Rückstau und Überflutung

Überflutungen im Haus können erhebliche Kosten verursachen und mit großem Ärger verbunden sein.

Schadensszenarien

Überflutungen im Haus können erhebliche Kosten verursachen und mit großem Ärger verbunden sein. Im Zusammenhang mit der Ableitung von Niederschlagswasser und Schmutzwasser gibt es drei immer wieder auftretende Schadensszenarien:

  1. Niederschlagswasser, das bei Starkregen nicht schnell genug abfließen bzw. versickern kann, überflutet die Geländeoberfläche und dringt durch Öffnungen im Gebäude in dieses ein,
  2. Abwasser aus den städtischen Kanälen staut in die Grundstücksentwässerung zurück und
  3. Niederschlagswasser vom eigenen Grundstück kann nicht ausreichend über die Grundstücksentwässerung abgeleitet werden und staut in diese zurück.

 Wer diese Schäden sicher verhindern will, sollte folgendes beachten:

  1. Alle Hausöffnungen möglichst hoch anordnen und das Geländegefälle vom Haus abfallend gestalten,
  2. Abwasser, welches unterhalb der Rückstauebene anfällt, über automatische Hebeanlagen ableiten und
  3. Niederschlagswasserleitungen vom Kanal abtrennen.

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Häufig gestellte Fragen

Die Grundstückseigentümer müssen die Grundstücksentwässerungsanlagen gegen Rückstau selbst sichern.

Alle Ablaufstellen, deren Wasserspiegel im Geruchsverschluss unterhalb der Rückstauebene liegt. Rückstauebene ist –soweit nicht im Einzelfall davon abweichend festgelegt- die Höhe der Straßenmitte vor dem Grundstück.
 

Hebeanlagen und Rückstauverschlüsse. Bei Hebeanlagen wird das in einem Schacht oder Behälter gesammelte Abwasser mit einer Pumpe über das Niveau der Rückstauebene gehoben und in das Kanalnetz eingeleitet. Bei Rückstauverschlüssen handelt es sich um Absperrvorrichtungen für Abflussrohre. In der Regel haben Rückstauverschlüsse einen selbsttätigen Verschluss.

Hebeanlagen sind zwar teurer und benötigen Energie zum Pumpen, sie erlauben aber auch die Abwasserableitung im Rückstaufall und gewähren selbst bei Ausfall der Pumpe sicheren Schutz. Hebeanlagen sind daher auch immer anwendbar, Rückstauverschlüsse nur unter bestimmten Bedingungen, z.B. für Räume von untergeordneter Nutzung und einen kleinen Benutzerkreis.

Es müssen Anlagen verwendet werden, die für das jeweilige Einsatzgebiet zugelassen sind. An Rückstauverschlüsse dürfen nur Ablaufstellen, die unter der Rückstauebene liegen, angeschlossen werden, weil sonst das von oben kommende Abwasser im Rückstaufall bei geschlossenem Rückstauverschluss aus den Ablaufstellen im Keller austreten könnte.

Warum kann es bei gemeinsamer Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser sogar zum Abwasseraustritt über der Rückstauebene kommen?

Bei starken Regenfällen und damit hohen Fließgeschwindigkeiten in den Regenwasserleitungen auf dem Grundstück treten in den Grundleitungen entsprechend hohe Rohrreibungsverluste und bei Leitungsschäden oder Ablagerungen auch zusätzliche Energieverluste auf. In der Leitung muss daher auch eine höhere Energiehöhe vorhanden sein als am nächsten Entlastungspunkt (Schacht, Hofablauf oder Straßengully). Weil die Regenwasserleitungen dann oft vor dem Entlastungspunkt mit den Schmutzwasserleitungen zusammengeschlossen sind, führt die jeweils am Anschlusspunkt vorhandene Druckhöhe auch zu einer Füllung der Schmutzwasserleitungen. Bei entsprechender Druckhöhe kommt es dann zu einem Wasseraustritt aus Bodenabläufen, Duschwannen, Toiletten usw. im Erdgeschoss.

Wie kann vermieden werden, dass das Regenwasser bei nicht ausreichendem Abflussvermögen in die Schmutzwasserleitungen zurückstaut?
Es sind folgende Maßnahmen möglich:

- Ausreichend große Grundleitungen, die keine hohen Fließgeschwindigkeiten und damit verbundenen Energieverluste bedingen,

- Zusammenführung der Schmutz- und Niederschlagswasserleitungen möglichst weit vom Gebäude entfernt und

- Abtrennen des Niederschlagswassers von der Kanalisation.

Letzteres ist der sicherste Weg zu einem Überflutungsschutz. Unabhängig davon können durch das Abtrennen in der Regel auch Gebühren eingespart werden.

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