Leichtathletik-WM in München

Der Münchner Stadtrat hat die Bewerbung für die Leichtathletik-WM 2029 oder 2031 beschlossen.

25. März 2026

Eine Läuferin in schwarzer Sportkleidung läuft auf einer roten Tartanbahn im Sportpark. Im Hintergrund sind weitere Sportflächen, Zäune, Bäume und ein heller Himmel zu sehen.
RBS / Amelie Niederbuchner

Stadtrat stimmt Bewerbung um Leichtathletik-WM zu

Der Münchner Stadtrat hat der Bewerbung um die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 zugestimmt. München unterstreicht damit seinen Anspruch als internationale Sportstadt

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften zählen zu den größten Sportereignissen weltweit. Geplant sind neun Veranstaltungstage im September 2029 oder 2031 mit 50 Entscheidungen. Erwartet werden rund 2.200 Athlet*innen aus etwa 195 Nationen.

Rechteinhaberin ist der Leichtathletik-Weltverband World Athletics. Die Olympiapark München GmbH soll die Veranstaltung gemeinsam mit dem Deutschen Leichtathletikverband vorbereiten. Austragungsort wäre das modernisierte Olympiastadion mit den Anlagen im Olympiapark. Einzelne Wettbewerbe wie Marathon und Gehen könnten auch an anderen Orten im Stadtgebiet stattfinden.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bis Anfang April 2026 eingereicht werden. World Athletics will die Titelkämpfe im September 2026 vergeben. Der Weltverband sieht eine Doppelvergabe vor. Deshalb bewirbt sich München verpflichtend für beide Jahre.

RBS / Amelie Niederbuchner

Finanzierung auf drei Schultern

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Laufbahn des Sportparks Freiham.
Amelie Niederbuchner

Die Weltmeisterschaft soll weitgehend auf der bestehenden Infrastruktur im Olympiapark aufbauen. Nach aktuellem Stand rechnet die Stadt mit Kosten von rund 107 Millionen Euro für 2029 und rund 110 Millionen Euro für 2031.

Voraussetzung für die Bewerbung ist eine Drittelfinanzierung durch den Bund, den Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München. Dieses Modell hatte sich bereits bei den European Championships 2022 bewährt. Nach Angaben der Stadt verliefen erste Gespräche positiv. Der städtische Anteil läge bei maximal rund 35 bis 37 Millionen Euro. Grundlage bleiben die endgültigen Haushaltsbeschlüsse von Bund und Land.

Information

Signal für die Sportstadt München

Mit der Bewerbung stärkt München seine Position als nachhaltige, leistungsfähige und international anerkannte Sportstadt. Zugleich setzt die Stadt ein Signal für ihre Olympiabestrebungen. Die Leichtathletik spielt als olympische Kernsportart dabei eine zentrale Rolle.

Stimmen zur Bewerbung

Erol Gurian

„Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft wäre ein sehr starkes Signal für München: sportlich, nachhaltig und international sichtbar. Neben anderen großen Sportevents haben wir auch mit den European Championships eindrucksvoll gezeigt, dass wir große Sportereignisse professionell ausrichten - und wie sehr sich die Münchner*innen für den Sport begeistern können. Eine begeisternde WM in unserem ikonischen Olympiapark, das wäre ein Gewinn für den Sport, für unsere Stadtgesellschaft, für die internationale Strahlkraft Münchens und natürlich auch für unser großes Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele wieder nach München zu holen.“

RBS / Tobias Hase

„Die Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Sportstadt München. Sie zeigt, dass wir nicht nur über eine starke Infrastruktur verfügen, sondern auch über die Erfahrung und das fachliche Know-how, internationale Großveranstaltungen nachhaltig und auf hohem Niveau umzusetzen. Gerade für Kinder und Jugendliche sind solche Ereignisse ein starkes Signal: Sie schaffen Vorbilder, wecken Begeisterung für Bewegung und Sport und können junge Menschen motivieren, selbst aktiv zu werden. Eine Leichtathletik-WM in München wäre deshalb nicht nur ein Gewinn für den Spitzensport, sondern auch für die Förderung des Nachwuchses und die Perspektive Olympischer und Paralympischer Spiele in unserer Stadt.“