Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Attentats am OEZ

Zum 8. Jahrestag des Attentats lädt die Stadt am Montag, 22. Juli ab 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung vor dem Denkmal ein. Auch ein Livestream wird angeboten.

Livestream der Veranstaltung

Beitrag auf YouTube ansehen.

Gedenkveranstaltung am 22. Juli 2024

Denkmal "Für Euch" zur Erinnerung an die Opfer des rassistischen Attentats vom 22. Juli 2016
Denkmal "Für Euch"

Am 22. Juli 2016 tötete ein 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und sich selbst. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. An die Opfer des rassistischen Attentats erinnert seit 2017 das Denkmal „Für Euch“ an der Hanauer Straße 77.

Zum 8. Jahrestag des Attentats lädt die Stadt München am Montag, 22. Juli 2024 ab 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung vor dem Denkmal ein.

Es sprechen Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie Hinterbliebene des Münchner Attentats und anderer rassistischer Anschläge in Deutschland, darunter Halle und Hanau. Das gemeinsame Gedenken findet zum Tatzeitpunkt am Denkmal statt.

Den Jahrestag haben wieder die Angehörigen, Unterstützer*innen und Hinterbliebenen der Opfer maßgeblich gestaltet.

Information

Sperrung der Hanauer Straße

Damit ein würdiger und reibungsloser Ablauf der Gedenkveranstaltung gewährleistet ist, wird die Stadt München auch in diesem Jahr weiträumige Absperrungen um das Denkmal vornehmen. Wegen der Auf- und Abbauarbeiten für die Veranstaltung wird die Hanauer Straße bereits ab 11 Uhr bis voraussichtlich 22 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Erinnerungs- und Gedenkraum für die Angehörigen

Der Verwaltungs- und Personalausschuss des Stadtrats hat am 17. Juli 2024 auf Vorschlag von Oberbürgermeister Dieter Reiter beschlossen, einen Erinnerungs- und Gedenkraum für die Angehörigen des Attentats am Olympia-Einkaufszentrums dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Eine entsprechende Immobilie in Moosach steht dazu in Aussicht.

Derzeit steht den Angehörigen ein kleiner Raum in der Ladenzeile des Rathauses in der Dienerstraße zur Verfügung. Dort kommen die Angehörigen und deren Unterstützer*innen aus der Zivilgesellschaft zusammen, um zu erinnern, zu gedenken und zu trauern. Der Raum wird den Angehörigen unentgeltlich überlassen. Diese Nutzung war von Anfang an als vorübergehende Raumlösung gedacht.

Die Fachstelle für Demokratie und das Kommunalreferat waren daher bereits vor über einem Jahr vom Oberbürgermeister mit der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten zur Einrichtung eines dauerhaften Erinnerungs- und Gedenkortes beauftragt worden. Idealerweise sollte sich dieser in der Nähe des Moosacher Bahnhofes befinden – also in unmittelbarer Nähe zum Tatort des rechtsterroristischen Attentates von 2016 sowie in dem Viertel, in dem die meisten Angehörigen leben. Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig, erst kürzlich konnte eine geeignete Räumlichkeit gefunden werden. Kurz vor dem 8. Jahrestag des Attentats am OEZ hat der Stadtrat nun offiziell den Weg für eine langfristige Anmietung dieser Fläche geebnet.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Das schreckliche rechtsterroristische Attentat, das neun Menschen jäh aus dem Leben gerissen hat, darf nicht vergessen werden. Mit dem heutigen Stadtratsbeschluss und der Gedenkveranstaltung erinnern wir an die neun Opfer des rechtsterroristischen und rassistischen Attentats am Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kiliç und Sevda Dağ. Der Stadtrat hat heute den Weg bereitet, um den Angehörigen und Hinterbliebenen des Attentats eine dauerhafte Perspektive für ihre Trauer- und Gedenkarbeit vor Ort in Moosach zu eröffnen. Dafür bedanke ich mich. Ich wünsche den Angehörigen viel Kraft für ihren weiteren Weg.“

Ähnliche Artikel