Jahresbericht Kulturreferat

Der Jahresrückblick des Kulturrefeferats 2025.

Jahresbericht 2025

20. Januar
Mit einem Vortrag von Jan Philipp Reemtsma im Einstein 28 startet die Literarische Woche gegen Antisemitismus. Münchner Literatur- und Bildungsinstitutionen setzen mit dieser Veranstaltungsreihe ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdinnen und Juden der Stadt und in ganz Deutschland. Beteiligt sind unter anderem das Literaturhaus, das NS-Dokumentationszentrum und die Internationale Jugendbibliothek.

2. Februar
Das Literaturhaus München feiert am letzten Tag seiner ersten Ausstellung für Kinder und Familien einen Besucherrekord: Mehr als 10.000 kleine und große Zuschauer*innen besuchten die PIXI-Ausstellung, die am 7. Dezember 2024 eröffnet wurde, und ließen das berühmte quadratische Buch hochleben.

6. Februar
Die Münchner Volkshochschule (MVHS) wird für ihr Qualitätsmanagement mit dem Zertifikat „Recognised by EFQM 6 Stars“ ausgezeichnet. Seit 2004 betreibt die MVHS Qualitätsmanagement nach EFQM (European Foundation for Quality Management). Die MVHS ist aktuell das höchstbewertete öffentliche Weiterbildungszentrum in Deutschland nach dem EFQM-Modell. Mit dem Zertifikat ‚Recognised by EFQM 6 Stars‘ erreicht sie eine Spitzenposition, die unter großen Erwachsenenbildungseinrichtungen einmalig ist.

Das Kindermuseum München wird an seinem neuen Standort in der Messestadt Riem eröffnet. Nach fast 30 Jahren in dem als Provisorium gedachten Standort am Starnberger Flügelbahnhof hat das Kindermuseum jetzt seine endgültige Heimat in einem städtischen Gebäude an der Willy-Brandt-Allee 10 gefunden – mit großzügigen Ausstellungs- und Workshopflächen, viel Platz zum Verweilen, einem Kinder-Café und einer kleinen Freifläche.

2. April
Mit einer Keynote von Luisa Neubauer beginnt das Literaturfest München, das erstmals im Frühjahr stattfindet. Der Berliner Bestsellerautor Autor Daniel Schreiber hat es unter dem Motto „Sprachen der Liebe. Wie wollen wir leben?“ kuratiert. Über 100 Autor*innen, Schauspieler*innen und Moderator*innen diskutieren, lesen oder performen an dreizehn Spielorten der Stadt. Neben Lesungen und Diskussionen zeigen eine Ausstellung, zwei Live-Podcasts, fünf Kinofilme, literarische Stadtführungen und Mitmachevents die ungewöhnlich große Formatvielfalt des Programms.

4. April
Zur ersten bundesweiten Nacht der Bibliotheken strahlen 13 Bibliotheken in ganz München um die Wette. Unter dem Motto „Wissen.Teilen.Entdecken“ sind alle eingeladen, das vielfältige Programm an Veranstaltungen, Workshops, Lesungen und Führungen anzusehen und ihre Bibliothek (neu) zu entdecken.

27. April bis 4. Mai
Das Regietheaterfestival für junge Regie „Radikal jung 2025“ am Münchner Volkstheater wird bei einer Auslastung von 86 Prozent von über 6.000 Zuschauer*innen besucht. Binnen einer Woche werden 14 Produktionen und Performances aus Aachen, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Jena, München, Osnabrück, Wiesbaden und Wien gezeigt. Die Performance von Lulu Obermayer mit Rachel Troy, "Rachel und ich" vom HochX Theater und Live Art München e.V. in Koprodukion mit Sophiensæle und Theater Rampe gewinnt den mit 4.000 Euro dotierten Publikumspreis, gestiftet von den Freunden des Münchner Volkstheaters e.V..

6. Mai
In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU findet im Literaturhaus München der erste Jüdische Buchklub statt. Dana von Suffrin und Philipp Lenhard laden zwei Mal im Jahr wechselnde Gäste ein, um über vier Titel zu diskutieren, immer aus verschiedenen literarischen Bereichen (Belletristik, Sachbuch, Graphic Novel usw.).

8. Mai
Nach einer fünfmonatigen Umbauphase wird das NS-Dokumentationszentrum München wiedereröffnet. Das Datum 8. Mai – der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs – markiert zugleich das zehnjährige Bestehen des Dokumentationszentrums. Seit Dezember 2024 wurden nun die Barrierefreiheit und die Sicherheit des Hauses verbessert. Darüber hinaus sind neue Räume für Kommunikation, Vermittlung und Austausch entstanden. Ein Café mit Shop ergänzt das neue Angebot.

Zum 80. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs spielen die Münchner Philharmoniker gemeinsam mit Mitgliedern des Israel Philharmonic Orchestra Mahlers 6. Symphonie in der Isarphilharmonie und setzen damit ein starkes Zeichen für Frieden, Versöhnung und Freundschaft - was noch vor 80 Jahren unvorstellbar gewesen wäre.

12. Mai
Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel stellt ihre gefeierte Autobiografie „Freiheit“ in der ausverkauften Großen Aula der LMU vor. Das Literaturhaus München veranstaltet diesen besonderen Abend in Kooperation mit der Universität im Rahmen „LMU im Dialog“.

15. Mai
Das Münchner Stadtmuseum eröffnet im historischen Zeughaus am St.-Jakobs-Platz seine Interimsausstellung „What the City. Perspektiven unserer Stadt“. Die Ausstellung ist bis Mitte 2027 zu sehen und ist während der Generalsanierung eine Möglichkeit für das Haus, weiterhin präsent zu sein.

30. Mai
Die neue zweite Spielstätte der Schauburg, das Schauburg Labor, wird in Ramersdorf eröffnet. Gemeinsam mit Bürgermeister Dominik Krause sowie Max Wagner, Geschäftsführer der Beisheim Stiftung, feiert Schauburg-Intendantin Andrea Gronemeyer mit Kindern und Jugendlichen aus den Schauburg LABs, ihren Familien sowie zahlreichen Menschen aus der Nachbarschaft mit einer bunten Show. Das neue Café Schauburg Labor wird ebenfalls eingeweiht.

2. Juni
Die Senioren Volkshochschule feiert ihr 50. Jubiläum. Gegründet 1975 in der Römerstraße in Schwabing, bietet sie heute als spezielles Bildungsprogramm der Münchner Volkshochschule (MVHS) das deutschlandweit größte Weiterbildungsprogramm für ältere Bürger*innen an. Das Sozialreferat fördert die Planung und Umsetzung eines altersbezogenen Bildungsangebots, seit 2014 in Kooperation mit den Häusern der MÜNCHENSTIFT auch im Bereich der aufsuchenden Bildungsarbeit für hochaltrige Menschen. Vom 2. bis 6. Juni feiert die MVHS das Jubiläum der Senioren Volkshochschule eine Woche lang mit einem kostenfreien Mitmachprogramm, Ausstellungen, Führungen und weiteren Kulturveranstaltungen im Bildungszentrum Einstein 28 und in allen Stadtbereichen der Münchner Volkshochschule. Den Auftakt der Festwoche markiert am 2. Juni das Bildungssymposium „(K)Eine Frage des Alters. Bildung in einer Gesellschaft des langen Lebens“, bei dem Forschende und Teilnehmende über das Lernen im (hohen) Alter und das Lernen für das Alter diskutieren.

27. Juni bis 6. Juli
Beim 42. Filmfest München trifft sich die Filmbranche wieder in der Landeshauptstadt bei rund 600 Filmvorführungen und Veranstaltungen. Weltstars wie Gillian Anderson, Stellan Skarsgård, Jay Duplass und viele weitere laufen dabei über den türkisblauen Isar Carpet. Am Ende werden 91.000 Besuche gezählt.

1. Juli
Dr. Markus Speidel tritt die Nachfolge der bisherigen Leiterin des Münchner Stadtmuseums, Dr. Frauke von der Haar, an, die in den Ruhestand geht. Er ist bereits mit dem Museum vertraut, da er seit 1. Oktober 2024 die Sammlung Stadtkultur im Haus am St.-Jakobs-Platz verantwortet.

5. Juli
Beim 1. Münchner Filmgipfel diskutieren Politiker*innen und Branchenvertreter*innen über Gegenwart und Zukunft des Kinos in München. Eingebettet ins Filmfest München treffen sie sich zu mehreren Panels im Amerikahaus. Unter dem Dreiklang „Kreativität vernetzen, Orte stärken, Filmkultur fördern“ sprechen unter anderem Clemens Baumgärtner, Michael Ott, Claire Schleeger und Michi Kern über räumliche und finanzielle Möglichkeiten.

23. Juli
Das Kulturreferat und der Bezirksausschuss 19 stellen den neuen KulturGeschichtsPfad für den Stadtbezirk Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln vor. Anhand von zwei Rundgängen und einer Radtour präsentiert der Stadtteilführer lokale Berühmtheiten wie auch Lebensgeschichten „einfacher“ Leute aus den Vierteln.

24. bis 27. Juli
An der Schauburg findet unter dem Motto „Bühne frei für das BTJT!“ das Bayerische Theaterjugendclubtreffen 2025 statt. Gastgeber des Festivals sind die Schauburg – Theater für junges Publikum und die Münchner Kammerspiele. Zu Gast sind 106 Teilnehmende im Alter von 12 bis 26 Jahren von acht Theaterjugendclubs aus fünf verschiedenen bayerischen Städten: Staatstheater Augsburg, ETA Hoffmann Theater Bamberg, Theater Hof, Theater Pfütze Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, und aus München das Young Pathos Kollektiv, Staatstheater am Gärtnerplatz und die Münchner Kammerspiele zusammen mit der Schauburg.

1. September
Marina May wird neue Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule. Sie folgt auf Dr. Susanne May, die nach 30 Jahren in der Leitung der MVHS in Ruhestand geht. Marina May, mit ihrer namensgleichen Vorgängerin nicht verwandt, wird gemeinsam mit Managementdirektor Dr. Martin Ecker die Geschäfte der MVHS leiten.

Marina May startet als Programmdirektorin in der Geschäftsführung der Münchner Volkshochschule (MVHS). Zusammen mit Managementdirektor Dr. Martin Ecker verantwortet Marina May das Programm der größten Volkshochschule Deutschlands mit jährlich 18.000 Kursen und Veranstaltungen und 1,7 Millionen Besuchen.

Nach dem Ausscheiden von Paul Müller im Dezember 2024 übernimmt Florian Wiegand zum 1. September 2025 offiziell die Intendanz der Münchner Philharmoniker.

10. September
Das Flanders Festival Gent lädt die Münchner Philharmoniker vom geplanten Konzert am 18. September aus. Begründet wurde die Ausladung damit, dass der in Tel Aviv geborene Lahav Shani auch Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra sei. Oberbürgermeister Dieter Reiter, Kulturreferent Marek Wiechers und der Intendant der Münchner Philharmoniker Florian Wiegand äußern ihr Entsetzen über die Ausladung in einem gemeinsamen Statement.

13. Oktober
In der Städtischen Galerie im Lenbachhaus eröffnet die Ausstellung "Shifting the Silence. Die Stille verschieben. Gegenwartskunst am Lenbachhaus" mit 83 Werken, von denen 55 dem Lenbachhaus von Privatpersonen, Künstler*innen und Stifter*innen geschenkt wurden.

14. Oktober
Der Philosoph und Zukunftsforscher Prof. Lucian Hölscher eröffnet mit einem Vortrag in der Münchner Volkshochschule (MVHS) deren Schwerpunktprogramm „Zukünfte“. In über 200 Veranstaltungen widmet sich die MVHS den ganzen Herbst und Winter 2025/26 über gesellschaftlichen und individuellen Zukunftsbezügen.

15. Oktober
Die Stadtbibliothek Schwabing wird 100 Jahre alt und feiert dies mit einem Festakt. Die Einrichtung in der Hohenzollernstraße 16 bietet mehr als 37.000 Medieneinheiten an und zählte 2024 mehr als 150.000 Besucher*innen.

Mit einer großen Party und einer überdimensionalen Kunstinstallation der Münchner Designerin Ayzit Bostan startet der Gasteig in sein 40-jähriges Jubiläum – unter dem Motto „Feiert Kultur!“. Eine ganze Saison lang hängt die riesige Discokugel PLAY in der Halle E des Gasteig HP8 über den Köpfen der Besucher*innen. Damit feiert Europas größtes Kulturzentrum vier erfolgreiche Jahrzehnte „Kultur für alle!“.

17. Oktober
Das Museum Villa Stuck wird wiedereröffnet. In einer 18-monatigen Renovierungsphase wurden die Gebäudetechnik erneuert sowie Fassaden und Bauskulpturen renoviert. Außerdem präsentieren sich die historischen Räume in neuer Ausstattung, mit neuer Hängung und neuen Werken.

24. Oktober
Das neue Format PUBLIC ART PASSAGE der Kunst im öffentlichen Raum in München wird mit der britisch-nigerianischen Künstlerin Karimah Ashadu eröffnet. Auf elf Monitoren in historischen Vitrinen am Marienplatz 1 werden dauerhaft internationale Künstler*innen Medienkunst präsentieren.

31. Oktober bis 30. November
Eine stadtweite Kooperation zwischen Münchner Kultur-Akteur*innen stellt das „Bachfest“ im November 2025 dar. Der 100. Geburtstag des Münchner Bachfestes lädt dazu ein, in das „Universum Bach“ einzutauchen. Die Münchner Volkshochschule ist, wie schon beim Faust-Festival und Flower-Power-Festival, mit einem vielfältigen Programm vertreten – und das nicht nur für Musikliebhaber*innen: Mitmachangebote wie „Singen mit Bach“ mit den Arcis-Vocalisten, spannende Vorträge, barocker Tanz oder einen gemeinsamer Konzertbesuch.

12. November
40 Jahre nach seiner Eröffnung am 10. November 1985 feiert der Gasteig seinen Geburtstag mit einem Programm voller Überraschungen. Bürgermeister Dominik Krause, Gasteig-Geschäftsführerin Stephanie Jenke und die Leitungen der Institute im Gasteig verteilen einen Quadratmeter Geburtstagskuchen an rund tausend Kulturfans.

15. November
Ceren Oran erhält für ihre Schauburg-Inszenierung „Gute Wut“ den Deutschen Theaterpreis 2025 DER FAUST in der Kategorie "Regie Theater für Junges Publikum". Die Uraufführung fand am 8. März 2025 statt und war zugleich die erste Premiere im Schauburg Labor, der neuen Spielstätte der Schauburg, statt. Ceren Oran ist Förderpreisträgerin TANZ der Stadt München 2022. Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST ist der wichtigste Theaterpreis und wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein zusammen mit der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und der Kulturstiftung der Länder in einzelnen Kategorien vergeben.

18. November
Zusammen mit dem NS-Dokumentationszentrum führt das Literaturhaus München die gemeinsame Reihe „Unsere Zeit verstehen“ fort. Der Historiker Norbert Frei nimmt das 150. Geburtsjahr des ersten Bundeskanzlers zum Anlass, seine hellsichtige und gleichzeitig schonungslose Biografie Konrad Adenauers vorzulegen (C.H.Beck).

20. November
Die Ausstellung „Stadt in Trümmern – Herbert List und die Ruinenfotografie in München“ der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums wird eröffnet und war bis Mitte Dezember zu Gast in der Rathausgalerie. 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Aus diesem Anlass zeigte die Sammlung eine Auswahl von Trümmerfotografien der direkten Nachkriegszeit mit Arbeiten von Herbert List, Clemens Bergmann, Dorothea Brockmann, Johann Danböck und Helmut Silchmüller.

3. Dezember
Das Projekt „mona lea“ der Münchner Volkshochschule (MVHS) wird am 3. Dezember in Berlin im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet, als eine Siegerin im Wettbewerb „Zusammen wachsen: Gute Ideen für Integration am Arbeitsmarkt.“ mona lea ist eine Maßnahme zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung für Migrantinnen, gefördert aus Mitteln des Sozialreferats und Eigenmitteln der Münchner Volkshochschule GmbH. Sie gehört zum Verbundprojekt Perspektive Arbeit (VPA) und wird durch das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) gefördert.

17. Dezember
Das Literaturhaus München eröffnet mit „Tove Jansson: Die Welt der Mumins“ seine zweite Familienausstellung. Wieder herzlich eingeladen zum Besuch sind natürlich außerdem Münchner Schüler*innen, Kooperationen insbesondere mit den Grundschulen sind angestrebt. Ende der Ausstellung: 12. April 2026.

21. Januar
Der Kabarettist, Musiker und Autor Josef Brustmann und die Theater-, Radio- und Kunstschaffende Gesche Piening werden mit den Ernst-Hoferichter-Preisen ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1975 an Münchner Autor*innen der erzählenden Kunst vergeben, die – wie Ernst Hoferichter – Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbindet.

26. März
Der Frauentreffpunkt Neuperlach e.V. wird mit dem Anita Augspurg Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wird, würdigt die Stadt München Leistungen, die zur Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen beitragen.

30. April
Der Verleger Lothar Schirmer wird mit dem Kulturellen Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich an eine Persönlichkeit von internationaler Ausstrahlung mit engem Bezug zu München für ihre kulturellen beziehungsweise wissenschaftlichen Leistungen vergeben.

30. April
Der Verleger Lothar Schirmer wird mit dem Kulturellen Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich an eine Persönlichkeit von internationaler Ausstrahlung mit engem Bezug zu München für ihre kulturellen beziehungsweise wissenschaftlichen Leistungen vergeben.

14. Mai
Der „Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen“ wird an die Staatliche Fachoberschule Germering für ihr Podcast-Projekt „12 Folgen, 12 Schüler, 12 Geschichten gegen Hass, Gewalt und Ausgrenzung“ verliehen. Den Ehrenpreis der Jury erhält der Leiter des Jewish Chamber Orchestra, Daniel Grossmann. Die von der Münchner Ehrenbürgerin und Politikerin Professorin Dr. Hildegard Hamm-Brücher ins Leben gerufene Stiftung „Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen“ lobt den Preis biennal für besonderes gesellschaftliches und politisches Engagement aus

27. Juni
Die Starter-Filmpreise gehen an Maximilian Weigl für „Das Zittern der Aale“, Lou von Sohlern und Matilda Mokina für „Queer Exile“ sowie an Louise Zenker und Daood Alabdulaa für „WALUD“. Den Starter-Filmpreis/Produktion erhält Nathan Engelhardt für „Les Gorges du Verdon“.

2. Juli
Enji, Evi Keglmaier, Angela Metzger, Philipp Schiepek und die Band „Widersacher aller Liedermacher“ werden mit den Förderpreisen für Musik ausgezeichnet. Die Preise werden alle zwei Jahre für künstlerisch herausragende Leistungen bzw. ungewöhnliche künstlerische Positionen in allen Stilrichtungen der zeitgenössischen Musik und allen künstlerischen Bereichen verliehen.

17. Juli
Die Stadt vergibt Stipendien im Bereich der Popmusik für die Produktion von Musikalben oder Formate vergleichbarer künstlerischer Relevanz an Cosma Joy, Lener, Saguru, Vandalisbin und Polygonia / Popp zu jeweils 8.000 Euro. Zudem gehen vier Stipendien in Höhe von jeweils 2.000 Euro an Daniel He, Flo Førg, Shā Mò und Su Yono.

20. August
Der Stadtrat beschließt, die Arbeitsstipendien für Münchner Autor*innen an Désirée Opela und Sina Scherzant für ihre neuen literarischen Projekte zu vergeben. Mit den Arbeitsstipendien werden in München lebende Autor*innen gefördert, die sich mit ihrem literarischen Werk bereits erfolgreich ausgewiesen haben.

17. September
Mit den jährlich vergebenen Kino-Programmpreisen werden neun Münchner Programmkinos ausgezeichnet: City-Atelier Kinos, Kino Solln, Leopold Kino, Monopol Kino, Neues Maxim Kino, Neues Rottmann Kino, Studio Isabella, Theatiner Film und Werkstattkino e.V..

30. September
Die Journalistin Annette Ramelsberger wird mit dem Publizistikpreis ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben für eine herausragende publizistische Gesamtleistung in Wort, Ton und/oder Bild, verbreitet in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, im Hörfunk und/oder Fernsehen. Die für die Auszeichnung in Frage kommenden Persönlichkeiten sollen durch ihr Wirken dazu beigetragen haben, München als Medienstadt Profil zu geben.

8. Oktober
Die Tänzerin und Choreografin Zufit Simon wird mit dem Tanzpreis der Stadt München ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen in allen Stilrichtungen des Tanzes sowie Personen oder Personengruppen, die München als Kulturstadt Geltung und Ansehen verschaffen.

15. Oktober
Die Stadt München vergibt Stipendien für Musik an Nikolaus von Bemberg-Flamersheim, Franz Josef Ferdinand Himpsl, Julia Hornung, Mira Mann und Marina Schlagintweit. Das Stipendium für Akteur*innen im Kinder- und Jugendbereich geht an mini.musik. Die Stipendien für Bildende Kunst erhalten Sima Dehgani, Melina Hennicker & Michael Schmidt & Andreas Woller, Franziska Schrödinger, Aelita le Quément & Veronica Burnuthian, Michael Mönnich und Ossian Fraser. Den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Musik erhält Fabian Blum, im Bereich Bildende Kunst geht der Preis an Johannes Kiel.

27. Oktober
Die Künstlerin Cana Bilir-Meier wird für ihr außerordentliches Engagement und ihre besonderen Verdienste mit dem Kunstpreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird alle drei Jahre für das herausragende Gesamtwerk von Künstler*innen verliehen, die eine enge Verbindung zu München als Ort ihres Schaffens haben.

3. November
Die Schriftstellerin Susanne Röckel, das Künstlerkollektiv aus-ARTen und der glitch Bookstore werden mit den Schwabinger Kunstpreisen für ihre besonderen kulturellen und künstlerischen Leistungen für Schwabing im Sinne seiner Tradition ausgezeichnet. Gestiftet werden Schwabinger Kunstpreise von Charly und Max Eisenrieder – Café Münchner Freiheit, der Stadtsparkasse und der Stadt München.

10. November
Das Netzwerk „Recherche Nord“, das sich seit mehr als 20 Jahren der Aufdeckung rechtsextremer Netzwerke widmet, wird mit dem Georg-Elser-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Stadt München Menschen mit Zivilcourage, die sich für demokratische Errungenschaften einsetzen und den Geist Georg Elsers auf beispielhafte Weise verkörpern: den Mut, frühzeitig Unrecht zu erkennen, nicht zu schweigen und entschlossen dagegen vorzugehen.

13. November
Der Kabarettist Max Uthoff wird mit dem Dieter-Hildebrandt-Preis ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird jährlich für anspruchsvolles politisches bzw. dezidiert gesellschaftskritisches Kabarett vergeben.

25. November
Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey werden für ihr Buch „Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“ mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Der Preis der Stadt München und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird vergeben an Werke, die von geistiger Unabhängigkeit zeugen und geeignet sind, bürgerliche Freiheit, moralischen und intellektuellen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben.

1. Dezember
Der Produzent Thomas Wöbke wird mit dem Filmpreis ausgezeichnet. Der Preis ist die höchste Auszeichnung im Bereich Film und wird für das herausragende Gesamtwerk von Filmschaffenden vergeben, die in ihrem Werk eine deutliche Beziehung zu München erkennen lassen.

2. Dezember
Die Stadt München zeichnet Pierre Jarawan für seinen Roman „Frau im Mond“ mit dem Tukan-Preis aus. Die Auszeichnung würdigt eine inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung.

10. Dezember
Die Literaturstipendien der Stadt München werden im Literaturhaus verliehen. Sie gehen an die Autor*innen Volha Hapeyeva, Louise Kenn, Kerstin Pistorius, Lilian Robl, Theresa Seraphin sowie an Ulrike Steinke (Illustration), Alexandra Gutzke (Kinderbuch), Gregor Locher (Jugendbuch), Christiane Burkhardt und Katharina Martl (beide Übersetzung). Den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur erhält der Dramatiker Jonas Hirner.

13. Dezember
Der britische Regisseur Harris Dickinson wird für seinen Spielfilm „Urchin“ mit dem Werner-Herzog-Filmpreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird vergeben an Filmemacher*innen oder Schauspieler*innen, die mit Mut, Entschlossenheit und Visionen im und um den Film herum arbeiten.

Mit der Medaille „München leuchtet“ in Silber wurde unter anderem Anton Biebl in Anerkennung seiner Verdienste um die Stadt München  ausgezeichnet.

 

7. Januar
Zum 41. Jahrestag des Brandanschlags auf die Diskothek Liverpool setzt die Stadt München eine Gedenkstele am historischen Ort in der Schillerstraße 11a. Bei dem Anschlag der rechtsterroristischen „Gruppe Ludwig“ am 7. Januar 1984 wurden acht Menschen teils schwer verletzt. Eine junge Münchnerin verstarb in Folge des Attentats.

10. Februar
Mit einem internationalen Gedenkakt erinnert die Stadt an die Opfer des tödlichen palästinensischen Terroranschlags vom 10. Februar 1970 am ehemaligen Flughafen München-Riem. Eröffnet wird der Erinnerungsort „München-Riem 1970“ mit einem Kunstwerk von Alicja Kwade und einer städtischen Gedenktafel. Der Erinnerungsort, der am Firmensitz der Brainlab AG liegt, ist in langjähriger Zusammenarbeit mit den Familienangehörigen der Attentatsopfer entstanden.

31. März
Die Stadt München setzt Erinnerungszeichen für fünf jüdische Bürger*innen, die von 1942 bis 1944 im Nationalsozialismus ermordet wurden. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung zu Ehren von Minna Hirschberg, Hermine Bernheimer, Hermann Binswanger sowie Erna und Friedrich Siegmund Marx im Bayerischen Nationalmuseum werden die Stelen und Wandtafeln an den früheren Wohnorten der NS-Opfer angebracht. Mehr als 70 Angehörige kamen zu diesem Anlass nach München. Seit 2018 hat die Stadt bislang 317 Erinnerungszeichen gesetzt, in 2025 für mehr als 50 Personen an 20 verschiedenen Orten..

8. Mai
Zum 80. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus werden die städtischen Dienstgebäude beflaggt. Bereits seit Januar hat das Kulturreferat mit dem Programm „1945 - 2025 Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind“ die Nachkriegszeit und ihre Auswirkungen auf die heutige Stadtgesellschaft beleuchtet. 220 Veranstaltungen hat die Abteilung Public History München dafür koordiniert.

15. Juni
Anlässlich des 20. Todestags von Theodoros Boulgarides lädt seine Familie gemeinsam mit der Stadt München zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Karlsplatz ein. Theodoros Boulgarides war am 15. Juni 2005 vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in seinem Schlüsseldienst in der Trappentreustraße ermordet worden.

22. Juli
Zum 9. Jahrestag des rassistischen Attentats am Olympia-Einkaufszentrum lädt die Stadt München zu einer Gedenkveranstaltung am Denkmal „Für Euch“ in der Hanauer Straße ein. Bereits im April wird für die Hinterbliebenen und Betroffenen des Attentats von 2016 ein neuer Gedenkraum in Moosach eröffnet. Er löst den bisherigen Gedenkraum in der Dienerstraße ab. Zudem beschließt der Stadtrat im Juli die Finanzierung von Gedenkgräbern für die Opfer des Attentats, die auf den Münchner Friedhöfen beerdigt sind.

19. September
Ein Teilstück der Corneliusstraße – zwischen Prälat-Zistl- und Blumenstraße – wird künftig den Namen Fritz-Neuland-Straße tragen. Das beschließt der Kommunalausschuss des Stadtrats nach Vorberatung durch den Ältestenrat einstimmig. Damit setzt die Stadt ein starkes Zeichen: Sie würdigt den Mut und die Entschlossenheit eines Mannes, der entscheidend dazu beitrug, dass nach der Shoa jüdisches Leben in München wieder aufblühen konnte.

26. September
Anlässlich des 45. Jahrestags des Oktoberfest-Attentats laden die Stadt München und die Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbunds zu einer Gedenkveranstaltung am einstigen Ort des Geschehens ein – dem Haupteingang zum Oktoberfest. An den rechtsextremistisch motivierten Anschlag, bei dem 13 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt wurden, erinnert zudem die Diskussion „45 Jahre umkämpfte Erinnerung“, die am Abend im Rathaus stattfindet.

9. November
Die Stadt München gedenkt ihrer jüdischen Bürger*innen, die in der Pogromnacht 1938 und in den darauffolgenden Jahren entrechtet, verfolgt, deportiert, in den Suizid getrieben oder ermordet wurden. Die Gedenkveranstaltung findet im Saal des Alten Rathauses, dem historischen Ort der Proklamierung der „Kristallnacht“ statt.

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