühlen. Mehr Grün und Schatten können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Auch mehr Platz für Fußgänger*innen und bessere Bedingungen für den Radverkehr gehören dazu. Gleichzeitig geht es darum, die unterschiedlichen Bedürfnisse im Viertel zusammenzubringen. Der Pilotversuch bietet die Chance, neue Lösungen direkt vor Ort zu erproben und zu sehen, was funktioniert. Dass die ersten Maßnahmen jetzt umgesetzt sind, ist ein guter Schritt für das südliche Bahnhofsviertel.“

Dr. Hanna Sammüller, Kreisverwaltungsreferentin: „Dank der engen Zusammenarbeit mit den Anlieger*innen konnten wir bereits erste kreative Ideen aus dem Viertel umsetzen. Unser Ziel ist es, die Goethestraße sicherer und attraktiver zu gestalten, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und ein Umfeld, in dem sich Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Besucher*innen gerne aufhalten. Ich freue mich, dass wir bereits wichtige Schritte umgesetzt haben und im Frühjahr den zweiten Teil des Projekts angehen. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit.“

Dr. Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Baureferentin: „Mit dem Pilotprojekt Goethestraße gestalten wir den Straßenraum so um, dass alle davon profitieren: Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Besucher*innen. Das Baureferat schafft bis zu 120 zusätzliche Fahrradabstellplätze, klar gekennzeichnete Ladezonen und mehr Grün. Neue Markierungen und Beschilderungen sorgen für eine bessere Ordnung im Straßenraum. Mit fünf Pflanztrögen erproben wir zugleich mögliche dauerhafte neue Baumstandorte.“

Sabine Effner, Stadtdirektorin im Mobilitätsreferat: „Das Bahnhofsviertel ist im Moment ein Quartier im Umbruch mit besonders vielen Baustellen. Gemeinsam mit den Anlieger*innen, den Gewerbetreibenden und vielen interessierten Stakeholdern haben unsere Mitarbeitenden im Mobilitätsreferat in mehreren Workshops im Rahmen der Taskforce gute und praktische Lösungen herausgearbeitet. Ich freue mich, dass es uns durch eine tolle Kooperation gelungen ist, die Goethestraße verkehrlich zu beruhigen und auch mit kleinen Eingriffen insbesondere für den Fußverkehr attraktiver zu gestalten. Das ist ein erster Schritt hin zu einem neuen Stück Stadt. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die gelungene Zusammenarbeit und freue mich auf die endgültige Umsetzung im kommenden Sommer.“

Ein detaillierter Maßnahmen- und Lageplan für das Pilotprojekt Goethestraße ist auf Anfrage über die Pressestelle des KVR (E-Mail: presse.kvr@muenchen.de) erhältlich.