Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Schulpartnerschaften und Projektpartnerschaften

Münchner Schulen engagieren sich in formellen Schulpartnerschaften und Projektpartnerschaften.

Partnerschaften und Projekte von Münchner Schulen

Käthe Kollwitz Gymnasium

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Jahr für Jahr setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit viel Engagement dafür ein, die Bildungschancen ihrer Altersgenossinnen und Altersgenossen in dem kleinen Land zu verbessern. Partner des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums ist die Entwicklungshilfe-Organisation Project Human Aid e.V.

Ob Grundschule, weiterführende Schule oder berufliche Qualifizierung: Bildung bedeutet Zukunft. Für die Kinder und Jugendlichen in Burundi, das sich nur langsam von einem Jahrzehnte währenden Bürgerkrieg erholt, gilt das ganz besonders - doch allzu oft scheitert es an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, an fehlenden Lehrern, Schulmaterialien oder gar am Fehlen von Schulen selbst. Seit 2002 arbeitet Project Human Aid im besonders armen Osten Burundis daran, dieser deprimierenden Bilanz etwas entgegenzusetzen. So betreibt die Organisation, die aus einer Studienfreundschaft zwischen einem Burunder und einem Deutschen hervorgegangen ist, etwa eine Berufsschule für junge Frauen und ein kleines Internat, baut und saniert Klassenräume sowie sanitäre Anlagen, stellt Unterrichtsmaterialien bereit und finanziert Gehälter von Lehrkräften. Darüber hinaus ist Project Human Aid vorwiegend im Gesundheitssektor aktiv.

Seit vier Jahren gehört das Käthe-Kollwitz-Gymnasium zu den wichtigsten Unterstützern der kleinen Organisation. Denn Jahr für Jahr setzen die Schülerinnen und Schüler am „Sozialen Tag“ ihre Arbeitskraft und ihre Kreativität ein und versuchen einen Geldbetrag zu verdienen. Das Geld, das sie an diesem Tag einnehmen, behalten sie nicht etwa selbst, sondern stellen es u.a. für die Arbeit von Project Human Aid zur Verfügung. „Wir wollen mit unserem Einsatz deutlich machen, dass wir diejenigen nicht vergessen, die es nicht so gut haben wie wir“, sind sich Sandra Baumann und Sabine Seitz, die betreuenden Lehrerinnen und Luitpold Klotz, der Schulleiter, einig. „Das Bewusstsein dafür wachzuhalten und zugleich unseren Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu geben, ganz konkret zu helfen, das ist es, worum es uns geht.“ So tragen unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Einsatz jedes Jahr aufs Neue dazu bei, hunderten Gleichaltrigen in Burundi bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.


Weitere Informationen: www.project-human-aid.de

Kontakt:
Städtisches Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Nibelungenstr. 51a
80639 München

Spendenkonto:
Project Human Aid e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE7525120510000841830

Illustrationsbild aus Liberia
Andrea Schaal

Begonnen hat das globale Engagement mit einem Schüler-AK. Im Jahr 2002 gelang es Schülerinnen und Schülern einer siebten Klasse, für eine Demonstration unterrichtsfrei zu bekommen. So unerträglich fanden sie damals, was die Medien über ihre Altersgenossen in Westafrika berichteten. Charles Taylor, beherrschte mit seinem Blutdiamantenkrieg die Region. Liberia war sein Hinterland. Jungen und Mädchen im Alter von 13 wurden unter Drogen gesetzt, bewaffnet und dazu angestiftet Mädchen, Frauen, Eltern und Freunde zu berauben und zu vergewaltigen – kurz: im Zentrum dieses Krieges, der schon so alt war, wie die Kinder selbst, wurde zerstört, was eigentlich die Grundlage jeder Gesellschaft ist. Daraus entstand eine Motivation, die bis heute anhält.

Heute setzt sich das Liberiaprojekt am Münchner Pestalozzi-Gymnasium aus der Schülerinitiative Liberia-Ak und dem gemeinnützigen Verein Pro Liberia e.V. zusammen. Der Verein gehört zu einem Netzwerk von Personen und Vereinen, das liberianischen Bürgern die Sicherheit geben will, nicht allein gelassen zu sein.

Ihren Partnern in Liberia zeigen sie, dass durch die breit angelegten Leistungen, die von der Schulgeldzahlung und der individuellen Förderung bis zu persönlicher Begegnung und Lehrerfortbildung reichen. Kommunikation ist ihr Hauptanliegen. Der jährlich veranstaltete Afrikatag ist eine Informationsveranstaltung für die achten Klassen am musischen Gymnasium in München. In Vorträgen und Workshops geht es darum, sich über Liberia zu informieren und in der Begegnung mit dem anderen Kontinent auch mehr über sich selbst zu erfahren.

In einem Bücherprojekt mit der Jugendbibliothek am Gasteig wird ein Flyer mit Leseempfehlungen zu globalen Themen erstellt. Im Brieffreundschaftsprogramm lernen sich einzelne Schüler*innen persönlich kennen – in handgeschriebenen Briefen. Die Überbringenden der Briefe sind Reisende aus dem Netzwerk, das durch diese Funktion weiter gestärkt und vor allem in Liberia intensiviert wird.

Knapp 10 Jahre nach Kriegsende hat das Virus Ebola Liberia im Jahr 2014 heimgesucht und erneut vieles in Frage gestellt, was man bereits im Griff zu haben glaubte. Gesundheitssystem und Wirtschaft sind aus dem Gleichgewicht. Wer konnte, hat das Land verlassen. Erneut sind es die Armen, die bleiben. Hilfsorganisationen, so dringend sie benötigt werden, verderben die Preise und geschickte Geschäftsleute begünstigen den Preisanstieg. Die Schulen waren bis 2. Februar 2015 geschlossen. Es werden Kurzschuljahre folgen, über deren Lehrpläne noch gerätselt wird. Den schwachen Staat hat die Krise noch weiter geschwächt.

Das Pestalozzi-Gymnasium hat mit kleinen Unterrichtsprojekten dagegengehalten, die Jugendlichen informiert und sie in Kampagnen spüren lassen, dass sie selbst etwas bewegen können.

Geblieben ist aus der Ebolazeit auch das Reading-Room Projekt. Dabei handelt es sich um kleine Leihbibliotheken, die künftig in vielen Pfarrhäusern in Monrovia eingerichtet werden sollen. Außer Büchern gibt es hier einen Internetanschluss und die Gelegenheit zu lesen und sich zu unterhalten. Die Grundausstattung kommt aus Deutschland, der erweiterte Bestand aus Liberia oder seinen Nachbarländern selbst.

www.liberiaprojekt.de

Kontakt:
Liberiaprojekt am Pestalozzi-Gymnasium
z.H. Andrea Schaal
Eduard-Schmid-Straße1
81541 München

Email: info@liberiaprojekt.de
Facebook-Seite „liberiaprojekt“

Deutschland: andrea.schaal@arcor.de, Tel.: 0177-8011086
Liberia: johnnyclementkombo@yahoo.com, Tel.: 00231-776083288

Pro Liberia gemeinnütziger e.V.
Eduard-Schmid-Straße 1
81541 München
seit 2005: VR 18670, Steuernummer: 143/844/27916

Spendenkonto:
Pro Liberia e.V.
Stadtsparkasse München
IBAN: DE12 7015 0000 0905 2449 84
SWIFT-BIC: SSKMDEMM

Illustrationsbild zur Aktion „Pfand macht Schule"
Berufs- und Technikerschule an der Bergsonstraße

Das Flaschenpfand-Projekt: „Pfand macht Schule – Hilfe für Menschen in Not“

In den städtischen Berufsschulen und der Technikerschule für Elektrotechnik an der Bergsonstraße in München-Obermenzing gibt es ein beispielhaftes Projekt der Entwicklungszusammenarbeit, das mit wenig Aufwand einen ungeheuerlichen Erfolg erbringt.

Seit 1997 werden dort auf Grund einer Idee von Religionslehrern die leeren Flaschen der Schülerinnen und Schüler systematisch gesammelt. Dazu stehen in allen Klassenzimmern, Gängen und Treppenhäusern leere Kisten mit dem Logo der Aktion. Ein- bis zweimal in der Woche gehen die Schüler*innen einer Klasse oder Religionsgruppe durch das Schulhaus und sammeln die Flaschen ein.

Das Ziel der Aktion ist nicht nur zu helfen. Genauso wichtig ist es, dass die Schüler*innen Solidarität mit Menschen in Not entwickeln und dadurch ihr Verantwortungsgefühl für die "EineWelt“ wächst.

Dieses Projekt belegt erstklassig die Grundlagen der Chaostheorie: Aus minimalen Beträgen (10, 15, 20 Pfennig, heute Cent) wurde mit der Zeit und durch die Menge der Flaschen in mehreren Schulen bisher ein Betrag von mehr als 115.000,- Euro erzielt!
Mit diesem Geld wurden und werden weitere Projekte in Ländern Afrikas, Asiens, Südamerikas und in Deutschland unterstützt. Hier einige Beispiele:

  • Mit der Unterstützung zum Bau des Solarkochers weltweit, wurde die Entwicklungszusammenarbeit mit der Berufsschule in Altötting gefördert, die der Brennholzkrise, dem Waldsterben und der CO2 Belastung entgegenwirken will.
  • Hilfe für Opfer der Flutkatastrophe in Sri Lanka und auf den Philippinen
  • Brunnenbau in der Sahelzone
  • Hilfe für Opfer von Erdbeben in Pakistan
  • Organisation „Ärzte für die 3.Welt"
  • Missionsbenediktiner in ihrer Arbeit in Kilimahewa, Tansania
  • „Luz del dia - Licht des Tages e.V.“ - Hilfe für Leprakranke in Nicaragua
  • in Bayern: Die Korbiniansschule, heilpädagogische Tagesstätte Steinhöring.
  • Philip-Lahm-Stiftung: Bildung und Ausbildung in Deutschland und Afrika
  • Über den Verein „Hand in Hand für Uganda e.V.“ – wurden u.a. Schulbänke in einer vom Verein renovierten staatlichen Grundschule für 140 Kinder finanziert.

Haben Sie mehr Interesse, oder möchten das Projekt an Ihrer Schule kopieren, dann können Sie an Herrn Langsch von der städtischen Berufsschule für elektrische Anlagen- und Gebäudetechnik wenden unter thomas.langsch@muenchen.de

Jörg Mauch

Am Städtischen Lion-Feuchtwanger-Gymnasium und an der Parzivâl-Schule zur Lernförderung gibt es verschiedene Wohltätigkeitsaktionen für CHOICE FOR LIFE. Einmal im Jahr sammeln zum Beispiel die Unterstufenschüler*innen Pfandflaschen um die Wette. Nach circa fünf Wochen wird die Siegerklasse in der Aula mit einem Sonderwandertag geehrt und erfährt dabei, wie wichtig den Altersgenossen in Kenia die Schule ist und was mit dem Pfandgeld (im Jahr 2012 waren es sogar mehr als 1000 Euro) passiert. Der Erlös geht ohne Verwaltungskosten auf das kenianische Konto von "Choice for Life", einer vereinsmäßig organisierten Nachbarschaftshilfe für Aidswaisen im ländlichen Westen rund um die Stadt Kakemega.

Zur Zeit profitieren mehr als 160 Waisenkinder an drei Standorten von dem Geld aus Deutschland. Sie können nach dem Tod ihrer Eltern weiter in die Schule gehen, wenn sie bei ebenfalls armen Verwandten untergekommen sind. CHOICE FOR LIFE arbeitet dann mit den Vormündern zusammen und übernimmt die Schulgebühren, ohne die ein Kind von der Schule verwiesen wird. Auf diese Weise wird auch die soziale Integration dieser Kinder gefördert, die sonst im Teufelskreis von fehlender Schulausbildung und Arbeitslosigkeit hängen bleiben und als Kuh- oder Schafhirten ein erbärmliches Dasein fristen.

Die Arbeit von CHOICE FOR LIFE ist vielfältig und reicht von Mikrokrediten über Bildungs- und Aufklärungsarbeit, Krankentransporte, Medikamente, Hausreparaturen, Aufklärung & Beratung bis zur Betreuung der Selbsthilfegruppe der Witwen. Den Betroffenen, die selbst nicht zwingend HIV positiv sind, soll ein menschenwürdiges Leben mit Perspektiven ermöglicht werden. Lehrer*innen, Pfarrer*innen und Geschäftsleute gründeten CHOICE FOR LIFE im Jahr 2002 und leiten den Verein ehrenamtlich. Heute werden sie von drei hauptamtlichen Sozialarbeitern und einer Projektmanagerin unterstützt, und an drei Standorten stehen Räume für Gruppentreffen und Seminare zur Verfügung. Die Begünstigten sind persönlich bekannt und leben in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Der 2006 in Deutschland gegründete gemeinnützige Verein "Fair Aid e.V." hat circa 50 Mitglieder und organisiert Benefiz- und Informationsveranstaltungen. Über Besuche und Praktika wird persönlich Kontakt zu den kenianischen Aktivisten gehalten. Dieses europäische Interesse an ihrem Leben schafft Vertrauen und ist den Kenianern nach eigener Aussage genauso wichtig wie das überwiesene Geld.

Weitere Informationen:
www.fair-aid-ev.de
Facebook-Seite „Fair Aid“

Kontakt:
Lion-Feuchtwanger-Gymnasium
z.H. Friedemann Ries
Freiligrathstraße 71
80807 München

Email: info@fair-aid-ev.de

Fair Aid e.V.
Ritterstr. 4
79618 Rheinfelden

Spendenkonto:
IBAN: DE62683500480001056266
BIC: SKLODE66XXX