Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Fachstelle für Demokratie

Die Fachstelle koordiniert das städtische Verwaltungshandeln für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

Die Fachstelle stellt sich vor

Geflüchtete ukrainische Roma
Geflüchtete ukrainische Roma

München ist eine weltoffene und tolerante Großstadt. Die Münchner Stadtbevölkerung wächst und wird immer vielfältiger im Hinblick auf die Herkunft, Hautfarbe, religiöse oder sexuelle Orientierung ihrer Bewohner*innen. Die Landeshauptstadt muss sicherstellen, dass alle Münchner*innen hier friedlich, solidarisch und gut zusammenleben können.

Aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Veröffentlichungen der Fachstelle für Demokratie finden Sie hier.

Die Fachstelle für Demokratie hat seit 2010 die Aufgabe, Aktivitäten und Maßnahmen zur Förderung des demokratischen Gemeinwesens und gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zu koordinieren. Ziel ist es, Ausgrenzung, Abwertung und Ausschluss, beispielsweise aufgrund von Hautfarbe, (vermuteter) Herkunft oder Religionszugehörigkeit, entgegenzuwirken und demokratische Werte auf neue und innovative Weise in die Stadtgesellschaft und die -verwaltung zu tragen. Dadurch sollen die Bürger*innen ermutigt werden, möglicherweise bestehende eigene Vorurteile zu reflektieren, aber sich auch in ihren eigenen Lebenszusammenhängen gegen Rassismus und die Abwertung von Anderen zu positionieren.

Tätigkeitsschwerpunkte

Für den Oberbürgermeister, die Bürgermeisterinnen und die Stadtspitze:
Beratung in der Auseinandersetzung mit demokratie- und menschenfeindlichen Tendenzen in der Münchner Stadtgesellschaft, insbesondere im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und weiteren Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie im djihadistischen Salafismus.

Für Stadträt*innen: fachliche Beratung, Berichterstattung und Erarbeitung von Beschlussvorlagen.

Für die Verwaltung / Referate: Beratung, Koordination, Steuerung und juristische Expertise im Umgang mit Herausforderungen oder Bedrohungen im Bereich der verschiedenen Formen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Für die Bezirksausschüsse: Vernetzung und Informationsaustausch zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und den Bezirksausschüssen gegen demokratie- und menschenfeindliche Aktivitäten und für die Entwicklung von lokalen Maßnahmen der Demokratieförderung. Vertretung der Landeshauptstadt München bei den o.g. Themen in der Kommune, dem bayerischen und deutschen Städtetag sowie auf Landes-, Bundes-, und auf europäischer Ebene (u.a. Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)).

Für Münchner*innen / Für Initiativen und Vereine der Münchner Zivilgesellschaft:
Beratung – bspw. im Umgang mit rechtspopulistischen Kampagnen –, Unterstützung, Zusammenarbeit und Förderung von Bürgerinnen und Bürgern.

Für die Stadtgesellschaft:

Organisation und Durchführung von Veranstaltungsreihen und Kampagnen (u.a. „Laut gegen Brauntöne!“,

  • „München ist bunt! … auch in Gaststätten und Hotels“,
  • „München zeigt Gesicht“, „Kunst Kultur Respekt“,
  • „Wählen gehen für Demokratie und Menschenrechte!“,
  • „Für mich. Für München. Kommunalwahl 2020.“).

Gestaltung und Koordination des jährlichen Programms zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus der Landeshauptstadt München und Durchführung weiterer Veranstaltungsreihen mit jährlichen Schwerpunkten und stadtweiten Kooperationspartnern.

Kooperationspartner

Das Kommunale Netzwerk – Anlaufstellen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Radikalisierung, Diskriminierung und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Die Landeshauptstadt München hat in den vergangenen Jahren ein Kommunales Netzwerk gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Radikalisierung, Diskriminierung und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geschaffen. In diesem wirken verschiedene Stellen und Initiativen aus Zivilgesellschaft und Verwaltung auf der Basis einer je eigenen Fachlichkeit und Spezialisierung zusammen.

Aus dem Netzwerk heraus werden Erfassung, Information, Beratung, pädagogische Vermittlung von Themen, Hilfestellung für Bürger*innen, Einrichtungen und andere Kommunen angeboten

Das Netzwerk dient:

  • Dem schnellen und verlässlichen Informationsaustausch
  • Der effizienten und fachlich kompetenten Bearbeitung sämtlicher Themen im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Der Interaktion der verschiedenen Stellen, um Überschneidungen zu vermeiden

Die Stärkung der lokalen Demokratie und die Arbeit gegen die extreme Rechte im Gemeinwesen zu befördern ist langfristige Herausforderung und Daueraufgabe zugleich. Hierbei gilt es, Multiplikator*innen, Zivilgesellschaft, kommunale Verwaltung und Politik ständig über extrem rechte Entwicklungen in unserer Stadt zu informieren.
Seit 2009 gibt es die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm). Diese ist organisatorisch angesiedelt beim Feierwerk e.V. Die firm ist unabhängige Anlaufstelle zu Fragen über extrem rechte Aktivitäten, Organisationen, Strukturen und Themen in der Landeshauptstadt München. Die firm recherchiert, beobachtet und analysiert aktuelle Entwicklungen in der regionalen extrem rechten Szene. Sie informiert und unterstützt Einrichtungen, Initiativen und Projekte in München, um extrem rechten Aktivitäten Raum und Ausbreitungsmöglichkeiten zu nehmen.
Die firm bietet Fachveranstaltungen zu der Thematik und Vorträge über extrem rechte Entwicklungen und Aktivitäten in München an. Zudem bietet die firm in Kooperation mit der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a. e.V.) einer Fachöffentlichkeit Zugang zu einer umfangreichen Bibliothek und Materialsammlung zum Thema.
Indem Wissen und Erfahrungen zur Verfügung gestellt werden, möchte die firm die Rahmenbedingungen für das Engagement gegen die extreme Rechte verbessern.
Seit 2017 dokumentiert die firm gemeinsam mit a.i.d.a. und BEFORE in der München-Chronik extrem rechte Aktivitäten, Übergriffe und menschenfeindliche Diskriminierungen: https://muenchen-chronik.de/
Fachinformationsstelle gegen Rechtsextremismus in München (firm)
Feierwerk e.V., Hansastr 39-41, 81373 München
firm@feierwerk.de, Tel: 089 / 46133090,
www.089-gegen-rechts.de

BEFORE ist eine Beratungsstelle, deren zwei Fachbereiche Hilfe für Betroffene von Diskriminierung und rechter, gruppenbezogen menschenfeindlicher Gewalt anbieten. Menschen, die zum Ziel rechter und gruppenbezogen menschenfeindlicher Gewalt werden, berät und begleitet der Fachbereich Opferberatung.
Die Mitarbeiter*innen der Antidiskriminierungsberatung sind auf die Unterstützung von Betroffenen spezialisiert, die aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität Diskriminierung erfahren.
Das Angebot von BEFORE richtet sich sowohl an direkt Betroffene wie auch an Angehörige, Freund*innen oder Zeug*innen von Vorfällen.
Die Beratung in München erfolgt:

  • kostenlos
  • parteiisch für die Betroffenen
  • unabhängig von Behörden
  • in enger Kooperation mit unseren Partnern
  • mehrsprachig mithilfe von Dolmetscher*innen
  • in unseren Räumlichkeiten oder bei Bedarf aufsuchend

Neben der Beratungstätigkeit tritt BEFORE in der Öffentlichkeit für die Belange der Betroffenengruppierungen ein und macht ihre Perspektiven auch medial sichtbar. Diskriminierungsfälle und Übergriffe mit gruppenbezogen menschenfeindlichem und rechtem Hintergrund werden anonym dokumentiert und veröffentlicht, um deren Erfassung zu verbessern und die Wahrnehmung von Menschenfeindlichkeit zu schärfen. Durch Vorträge und Fortbildungen fördert die Beratungsstelle die gesellschaftliche Sensibilisierung und den kritischen Diskurs zu rechter Gewalt und Diskriminierung.
kontakt@before-muenchen.de, Tel: 089 / 46224670,
www.before-muenchen.de

Beratung / Fortbildung / Vorträge / Workshops / Projekte / Vernetzung
Junge Menschen genießen das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten (§ 1 Kinder- und Jugendhilfegesetz) innerhalb einer sozialen Gemeinschaft, wie sie dem Menschenbild des Grundgesetzes entspricht.
Die Jugendhilfe steht daher in der Verantwortung, junge Menschen im Sinne demokratischer Grundsätze unserer Gesellschaft sowie der Menschenrechte zu fördern. Das Stadtjugendamt leistet seine Arbeit in einem gesellschaftlichen bzw. gesellschaftspolitischen Kontext. Die Grundlage seiner Arbeit ist das Bewusstsein darüber, dass es sowohl mit jungen Menschen und Familien zu tun hat, die Ziel von Ausgrenzung, Abwertung und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind, als auch mit solchen, von welchen Diskriminierung, Gewalt und Menschenfeindlichkeit ausgehen.
Die sozialpädagogischen Fachkräfte der Stelle für politische Bildung im Stadtjugendamt sind spezialisiert auf die pädagogischen Aspekte des Themenspektrums Demokratie- und Menschenrechtsbildung, politische und religiöse Radikalisierung bzw. Radikalisierungsprävention, Rechtsextremismus sowie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Besonderer Fokus liegt dabei auf jugendtypischen Gefährdungslagen und Prävention. Angeboten werden eine niedrigschwellige Beratung sowie auf die jeweiligen Anliegen zugeschnittene Vorträge, Fortbildungen und Workshops für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Multiplikator*innen und Lehrpersonal im Bereich der Landeshauptstadt München. Die Stelle bietet Aufklärung, Beratung und Weitervermittlung an geeignete Maßnahmenträger und Unterstützungsangebote bzw. vermittelt in Gefährdungsfällen auch an die zuständigen Stellen in den Sozialbürgerhäusern und im Stadtjugendamt. Eigene, oder auf Antrag andere Projekte und Aktionen im Rahmen der außerschulischen politischen Jugendbildung können über ein eigenes Budget realisiert werden.
politische-bildung.soz@muenchen.de
Tel.: 089 / 233-49590

Das Netzwerk demokratische Bildung München (NdBM) bei der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik e.V. (AGFP) organisiert und unterstützt
den Informations- und Meinungsaustausch von Fach- und Führungskräften der Bildungsarbeit zu den Themenfeldern der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, der Demokratiefeindlichkeit, zu Rechtsextremismus und religiös motivierter Radikalisierung und Radikalisierung von Jugendlichen.
Es berät und unterstützt Einrichtungen bei der Planung eigener Veranstaltungen zu den genannten Themenbereichen.
Die Geschäftsstelle des Netzwerks berät auch bei der Konzeption von pädagogischen Maßnahmen. Sie vermittelt Kooperationen für Veranstaltungen und Projekte. Bei Konflikten innerhalb von Gruppen und Schulklassen, die im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmustern stehen, kann die Zusammenarbeit mit den Pastinaken und den Fachkräften der Konfliktbearbeitung bei der AGFP in die Wege geleitet werden.
Im Netzwerk demokratische Bildung München arbeiten Fach- und Führungskräfte aus den Arbeitsfeldern Schule, Jugendhilfe, Ausbildung, Erwachsenenbildung und Wissenschaft zusammen, ebenso Institutionen und Organisationen, deren Schwerpunkt in der Arbeit gegen Rechtsextremismus liegt. Im Netzwerk realisiert sich eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen (landesweiten), kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Mitwirkenden im Netzwerk koordinieren die Planungen in ihrer Bildungsarbeit, tauschen Erfahrungen aus, verständigen sich über Standards und formulieren fachliche Stellungnahmen.
demokratische-bildung@agfp.de,
Tel.: 089 / 6518222, www.089-gegen-rechts.de

Die Pastinaken sind ein Kollektiv für politische Bildung in München. Sie arbeiten sowohl in der Jungend- als auch in der Erwachsenenbildung. Mit Workshops, Projekten und Fortbildungen besuchen sie Schulen, Jugendzentren, treffen sich mit Lehrkräften und tauschen sich mit Fachkolleg*innen aus.
Die Pastinaken haben ein besonderes Interesse an einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft. Sie positionieren sich in ihrer Bildungsarbeit klar gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Weltbilder, welche die prinzipielle Gleichwertigkeit von Menschen in Frage stellen. Dabei wollen sie Diskursräume eröffnen, um eine Aushandlung zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen und die Erfahrbarkeit demokratischer Werte zu ermöglichen.
Angebote für Jugendliche und für Fachkräfte:
Im Bereich der Jugendbildung bieten die Pastinaken Workshops und Seminareinheiten zur Vermittlung demokratischer Werte, Normen und Handlungskompetenzen an. Die Themen und Methoden werden für jeden praktischen Einsatz aktualisiert und an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst.
Angebote gibt es aktuell zu folgenden Themenbereichen:

  • • Demokratie, Grundwerte und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse
  • • Diskussionswerkstatt zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen
  • Themen
  • • Gesellschaftliche Ausgrenzung, Gruppenbezogene
  • Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus
  • Konstruktion von Identität und Zugehörigkeit – Dekodierung rechtspopulistischer Perspektiven
  • Teilhabemöglichkeiten und Chancengleichheit – Reflexion gesellschaftlicher Machtverhältnisse
  • Argumentationsstrategien gegen ausgrenzende Parolen
  • Hass im Netz – Umgang mit Hatespeech, Fake News und Verschwörungsideologie
  • Das Politische in Jugend- und Subkulturen

Bei Interesse an Workshops oder Kooperationen sind die Pastinaken zu
erreichen unter:
pastinaken@agfp.de, Tel.: 089 / 6518222
www.die-pastinaken.de

Historische und politische Jugendbildung ist ein zentraler Bestandteil der Demokratieerziehung in München und der Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Sie vermittelt Kenntnisse über das nationalsozialistische Verbrechensregime und setzt sich mit Strategien und ideologischen Hintergründen faschistoider Strukturen auseinander. Damit verbunden fördert sie ein kritisches Verständnis und Aufmerksamkeit für gesellschaftliche und politische Verhältnisse heute. Ein besonderer Blick liegt dabei auf Einstellungen, die Menschen und Menschengruppen ausgrenzen und gegen sie hetzen, auf Vorurteilen und Feindbildern und auf ideologischen Konzepten, Inszenierungen und Vorgehensweisen von Gruppierungen und Parteien, die Ängste schüren und solche Einstellungen und Denkmuster gezielt befeuern. Die Fachstelle Demokratische Jugendbildung informiert, klärt auf und fördert Nachdenken – auch über eigene Standpunkte. Sie regt dazu an, sich in das aktuelle gesellschaftliche und politische Geschehen aktiv einzumischen, sich als Teil davon zu begreifen und an einer demokratischen, vielfältigen und aufgeschlossenen Stadtgesellschaft mitzuwirken.

Dies setzt ein grundsätzlich partizipatives Verständnis in der Bildungsarbeit voraus.

So bestimmen beispielsweise junge Menschen in Eigenregie die Inhalte und Methoden der historischen und politischen Bildungsarbeit, sie gestalten selbstbestimmt Aktivitäten von der Geschichtswerkstatt über Projekte und Seminare bis zur Demo. Die Fachstelle begleitet und unterstützt, wo immer es benötigt wird. Die JugendGeschichtswerkstatt sommer.dok ist ein Beispiel für ein solches Verständnis: Sie findet seit 2013 einmal jährlich im Juli als Open-Air-Veranstaltung auf dem Königsplatz statt, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbstorganisiert. Sommer.dok erhielt 2018 den Mosaik-Jugendpreis der Städte München und Nürnberg.

Die Teilhabe aller Menschen an politischen und gesellschaftlichen Prozessen und die Voraussetzungen dafür sind Grundlage und Selbstverständnis eines weiteren zentralen Projekts im Rahmen der Fachstelle: Seit 2017 fährt unter dem Motto „Demokratie im Einsatz“ das Demokratiemobil, ein altes Feuerwehrauto, durch die Stadtbezirke Münchens und sucht an öffentlichen Plätzen die Menschen in ihrem Alltag auf. Mit kurzweiligen, attraktiven Mitmach-Angeboten und viel Infomaterialien gelingt es, Menschen aller Altersgruppen, sozialer und kultureller Herkunft zu interessieren,  mit ihnen ins Gespräch zu kommen und viel über unterschiedliche Lebenssituationen, Einstellungen, Ängste, Sorgen und Forderungen zu erfahren.

Darüber gibt es jährliche Berichte an die Bezirksausschüsse, die die Arbeit vor Ort mitfinanzieren, und Gremien der Stadtpolitik. Das Projekt „Demokratie im Einsatz“ arbeitet parteipolitisch neutral, macht sich für unsere demokratischen Grundrechte und die Menschenrechte stark und steht für eine bunte, solidarische Stadtgesellschaft. Es wird seit Januar 2019 mit einer halben Stelle von der Fachstelle für Demokratie gefördert.

Der Fachbereich Demokratische Jugendbildung ist in München gut vernetzt und arbeitet eng mit dem NS-Dokumentationszentrum, mit vielen Initiativen und Organisationen und natürlich mit der Fachstelle für Demokratie und den Mitgliedern des Fachnetzwerks zusammen.

Leitung Fachbereich:
Sylvia Holhut
s.holhut@kjr-m.de
Tel. 089 / 45 20 553-40

Projektleitung Demokratiemobil:
Theresa Baum
t.baum@kjr-m.de
Tel. 089 / 45 20 553-41
www.kjr-m.de/themen/demokratische-jugendbildung

Seit 2013 haben alle 25 Münchner Bezirksausschüsse die Möglichkeit, einen oder mehrere Beauftragte gegen Rechtsextremismus zu benennen. Die Beauftragten stellen einen wichtigen Knotenpunkt auf der lokalen Ebene dar. Sie dienen als Informationsdrehscheibe sowie als Anlaufstelle für Initiativen, Vereine, Einrichtungen und Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtvierteln. Vor Ort koordinieren sie Aktionen und Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für Demokratie.
Die Vernetzung dieser lokalen Akteure mit den restlichen Netzwerkstellen wird durch regelmäßige Treffen gewährleistet, zu denen die Fachstelle für Demokratie einlädt. Die Beauftragten berichten über tagesaktuelle Entwicklungen in ihren Stadtbezirken, speisen ihre Expertise in das Netzwerk ein und erhalten Informationen und Unterstützung von den anderen Netzwerkstellen. Darüber hinaus nehmen die BA-Beauftragten an Veranstaltungen zivilgesellschaftlicher Träger des Netzwerks (firm, Before etc.) teil und bilden sich so fort. Die Aktivitäten, Themen und Sichtweisen der lokalen Beauftragten sind auch für das restliche Netzwerk von erheblicher Bedeutung.
Um die Beauftragten besonders zu schützen, genießen sie städtischen Rechtsschutz für Maßnahmen, die in Zusammenhang mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit stehen.
Bitte kontaktieren Sie die jeweiligen Bezirksausschüsse:
https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtpolitik/Bezirksausschuesse
Gerne vermittelt auch die Fachstelle für Demokratie den Kontakt zum/ zur
BA-Beauftragten ihres Stadtbezirks.

„München ist bunt!“ e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich gegen Rassismus und Menschenverachtung sowie für eine demokratische und tolerante Stadtgesellschaft einsetzt.

Wir sind der Überzeugung, dass man gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus wirksam mit Initiativen und Projekten vor Ort vorgehen kann. Deswegen arbeitet der Verein mit lokalen politischen Institutionen – den Bezirksausschüssen – und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen. Viele unserer Mitglieder sind in den Bezirksausschüssen (“BAs“) aktiv, einige als BA-Vorsitzende, andere als BA-Beauftragte gegen Rechtsextremismus. Seit 2015 haben wir z.B. immer wieder den zivilgesellschaftlichen Protest gegen die Aufmärsche und Versammlungen der Pegida und anderer rechtsextremer Organisationen in München organisiert.

Wir sehen es zudem als unsere Aufgabe an, durch politische Bildung und Aufklärung insbesondere junge Menschen auf die Gefahren von Diskriminierung und Ausgrenzung durch rechtspopulistische und rechtsextremistische Agitation hinzuweisen. Zu diesem Zweck geben wir eine Ausstellung zum Thema „Rechts – Total? Normal?“ und einen Comic-Band „ComiX gegen Rechts“ heraus. Die Ausstellung kann kostenlos ausgeliehen werden (Anfragen bitte an ausstellung@muenchen-ist-bunt.de), die Comics können unter info@muenchen-ist-bunt.de bestellt werden. Außerdem haben wir 2016 eine Broschüre „Die AfD in München – eine rechte Gefahr?“ publiziert, die großes Interesse gefunden hat.

„München ist bunt!“ ist Preisträger des Förderpreises „Münchner Lichtblicke 2013“, hat für die „ComiX gegen Rechts“ 2016 einen Medienpreis erhalten und wurde 2019 mit dem „Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen“ ausgezeichnet. Der Verein finanziert sich im Wesentlichen durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Weitere Informationen sind auf unserer Homepage (www.muenchen-ist-bunt.de ) und auf unserer Facebook-Seite verfügbar.

info@muenchen-ist-bunt.de

  • Direktorium

    Fachstelle für Demokratie

    Marienplatz 8

    089 233-92642