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Informationen für Kontaktpersonen zu einem COVID-19-Fall

Sie hatten Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person? Hier finden Sie Informationen

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem engen Kontakt zu einer infizierten Person sollten Sie Ihre Kontakte über einen Zeitraum von 5 Tagen möglichst reduzieren und sorgsam auf das Auftreten von typischen Corona-Symptomen achten.
    Schränken Sie den Kontakt zu anderen Personen ein, vor allem zu Risikopersonen, die gefährdet sind, schwer an COVID-19 zu erkranken.
  • AHA+L-Formel beachten: Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, im Alltag Maske tragen (höchste Sicherheit bietet eine FFP2-Maske!) und lüften.
  • Regelmäßig testen: Selbsttest mit eigenständig beschafften Tests, kostenlosen Schnelltests (Bürgertestung) oder im Rahmen von Testmöglichkeiten in Betrieben. Wer ein positives Ergebnis erhält, kann mit diesem eine kostenlose PCR-Testung in Anspruch nehmen. Das positive Schnelltestergebnis muss bei der Testung vorgezeigt werden.
  • Selbstbeobachtung für 14 Tage: Insgesamt zwei Wochen nach dem letzten Kontakt zur infizierten Person auf Corona-spezifische Symptome achten.
  • Falls Krankheitszeichen auftreten: Unverzüglich Selbstisolation, ärztliche Abklärung und Mitteilung an das Gesundheitsamt unter infektionsschutz.gsr@muenchen.de
  • Im Notfall: 112 anrufen.

Wer gilt als „enge Kontaktperson“?

Kontaktpersonen sind Personen, die engen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall in dessen ansteckendem Zeitraum hatten.

Ansteckungsgefahr besteht

  • bereits innerhalb von 2 Tagen vor dem Symptombeginn der infizierten Person,
  • während der gesamten Zeit, in der die infizierte Person Krankheitszeichen zeigt, und auch
  • innerhalb von 2 Tagen vor Abnahme des positiven Tests bei der infizierten Person, falls diese keine Krankheitszeichen zeigt.

Die Ansteckungsgefahr besteht so lange, bis die infizierte Person aus der Isolation entlassen ist. Detaillierte Informationen zur Bemessung des infektiösen Zeitintervalls finden Sie auf den Webseiten des RKI.

Wie muss dieser Kontakt ausgesehen haben?

Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall werden bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen als enge Kontaktpersonen (mit erhöhtem Infektionsrisiko) definiert:

  1. Enger Kontakt (weniger als 1,5 Meter, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Infizierte Person und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt einen Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske)
  2. Gespräch mit der infizierten Person (face-to-face-Kontakt, weniger als 1,5 Meter, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Infizierte Person und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt einen Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske)
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und infizierter Person im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für mehr als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt ein Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Beispielhafte Konstellationen für enge Kontaktpersonen:

  • Personen aus demselben Haushalt
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere beim Küssen, Anhusten, Anniesen; Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung oder Ähnliches
  • Personen, die zum Beispiel in Innenräumen gemeinsam gefeiert, gesungen oder Sport getrieben haben
  • Passagiere auf Flugreisen, die in derselben Reihe wie der bestätigte COVID-19-Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen hatten, unabhängig von der Flugzeit.

Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen

Wenn Sie beruflich engen Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen haben (z. B. Tätigkeit in einem Pflegeheim), wird die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen bzw. Auflagen mit der Arbeitsstelle besprochen.

Sollten Sie privat Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen haben (z.B. Pflege von älteren Familienangehörigen) und diesen nicht für 5 Tage nach dem letzten engen Kontakt mit dem bestätigten SARS-CoV-2-Fall einstellen können, achten Sie bitte besonders auf die Einhaltung der Hygieneregeln. Insbesondere empfehlen wir dann die Verwendung einer FFP-2-Maske für die Pflege von Angehörigen. Des Weiteren raten wir Ihnen, in diesem Fall vermehrt Schnell- oder Selbsttests durchführen zu lassen bzw. durchzuführen.

Corona-Test: Fragen & Antworten

Die Testung kann über Ihren Hausarzt, die Teststation im Gasteig , die Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung oder über beauftragte Apotheken und private Teststellen erfolgen.

Informieren Sie das medizinische Personal immer über die Möglichkeit einer Corona-Erkrankung. Sollten Sie keine Symptome aufweisen, brauchen sich Ihre Familienmitglieder vorerst nicht testen zu lassen.

Bitte nutzen Sie für die Anfahrt zum Test und die Heimfahrt ausschließlich das eigene Auto oder kommen Sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Nutzen Sie bitte nicht die öffentlichen Verkehrsmittel und fahren Sie nicht mit dem Taxi, um Ihre Mitbürger*innen im Falle eines positiven Befundes keinem Ansteckungsrisiko auszusetzen.

Ein negativer Test ist eine Momentaufnahme, die eine aktuelle Besiedelung oder Infektion mit SARS-CoV2 nahezu ausschließt. Dennoch kann eine COVID-Erkrankung auch nach einem negativen Test in seltenen Fällen bis 14 Tage nach Ansteckung ausbrechen. Die meisten infizierten Personen entwickeln zwischen dem fünften und siebten Tag nach Ansteckung Symptome. Wenn Sie einen Test in diesem Zeitfenster durchführen, ist die Wahrscheinlichkeit, danach noch zu erkranken, eher als gering einzustufen.

Weitere Informationen

Für alle Fragen rund um Corona ist das Gesundheitsreferat per E-Mail an infektionsschutz.gsr@muenchen.de erreichbar.

Auf muenchen.de/corona finden Sie alle Informationen zu aktuellen Fallzahlen, zu Impfungen, Teststationen sowie aktuell geltenden Regelungen.

Rechtliche Grundlage für die Quarantäneregelungen ist die Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Diese finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter "Rechtsgrundlagen".

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