BNE-Lernpfade: Schritt für Schritt zu nachhaltigem Handeln
Zwei neue BNE-Lernpfade in Achatswies und Maxhofen zeigen, wie sich Nachhaltigkeit anschaulich vermitteln und in den Alltag integrieren lässt.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit vermitteln und im Alltag integrieren?
Zwei neue BNE-Lernpfade des Referats für Bildung und Sport in Achatswies und Maxhofen geben darauf praktische Antworten. Sie sollen insbesondere Lehrkräfte und Erzieher*innen dabei unterstützen, nachhaltiges Denken und Handeln in ihre pädagogische Arbeit aufzunehmen. Stadtschulrat Florian Kraus eröffnete die Lernpfade jetzt gemeinsam mit Führungskräften des Referats.
Warum betrifft uns der Verlust der biologischen Vielfalt – und was können wir dagegen tun? Wie kann eine zukunftsfähige Energieversorgung aussehen? Wie lässt sich gut leben, ohne die weltweite Ungleichheit weiter zu verstärken? Und welche zentrale Rolle spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in diesem Zusammenhang?
BNE-Lernpfad am Bildungshaus Achatswies
Der neue BNE-Lernpfad am Bildungshaus Achatswies richtet sich an Lehrkräfte und Erzieher*innen, die dort Fortbildungen besuchen. An sieben Stationen vermitteln Schautafeln, Reflexionsfragen und interaktive Aufgaben verschiedene Facetten der Nachhaltigen Entwicklung. Dabei beziehen sie das räumliche Umfeld ein und geben Anregungen, wie sich nachhaltiges Handeln in der eigenen Lebenswelt umsetzen lässt. Die Themen reichen von Biodiversität, Energieversorgung und Gesundheit über wertvolle Lebensmittel und effiziente Mobilität bis zu „Leben in Balance“ und „Bibliotheken der Vielfalt“.
Schwesterbibliothek der Bibliothek der Vielfalt
Durch die parallele Eröffnung der mittlerweile dritten offiziellen Schwesterbibliothek der „Bibliothek der Vielfalt“ wird in Achatswies zudem ein Ort geschaffen, an dem gesellschaftliche Vielfalt verhandelt und sichtbar gemacht wird. Von Biodiversität zu Rassismuskritik und geschlechtlicher Vielfalt zu Inklusion spannt sich ein intersektionaler Bogen, der zum Dialog einlädt.
BNE-Lernpfad am Schullandheim Maxhofen
Im Schullandheim Maxhofen richtet sich der BNE-Lernpfad an Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen. Die Schautafeln sind kindgerecht formuliert und laden mit einer breiten Auswahl an Materialien dazu ein, Nachhaltigkeit gemeinsam zu entdecken. Die sechs Stationen widmen sich Themen wie Bäume als Lebensraum, Sonnenenergie, biologischer Vielfalt, Lichtverschmutzung, Zukunftsträumen und Wasserwelten.
Auf den Weg gebracht wurden beide Lernpfade im Auftrag der referatsübergreifenden Fachstelle BNE, finanziert aus Mitteln des Referats für Klima- und Umweltschutz.
Die Fachstelle BNE koordiniert die Umsetzung der BNE VISION 2030 der Landeshauptstadt München und treibt sie gemeinsam mit den beteiligten Referaten voran. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Referat für Bildung und Sport, Referat für Klima- und Umweltschutz und Direktorium.
Entdecken Sie unsere städtischen Schullandheime
Stimmen zur Eröffnung
„Ich freue mich sehr über die Fertigstellung und Eröffnung der beiden Lernpfade. Sie sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie unsere städtische BNE-Strategie, die BNE VISION 2030, niedrigschwellige Angebote schafft, um Kinder sowie Pädagoginnen und Pädagogen zu erreichen. Mit diesen Lernpfaden vermitteln wir wichtige Kompetenzen für nachhaltiges Denken und Handeln, die unsere Stadt langfristig gerechter und umweltbewusster machen.“
„Verantwortung für Klima und Umwelt beginnt mit Bildung. Mit den BNE-Lernpfaden ergänzen wir unsere vielfältigen Angebote um einen weiteren Baustein. Gerade Achatswies ist dafür ein besonderer Ort: Hier wird Natur als wertvoller Lebens- und Kraftort unmittelbar erlebbar.“
„Lehrkräfte und Erzieher*innen sind wichtige Multiplikator*innen für den Klimaschutz: Was sie vermitteln, prägt das Handeln künftiger Generationen. Deshalb ist die Finanzierung der BNE-Lernpfade gut investiertes Geld – ihre Wirkung vervielfacht sich mit jeder Person, die sie erreicht.“