Hanne-und-Hermann-Lenz-Aufenthaltsstipendium
In Kooperation mit der Hermann-Lenz-Stiftung schreibt die Landeshauptstadt München 2026 erstmals einen Residenzaufenthalt für Autor*innen aus.
Hermann-Lenz-Stiftung und Wohnhaus
Der Schriftsteller Hermann Lenz wurde 1995 mit dem Literaturpreis der Stadt München geehrt. Das Wohnhaus des Ehepaars Hanne und Hermann Lenz wird heute von der Hermann-Lenz-Stiftung verwaltet und ab 2027 für Aufenthaltsstipendien an deutschsprachige Autor*innen zur Verfügung gestellt.
Hermann Lenz hat mit seiner Frau Hanne Lenz von 1975 bis zu seinem Tod 1998 in München gelebt. Er gelangte spät zu Ruhm und Erfolg – nicht zuletzt durch Vermittlung des späteren Nobelpreisträgers Peter Handke, der sozusagen als erster „Writer in Residence“ fast ein Jahr im Münchner Zuhause des Ehepaars Lenz verbrachte.
Hermann und Hanne Lenz errichteten im Jahr 1993 eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz München. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung des Andenkens und des Werkes von Hermann Lenz, im engeren Sinn die finanzielle Unterstützung von Autor*innen sowie Literaturwissenschaftler*innen zur Förderung ihrer schriftstellerischen oder wissenschaftlichen Tätigkeit durch Vergabe von Stipendien und/oder Sachleistungen.
Die Stiftung vergab bereits seit ihrer Gründung und Einrichtung ab 1997 Förderstipendien an zahlreiche Autor*innen, die mittlerweile selbst vielfach ausgezeichnete und erfolgreiche Literat*innen sind, darunter etwa Olga Grjasnowa, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Daniela Danz, Nico Bleutge, Martina Hefter, Julia Schoch, Catalin Dorian Florescu, Lutz Seiler, Jagoda Marinić, Doron Rabinovici oder Felicitas Hoppe.
Die Stiftung verwaltet auch das Wohnhaus (und ehemalige Elternhaus von Hanne Lenz, geb. Trautwein) in der Mannheimer Straße 5 mit dem vollständig erhaltenen Arbeitszimmer von Hermann Lenz. Nach dem Tod der Stifterin Hanne Lenz 2010 wurde das Haus durch das sich seitdem im Dachgeschoß befindende Architekturbüro Beate Grentzenberg und Thomas Rauch behutsam saniert und modernisiert. Es steht nun auch für Aufenthaltsstipendien, Veranstaltungen und zur Besichtigung zur Verfügung.
Beginn und Dauer
Das Hanne-und-Hermann-Lenz-Aufenthaltsstipendium soll zweimal jährlich vergeben werden und ist für die Dauer von jeweils drei Monaten angelegt (jeweils März / April / Mai und September / Oktober / November). Es wird 2026 erstmals für das Frühjahr 2027 (ab März) ausgeschrieben.
Hanne-und-Hermann-Lenz-Aufenthaltsstipendium
Die Hermann-Lenz-Stiftung ermöglicht im Stiftungssitz, dem ehemaligen Wohnhaus des Ehepaars Lenz in der Mannheimer Straße 5 den Aufenthalt einer Stipendiatin oder eines Stipendiaten (Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Bad); eingeschlossen ist die Mitbenutzung der sorgsam renovierten, weitgehend im Originalzustand erhaltenen ehemaligen Wohnräume, der Küche und des Gartens. Im Haus sind zwei Zimmer sind vermietet, die Stiftungsverwaltung befindet sich ebenfalls dort.
Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München stellt eine Aufenthaltspauschale von jeweils 2.500 Euro pro Monat zur Verfügung.
Es handelt sich um einen dreimonatigen Residenzaufenthalt für eine*n Autor*in.
Idealerweise haben sie oder das eigene Werk oder Schreibvorhaben einen Bezug zum Werk von Hermann Lenz.
Beginn und Dauer
Das Hanne-und-Hermann-Lenz-Aufenthaltsstipendium soll zweimal jährlich vergeben werden und ist für die Dauer von jeweils drei Monaten angelegt (jeweils März / April / Mai und September / Oktober / November). Es wird 2026 erstmals für das Frühjahr ab März 2027 ausgeschrieben.
Kontakt für Rückfragen
Bei Fragen können Sie sich auch persönlich an uns wenden:
Kulturreferat: katrin.dirschwigl@muenchen.de oder fridolin.schley@muenchen.de
Hermann-Lenz-Stiftung: Margit Ketterle, buero@hermann-lenz-stiftung.de