Die Münchner Feuerwehr
Das umfassende Ausbauprogramm für die Feuerwachen schreitet voran
Bauprojekte für mehr Sicherheit
Zwei Schwerpunktwachen, Sanierung der Hauptfeuerwache und weitere Planungen: das umfassende Ausbauprogramm für die Feuerwachen schreitet voran.
Die Berufsfeuerwehr ist neben der Polizei der Garant für die Sicherheit in der Stadt. Damit das auch in einer wachsenden Stadt so bleibt, werden Feuerwachen neu gebaut oder umfassend modernisiert. So konnte Oberbürgermeister Dieter Reiter im Oktober die neue Feuerwache 5 in Ramersdorf feierlich einweihen. Die Feuerwehr ist dort gemeinsam mit Zivil- und Katastrophenschutz- Einheiten untergebracht. Damit die Einsatzfähigkeit der Wachmannschaften auch während der Bauarbeiten gewährleistet werden konnte, wurde der Neubau vom Baureferat in zwei Abschnitten realisiert. Mit der 2016 eröffneten Feuerwache 4 in der Heßstraße ist die Feuerwache 5 jetzt die zweite Schwerpunktwache der Berufsfeuerwehr außerhalb der Altstadt.
Aktuell in Generalsanierung befindet sich außerdem die Hauptfeuerwache in der Altstadt. Auch hier läuft der Betrieb während der Sanierung weiter. Der erste von drei geplanten Bauabschnitten ist bereits abgeschlossen, aktuell läuft bis Ende 2027 der zweite Bauabschnitt. Anschließend wird die Wache in das Rückgebäude umziehen und die Verwaltung in die ehemalige Feuerwache 4 in Schwabing ausgelagert. Der dritte Bauabschnitt soll bis 2032 fertiggestellt sein.
Eine weitere, neue Feuerwache soll an der Landsberger Straße 332 in Laim entstehen. Der Neubau soll die neue Bleibe für die Feuerwache 3 werden, die aktuell im Westend an der Heimeranstraße 10 beheimatet ist.
Zudem soll die bislang für den Münchner Westen zuständige Feuerwache 6 in der Bassermannstraße durch zwei neue Standorte in Aubing und Untermenzing ersetzt werden. Und auch in Feldmoching ist eine neue Feuerwache an der Lerchenauer Straße geplant.
Moderne Ausstattung für Einsätze
Neue, smarte Fahrzeugflotte und erstmals Verwendung von automatisierten Drohnen
Nicht nur mit modernisierten Feuerwachen passt sich die Feuerwehr den sich wandelnden Herausforderungen an – auch bei der technischen Ausstattung für Einsätze tut sich einiges.
So befinden sich derzeit zwei von 80 neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen in einem intensiven Praxistest. Sie zeichnen sich durch kompakte Abmessungen und einen kleinen Wendekreis aus, durch deutlich verbesserte Sicherheit, viele Detailverbesserungen in der Gerätetechnik und besonders durch die digitale Vernetzung der Fahrzeuge sowie der digitalen Bereitstellung von Einsatzinformationen.
In einem Pilotprojekt setzt die Berufsfeuerwehr außerdem jetzt ein automatisiertes Drohnensystem ein. Die Drohnen werden zusätzlich zu den alarmierten Einsatzkräften entsendet und liefern schon vor dem Eintreffen der ersten Kräfte hochauflösende Lagebilder an die Integrierte Leitstelle und die Einsatzleitung. Bei Bränden zeigen die Livebilder etwa innerhalb weniger Minuten Rauchentwicklung und Hinweise zur Brandausbreitung an, bei Verkehrsunfällen das Ausmaß des Geschehens und mögliche Gefahrenstellen. Der Einsatz von Drohnen ermöglicht so eine frühzeitige Erkundung sowie eine präzise Einsatzplanung.
Hilfe in allen nicht-polizeilichen Notlagen
Münchner Feuerwehr ist nicht mehr nur Brandbekämpfer
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Aufgaben der Feuerwehr grundlegend gewandelt. Während früher die Brandbekämpfung im Zentrum stand, ist sie heute nur noch ein kleiner Teil des Einsatzspektrums. Durch bessere Baustoffe, strengere Brandschutzvorschriften, Rauchmelderpflicht und ein insgesamt sichereres Verhalten der Bevölkerung ist die Zahl der Brände stark gesunken.
Gleichzeitig haben technische Hilfeleistungen massiv zugenommen: Verkehrsunfälle, Unwetterfolgen, Gefahrstofflagen oder Türöffnungen prägen heute den Einsatzalltag. Damit hat sich die Feuerwehr zu einer umfassenden Organisation der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr entwickelt, die in nahezu allen Bereichen des Bevölkerungsschutzes, des Katastrophenschutzes und teils auch des Rettungsdienstes eine zentrale Rolle übernimmt.
Erreichbar ist die Feuerwehr nach wie vor über die 112. Alle Anrufe aus Stadt und Landkreis gehen in der Integrierten Leitstelle ein. Sie koordiniert und steuert alle Einsätze und ist Servicestelle für Bürger*innen in Notlagen.
Die Stadt informiert
„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 16. Dezember 2025.