Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Förderpreis Tanz

Auszeichnung einer aktuellen künstlerisch herausragenden Leistung.

Für eine künstlerisch herausragende Leistung

Einzelpersonen oder Ensembles in allen Stilrichtungen des Tanzes können den Förderpreis erhalten. Er wird biennal verliehen und ist mit 8.000 Euro dotiert. Für Auszeichnungen kommen Künstlerinnen und Künstler sowie Ensembles in Betracht, die in der Region München leben. Ihr Schaffen soll eng mit dem Kulturleben Münchens verknüpft sein.

Das Vorschlagsrecht hat eine vom Stadtrat berufene Kommission. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. 

Den Förderpreis Tanz erhielten

Jurybegründung

Ceren Oran ist eine Künstlerin, die die Münchner Tanzszene stärkt und bereichert. Tanz begreift sie nicht nur als Kunst-, sondern besonders auch als Kommunikationsform, weshalb ihre Arbeiten von einer großen Unmittelbarkeit geprägt sind und die direkte Verbindung zu ihrem Publikum suchen. Mit einem genuinen Interesse für die Entwicklung von Tanzproduktionen für junges Publikum kreiert sie poetische Stücke über die großen und kleinen Themen des Lebens, die uns keine Antworten präsentieren, sondern zu Fragen inspirieren. Auch in ihren Stücken, die nicht explizit für Kinder und Jugendliche konzipiert sind, schwingt der suchende, forschende Aspekt immer mit. Einerseits verhandelt sie dabei ganz konkrete Themen wie Identität, Heimat oder die Schnelllebigkeit der Gesellschaft, andererseits nehmen ihre Arbeiten häufig auch eine reflektierende Metaperspektive ein, die auf lustvolle Art und Weise den Tanz und seine Relevanz in unserem Leben befragt. Warum tanzen wir überhaupt? Was und wie kommunizieren wir mit Tanz und was können wir daraus lernen? Ob im öffentlichen Raum, im Klassenraum oder in der Tiefgarage - die Offenheit und Flexibilität des Formats ist dabei genauso unverzichtbar wie die erweiterte Idee von Choreographie: Worte, die zu tanzen beginnen oder eine Geste, die zu Musik wird. So entstehen Arbeiten, in denen es um die Idee von Zusammenarbeit geht und die sich über die übliche Positionierung der Genregrenzen hinwegdenken. Ceren Oran wurde in Istanbul geboren, studierte modernen Tanz sowohl an der Technischen Universität Yıldız als auch an der Salzburg Experimental Academy of Dance und absolvierte außerdem einen Master in Choreographie. Freiberuflich ist sie nicht nur als Tänzerin und Choreographin, sondern auch als Soundpainterin international tätig - eine Art gestisch-choreographisches Dirigat, mit dem sie multidisziplinäre Improvisationen live komponieren kann.
Seit 2014 lebt und arbeitet sie in München und kreierte hier zahlreiche Stücke wie beispielsweise „Heimat…los!“, „Rush Hour“, „Elefant aus dem Ei“, „Who is Frau Troffea“, „Fliegende Wörter“, „Schön Anders“, „The Urge“ und „Babel - A Ballet of Signs“. Ceren Oran ist so zu einer starken Stimme geworden, der wir weiter zuhören wollen.

  • 2022
    Ceren Oran
  • 2020
    Moritz Ostruschnjak
  • 2018
    Stephan Herwig
  • 2016
    Stefan Dreher
  • 2014
    Anna Konjetzky
  • 2012
    Sabine Glenz
  • 2010
    Ludger Lamers
  • 2008
    Claudia Senoner
  • 2006
    Ki-Hun Kim
  • 2004
    Mia Lawrence
  • 2002
    Olga Cobos und Peter Mika
  • 2000
    Tom Plischke
  • 1997
    Compagnie Dance Energy / Micha Purucker
  • 1994
    Viviana Marrone

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