Grün in der Stadt - Münchner Förderprogramm

Ob Vorgärten, Innenhöfe, Dächer oder Fassaden – die Stadt gewährt Eigentümer*innen Zuschüsse für Begrünung und Entsieglung.

Grün in der Stadt ist wichtig – lebenswichtig

Grün in der Stadt
Elke Kressirer

Öffentliche Parks und Grünflächen wirken positiv auf das Klima in der Großstadt, erhöhen die Lebensqualität und tragen zur sozialen Integration bei. Doch auch jeder üppig bepflanzte Innenhof, jedes noch so kleine begrünte Garagendach und jeder Quadratmeter, der entsiegelt wird, leisten einen wertvollen Beitrag dazu. Um Münchner Bürger*innen zu motivieren, auf eigenem Grund oder einem Firmengelände etwas für mehr Grün in ihrer Stadt zu tun, unterstützt die Landeshauptstadt München dieses Engagement mit dem bereits 1977 aufgelegten Förderprogramm. Seitdem schreibt die Stadt das Programm, das sich in erster Linie auf Wohngebiete mit dichter Bebauung und wenig Grünflächen konzentriert, regelmäßig fort.

Für eine Neugestaltung von Innenhöfen und Vorgärten, für die Begrünung von Dächern und Fassaden, die Entsiegelung von Flächen sowie für eine naturnahe Begrünung von Firmengeländen gewährt die Stadt München den Eigentümer*innen Zuschüsse.

Förderprogramm Begrünung

Einen Antrag auf Förderung der Begrünung können Sie stellen, wenn das Anwesen mehr als drei Wohneinheiten oder eine Gewerbefläche umfasst und die Begrünung eine freiwillige Maßnahme darstellt. Setzen Sie sich bitte vor Baubeginn in Verbindung mit:

Referat für Klima- und Umweltschutz
Tel. 089/233-37962
begruenung-foerdern.rku@muenchen.de

Etwas tun für mehr Grün in der Stadt

Baureferat

Die Qualität der unmittelbaren Wohnumgebung verbessern – mit Innenhofbegrünung.
Hier liegt oft ungenutztes Potenzial brach: Zur nachhaltigen Stadtentwicklung kann jeder beitragen, der – vielleicht gemeinsam mit der Nachbarschaft – seinen Innenhof begrünt. So entstehen neue Aufenthaltsbereiche im Freien und Orte der Begegnung mit gemütlichen Sitzecken, attraktiven Spielbereichen und farbenfrohen Pflanzbeeten.

Selbst kleine Maßnahmen wirken Wunder und verwandeln beengte Hinterhöfe in grüne Oasen mit Rasenflächen, Bäumen, Blumen, Gräsern und Wasserspielen. Sie fördern die Artenvielfalt auf kleinstem Raum und tragen wesentlich zur Erholung im unmittelbaren Wohnumfeld bei.
Die Ernte selbst gezogener Tomaten, Paprika und Erdbeeren vom kleinen Beet im geschützten Innenhof ist immer ein kleines Erlebnis.

Sabine Schaffner

Das Kleinklima spürbar verbessern – mit begrünten Dächern.
Sowohl bei Wohn- als auch bei Gewerbebauten erweist sich eine Dachbegrünung als sinnvoll. Denn wer sein vielleicht ohnehin zu sanierendes Dach vom Fachbetrieb begrünen lässt, investiert nicht nur in den Werterhalt seines Gebäudes, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas.

Grüne Dächer

  • kühlen im Sommer Dach und Umgebung durch Verdunstung und verminderte Aufheizung
  • isolieren im Winter und verhindern extreme Temperaturschwankungen
  • sparen Energie
  • speichern Regenwasser
  • verlängern die Lebensdauer der Dachkonstruktion
  • verursachen geringen Pflegeaufwand

Ob flach oder flach geneigt – Dächer lassen sich begrünen. Die meisten Garagendächer oder Tiefgaragenzufahrten sind ebenfalls gut geeignet für eine Begrünung mit niedrig wachsenden Pflanzen.

Baureferat

Das Stadtquartier attraktiver gestalten – mit begrünten Wänden.
Wenn in den Straßen der Großstadt Flächen für die Begrünung fehlen, können begrünte Fassaden einen Ausgleich schaffen. Zudem verschönert rankendes Grün auch triste Brandschutzmauern und Müllhäuschen.

Fassadenbegrünungen

  • haben positive lufthygienische und stadtökologische Wirkungen
  • reduzieren im Sommer die Aufheizung des Gebäudes
  • halten Niederschlagswasser zurück
  • bieten Insekten und Vögeln neuen Lebensraum im Stadtgrün

Wilder Wein, Waldrebe, Knöterich, Glyzinie oder Geißblatt klettern ausgesprochen schnell nach oben und sorgen für ein Naturerlebnis im Wandel der Jahreszeiten.

Baureferat

Geld sparen und das städtische Kanalsystem entlasten – mit entsiegelten Flächen.
Wer auf seinem privaten Grundstück den asphaltierten Hof oder den versiegelten Garagenvorplatz mit neuen, wasserdurchlässigen Belägen gestaltet, kann bei der Landeshauptstadt einen Zuschuss beantragen.
Sickerfähige Beläge für Zufahrten, Höfe, Stellplätze und Wege senken außerdem auch Niederschlagswassergebühren.

Beides gilt unter bestimmten Voraussetzungen auch für Dachbegrünungen.

Christoph Bücheler

Grün statt Grau
Gewerbe- und Industrieflächen, die entsiegelt und naturnah begrünt sind, lassen Niederschlagswasser schneller im Boden versickern und sichern Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume. Sie sind damit ein wichtiger Baustein für die Biodiversität in unserer Stadt. Zudem bieten sie den Beschäftigten ein angenehmes Umfeld und sind wenig pflegeaufwändig.

Grünflächen bei Firmengeländen

  • tragen zur biologischen Vielfalt bei
  • können die Architektur von Firmengebäuden aufwerten
  • sorgen für Wohlbefinden der Beschäftigten
  • sind wenig pflegeaufwändig

Die Begrünung der Dachflächen, der Fassaden und des Firmengeländes mit heimischen Gehölzen, Stauden und Gräsern lässt sich sowohl beim Umweltmanagementsystem ÖKOPROFIT als auch im Rahmen des europäischen Umweltzertifizierungssystems EMAS anrechnen.

Und noch mehr Grün

Tag der offenen Gartentür

Eine gute Gelegenheit, auch anderen eine Anregung zu geben und seinen neu gestalteten Garten zu präsentieren, ist der Tag der offenen Gartentür, den die Kreisverbände der Gartenbauvereine in ganz Bayern organisieren. Nähere Informationen zum Wettbewerb und zum Tag der offenen Gartentür erhalten Sie ebenfalls beim Referat für Klima- und Umweltschutz.

Wettbewerb

Um den überdurchschnittlichen Einsatz bei der Begrünung von Höfen, Vorgärten, Außenanlagen und Gewerbeflächen zu würdigen, schreibt die Landeshauptstadt im zweijährigen Turnus den Wettbewerb „Mehr Grün für München“ aus. Besonders gelungene Projekte werden mit kleinen Geldpreisen und einer Urkunde honoriert.

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