Trauerbewältigung
Wenn jemand, der einem wichtig ist, stirbt, kann das Leben sehr schwer werden. Jeder Mensch trauert anders und die Gefühle können sich im Laufe der Zeit verändern.
Trauer kann viele Formen annehmen
Nach einem Todesfall können sehr unterschiedliche Gefühle und Reaktionen auftreten. Zum Beispiel:
- Traurigkeit und Verzweiflung
- Wut
- Schuldgefühle
- Angst und innere Unruhe
- Leere oder Gefühllosigkeit
- Schlaf- und Konzentrationsprobleme.
Manche Menschen haben zeitweise das Gefühl, die verstorbene Person zu hören oder zu sehen. Das ist normal und gehört manchmal zur Trauer dazu. Diese Gefühle verschwinden meistens aber wieder.
Trauer braucht Zeit. Es gibt kein richtiges oder falsches Trauern.
Unterstützung annehmen
Gespräche mit Angehörigen, Freund*innen oder anderen vertrauten Menschen können in der Zeit der Trauer eine Hilfe sein.
Daneben kann professionelle Hilfe sehr nützlich sein. Beratungsstellen und Trauerangebote bieten ein großes Angebot. Zum Beispiel Beratung, Trauergruppen oder Angebote speziell für Kinder und Jugendliche. Der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, kann helfen, sich weniger allein zu fühlen und die eigenen Gefühle besser zu verstehen.
Beratungsstellen
Spezielle Beratungsstellen helfen:
• trauernden Kindern und Jugendlichen,
• Eltern und anderen Bezugspersonen,
• Familien nach dem Tod eines Familienmitglieds,
• Familien, in denen ein Elternteil oder ein Kind schwer erkrankt ist.
Wann weitere Hilfe sinnvoll sein kann
Es kann sinnvoll sein, sich zusätzliche professionelle Hilfe zu holen, wenn die Belastung sehr groß ist, lange dauert oder es kaum noch möglich ist, den Alltag zu schaffen.
In akuten Krisen sollten sich Betroffene an eine Arztpraxis oder eine Fachstelle für seelische Gesundheit (psychiatrische Fachstelle) wenden