Günstig und klimaneutral wohnen
Münchner Wohnen schafft weiter neuen Wohnraum und saniert den Bestand
Rund 75.000 städtische Wohnungen zu bezahlbaren Mieten
In einem Innenhof an der Arnulfstraße in Neuhausen hat die Münchner Wohnen ein neues Gebäude mit 14 Wohnungen errichtet. Der Holzhybridbau mit dem Nachhaltigkeitsstandard EH 40 ersetzt ein Haus, in dem früher die Hausverwaltung untergebracht war. Neue Flächen wurden also nicht versiegelt, zudem wurde der Innenhof klimatisch optimiert. Im Erdgeschoss leben künftig sechs Seniorinnen in barrierefreien Ein-Zimmer- Wohnungen im Modell der Sorgenden Hausgemeinschaft zusammen. "Am Wohnen entscheidet sich die Zukunft Münchens," betont Oberbürgermeister Dominik Krause. "Wir wollen eine Stadt für alle sein. Und sie kann nur funktionieren, wenn auch der Busfahrer, der Polizist, die Handwerkerin und die Kindergärtnerin ein Zuhause haben und sich eine Miete leisten können. Denn nur dann können sie auch die Stadt am Laufen halten."
Mit der Münchner Wohnen hat die Stadt einen Garanten für bezahlbaren Wohnraum. Jede*r zehnte Münchner*in lebt zu günstigen Mieten in einer der rund 75.000 Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Und sie leben gerne dort: Die jüngste Umfrage bestätigt erneut die hohe Zufriedenheit mit der Vermieterin. 91,2 Prozent der befragten Mieter*innen würden die Münchner Wohnen weiterempfehlen. Nicht ohne Grund: Denn das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren gezielt daran gearbeitet, Abläufe im Kundenservice zu vereinfachen, die Erreichbarkeit zu verbessern und Rückmeldungen aus der Mieterschaft systematisch auszuwerten. "Die Ergebnisse bestätigen unseren Kurs. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen eine verlässliche, gut erreichbare und soziale Vermieterin für München sein", sagt Jörg Franzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Wohnen.
Doch nicht nur an der Zufriedenheit der Mieter*innen hat die Münchner Wohnen gearbeitet, sie schafft auch beständig neuen Wohnraum und erneuert den Bestand. In diesem Jahr wurden bereits über 500 Wohnungen sowie Einrichtungen, die eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung fördern, fertiggestellt. Entstanden sind Wohnungen an der Karlingerstraße in Moosach, an der Hochmuttinger Straße in Feldmoching, an der Paul-Gerhardt-Allee in Pasing und im neuen Quartierszentrum in Neuaubing. Außerdem konnte die Münchner Wohnen in einem Innenhof an der Arnulfstraße in Neuhausen einen Neubau schaffen.
Neben dem Bau von Wohnungen verfolgt die Münchner Wohnen auch ihre Modernisierungsoffensive. Auf Basis des vom Stadtrat beschlossenen Klimabudgets in Höhe von 200 Millionen Euro modernisiert das städtische Unternehmen bis 2031 zahlreiche Gebäude und Quartiere energetisch. Ziel ist es, bis 2040 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.
So wird etwa die gesamte Siedlung an der Claudius-Keller- sowie der Rosenheimer Straße in Ramersdorf in ein klimaneutrales Quartier umgewandelt. Die ersten Gebäude sind fertig. Kürzlich abgeschlossen hat die Münchner Wohnen außerdem die Arbeiten an der Agilolfingerstraße Ecke Krumpterstraße in Untergiesing. Gerade begonnen wurde die Modernisierung in der Siedlung am Piusplatz in Berg am Laim sowie an vier Gebäudezeilen zwischen Barbarossa- und Zaubzerstraße in Bogenhausen.
Hier einige der abgeschlossenen und laufenden Bauvorhaben der Münchner Wohnen (MW) im Kurzporträt:
Pasinger Paul-Gerhardt-Allee
Im neuen Stadtquartier an der Pasinger Paul-Gerhardt-Allee ist auch die MW mit insgesamt 122 Neubauwohnungen vertreten. 115 der Wohnungen sind gefördert, sieben freifinanzierte Wohneinheiten gehen an eine Sorgende Hausgemeinschaft. Außerdem sind eine Kindertageseinrichtung, ein Nachbarschaftstreff sowie ein Kinder- und Familientreff integriert. Ein besonderes Merkmal sind die gemeinschaftlich nutzbaren Dachgärten auf zwei der Gebäude, die mit ihrer Begrünung zur Aufenthaltsqualität im Quartier beitragen.
Neufreimann
In Neufreimann, auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne, und dem östlich angrenzenden Gewerbegebiet an der Heidemannstraße soll ein neues Stadtquartier mit rund 5.500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen entstehen. Die MW wird dort auf acht Baufeldern des ersten und zweiten Bauabschnitts rund 1.600 Wohnungen errichten und die zugehörige soziale Infrastruktur schaffen. Bereits fertig sind 190 kostengünstige Wohnungen, in diesem Jahr folgen weitere 225 geförderte Wohnungen. Zu sehen ist hier ein Rohbau, der 193 Wohnungen umfasst. Die Fertigstellung dieser Wohneinheiten soll planmäßig im nächsten Jahr erfolgen.
Arnulfstraße Neuhausen
In einem Innenhof an der Arnulfstraße in Neuhausen hat die MW ein neues Gebäude mit 14 Wohnungen errichtet. Der Holzhybridbau mit dem Nachhaltigkeitsstandard EH 40 ersetzt ein Haus, in dem früher die Hausverwaltung untergebracht war. Neue Flächen wurden also nicht versiegelt, zudem wurde der Innenhof klimatisch optimiert. Im Erdgeschoss leben künftig sechs Seniorinnen in barrierefreien Ein-Zimmer-Wohnungen im Modell der Sorgenden Hausgemeinschaft zusammen.
Feldmoching
161 bezahlbare und nachhaltige Wohnungen hat die MW im zweiten Abschnitt ihres Projekts in Feldmoching fertiggestellt. Alle Wohnungen sind gefördert, 20 davon werden der Jugendhilfe zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird das soziale Angebot durch zwei Pflegewohngemeinschaften sowie zwei Sorgende Hausgemeinschaften. Auch diese acht Bauten wurden in Holz- oder Holz-Hybridbauweise mit dem hohen Effizienzhausstandard EH 40 errichtet.
Ramersdorf
Am Karl-Preis-Platz in Ramersdorf hat die MW vier Häuser aus dem Jahr 1950 mit 36 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten energetisch modernisiert. So wurden etwa die Fassade und Decken gedämmt, moderne Dreifachverglaste Fenster eingebaut oder die Elektroinstallation erneuert. In diesem Jahr sollen die Häuser an die umweltfreundliche Fernwärme angeschlossen werden. Zusätzlich hat die MW das Dach für eine Photovoltaikanlage im Mieterstrom-Modell verstärkt.
Die Stadt informiert
„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 16. Juni 2026.