Augustenstraße
Das Baureferat gestaltet die Augustenstraße um. Wesentliches Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Projektinformation
(26. Oktober 2026) Die Umgestaltung der Augustenstraße zugunsten von mehr Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität schreitet weiter voran. Bürgermeisterin Mona Fuchs, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Mobilitätsreferent Georg Dunkel und die Vorsitzende des Bezirksausschusses Maxvorstadt Svenja Jarchow-Pongratz haben heute der straßenmittigen Pflanzung einer großen Platane an der Kreuzung Gabelsbergerstraße beigewohnt. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des ersten von zwei Teilabschnitten dieses umfangreichen Projektes.
Zwischen der Gabelsbergerstraße und der Theresienstraße entsteht im Zuge des Straßenumbaus gemäß den Planungen des Mobilitätsreferats ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20. Der Baum steht mittig zwischen den Fahrspuren. Damit markiert er von weithin sichtbar den in Zukunft verkehrsberuhigten Abschnitt und sendet bereits aus der Entfernung ein Signal an Verkehrsteilnehmende: Hier verändert sich der Straßenraum, Geschwindigkeit anpassen!
Pflanzung einer großen Platane für verkehrsberuhigten Abschnitt
Bürgermeisterin Mona Fuchs: „Mit der Umgestaltung der Augustenstraße wollen wir vor allem eines erreichen: mehr Verkehrssicherheit, mehr Grün und eine belebte Straße, in der sich Menschen gerne aufhalten. Die neue Platane leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie spendet künftig Schatten an heißen Sommertagen, verschönert das Straßenbild und trägt zur Verkehrsberuhigung bei. So wird die Augustenstraße langfristig attraktiver für Anwohnerinnen, Passantinnen und – das ist uns wichtig – auch für die inhabergeführten Geschäfte vor Ort. Mir ist sehr bewusst, dass gerade die Gewerbetreibenden während der Bauarbeiten erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Ich danke ihnen deshalb ausdrücklich für ihre Geduld und ihr Verständnis.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer betont: „Fast die Hälfte der Umgestaltung der Augustenstraße ist geschafft, zum Jahresende schließen wir den ersten Bauabschnitt wie geplant ab. Unsere Experten vom Tiefbau arbeiten hier mit den beauftragten Firmen unter Hochdruck, um auch dieses ambitionierte Umbauprojekt innerhalb des vorgegeben Zeitrahmens fertigzustellen. Dabei gilt es, die Verkehrsbeziehungen trotz des Straßenumbaus bestmöglich aufrecht zu erhalten. Das erfordert detaillierte Planung und eine enorme logistische Herausforderung. Die nun folgende, wenige Tage in Anspruch nehmende Vollsperrung für den Kfz-Verkehr stellt eine Ausnahme dar. Sie ermöglicht uns ein wirtschaftliches und zügiges Vorankommen. Während der Winterpause räumen wir die Baustelleneinrichtung für einige Monate ab, im kommenden Frühjahr dann nehmen wir die zweite Projekthälfte in Angriff.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Ich freue mich, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und der erste Bauabschnitt schon fertiggestellt wird. Damit wird die Umgestaltung für alle schon jetzt erlebbar: Die Aufenthaltsqualität wird sich sehr verbessern und die bislang häufigen Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr werden deutlich weniger werden.“
Svenja Jarchow-Pongratz, Vorsitzende des Bezirksausschusses Maxvorstadt, sagt: „Die Umgestaltung stärkt die Augustenstraße als lebendige Geschäftsstraße und Treffpunkt im Stadtteil. Uns war wichtig, den wunderbaren Altbaumbestand, der die Augustenstraße prägt, zu schützen und zu erhalten. Das hat die Stadtverwaltung in der Planung und während des bisherigen Ablaufs konsequent umgesetzt. Zugunsten von mehr Schatten und möglichst großer Aufenthaltsqualität kommen mit der heute gepflanzten Platane insgesamt 17 neue Bäume dazu. Entsiegelung, Begrünung, mehr Raum für den Fußverkehr und für neue Sitzgelegenheiten sind eine bauliche Anti-Stress-Kur für die Augustenstraße. Die vielen ansässigen Gewerbetreibenden erhalten neue Möglichkeiten, mit ihren Angeboten den Straßenraum zu beleben. Bis es soweit ist, setze ich volles Vertrauen in die Maxvorstädter*innen, dass viele auch während der Zeit der Baustelle ihren Läden und Lokalen in der Augustenstraße weiterhin die Treue halten.“
Breitere Gehwege und mehr Platz zum Verweilen
Das Baureferat (Tiefbau) verbreitert die Gehwege und schafft mehr Platz für Fußgänger*innen. Dadurch können die ansässigen Gewerbetreibenden künftig auch mehr Freischankflächen beantragen. Im bereits umgestalteten Bereich haben Tiefbau-Expert*innen Bänke und Radabstellanlagen aufgestellt. Insgesamt entstehen entlang der Augustenstraße 36 neue Sitzbänke und 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze - darunter zehn für Lastenräder. Die Radabstellanlagen bieten geordnete Stellplätze und helfen, die Gehwege freizuhalten.
Straßen leichter und sicherer überqueren
Auch an ausgewählten Kreuzungen ohne Ampel oder Zebrastreifen verbessert das Baureferat im Rahmen eines Pilotprojekts die Querungsmöglichkeiten. Eine sogenannte differenzierte Querung ist bereits an der Steinheilstraße entstanden. Sie bietet zwei unterschiedlich gestaltete Bereiche: Ein abgesenkter, stufenloser Übergang erleichtert Menschen im Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen das sichere Überqueren. Ein mit dem Langstock ertastbarer Bereich unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen bei der Orientierung.
17 neue Bäume für die Augustenstraße
Alle vorhandenen Straßenbäume bleiben erhalten. Zusätzlich pflanzt das Baureferat (Gartenbau) zwischen der Brienner Straße und der Görresstraße 17 klimaresiliente Bäume. Zudem werden weitere Flächen entsiegelt und ökologisch aufgewertet. Das Baureferat (Gartenbau) wird diese Flächen und Bäume künftig pflegen und entwickeln.
Erster Bauabschnitt vor dem Abschluss
In diesem Jahr gestaltet das Baureferat den ersten Abschnitt zwischen der Gabelsbergerstraße und der Theresienstraße um. Für die abschließenden Asphaltarbeiten ist dieser Bereich von Montag, 26. Oktober, 9 Uhr, bis Freitag, 30. Oktober, 7 Uhr, für den Kfz-Verkehr gesperrt. Anschließend arbeitet das Baureferat auf der Ostseite zwischen der Steinheilstraße und der Theresienstraße weiter. Bis Mitte Dezember gilt dort eine Einbahnregelung in Richtung Süden. Danach baut das Baureferat die Baustelle für die Winterpause ab.
Weitere Arbeiten ab Frühjahr 2027
Voraussichtlich ab März 2027 setzt das Baureferat die Umgestaltung zwischen der Brienner Straße und der Gabelsbergerstraße sowie zwischen der Theresienstraße und der Görresstraße fort. Bis Ende 2027 soll die gesamte Umgestaltung abgeschlossen sein.
Das Baureferat hat auf Grundlage des Konzepts des Mobilitätsreferats die Entwurfs- und Ausführungsplanung erstellt, diese mit den beteiligten Dienststellen und Gremien abgestimmt und setzt die Maßnahme zusammen mit den beauftragen Ingenieurbüros und Baufirmen um.
Baustelleninformation
Alle weiteren Infos zu Bauablauf und Bauzeit finden Sie hier:
Meldungen zum Projekt
(10. März 2026) Das Baureferat hat mit den Arbeiten für das Umgestalten der Augustenstraße begonnen. Das Projekt umfasst die Augustenstraße zwischen Dachauer und Görresstraße und soll Ende 2027 fertiggestellt sein, Restarbeiten werden im Frühjahr 2028 abgeschlossen. Im ersten Bauabschnitt wird zwischen Theresien- und Gabelsbergerstraße gearbeitet. Die Planungen hat das Baureferat (Tiefbau) auf Basis des Konzeptes des Mobilitätsreferates erarbeitet.
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer sagt: „Mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität, darum geht es bei der umfangreichen Umgestaltung der Augustenstraße, die sich der Bezirksausschuss und viele Menschen im Quartier wünschen. Wir werden neue Straßenbäume pflanzen. Wo das aufgrund der Leitungen im Untergrund nicht möglich ist, sorgen wir auf zusätzlich entsiegelten Flächen für eine artenreiche Bepflanzung. Alle diese Maßnahmen zahlen unmittelbar auf die Lebensqualität in der stark versiegelten und hochverdichteten Maxvorstadt ein. Sie kommen damit allen Menschen, die hier wohnen, arbeiten und studieren zugute. Mein Dank gilt insbesondere den vielen Gewerbetreibenden und Anwohnenden für ihr Verständnis während der Umbauzeit.“
Mobilitätsreferent Georg Dunkel sagt: „Mit dem Umbau wird die Augustenstraße für die Zukunft fit gemacht. Für diejenigen, die jeden Tag durch die Straße laufen, wird der dringend benötigte Raumgeschaffen. Künftig wird es genug Platz zum Flanieren, dem entspannten Einkaufen und Verweilen unter neu gepflanzten Bäumen und auf den vielen zusätzlichen attraktiven Sitzgelegenheiten geben. Auch größere Freischankflächen können künftig Platz finden. Der Verkehr auf der Fahrbahn fließt dank baulicher Maßnahmen künftig langsamer, sodass auch der Radverkehr dort sicher unterwegs sein kann. Der Lieferverkehr bekommt zahlreiche neue Lieferzonen und kann künftig geordnet stattfinden.“
Das Baureferat wird nach dem Konzept des Mobilitätsreferats die bestehenden schmalen Radwege der Augustenstraße zwischen Brienner und Görresstraße zurückbauen, zugunsten breiterer Gehwege mit einer Mindestbreite von vier Metern. Zusätzlich werden an den Kreuzungsbereichen Gabelsberger-, Steinheil-, Rottmann-, Heß- und Zieblandstraße die Gehwegbereiche verbreitert. Das verbessert die Querungsmöglichkeiten für Zufußgehende. Um die Barrierefreiheit zu erhöhen, erhalten die mit Ampeln ausgestatteten Kreuzungen Brienner, Gabelsberger- und Theresienstraße Bodenindikatoren und differenzierte Querungen für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen.
Der Radverkehr wird künftig auf der Fahrbahn der Augustenstraße im Mischverkehr geführt. Im Zulauf auf die Kreuzungen Brienner und Gabelsbergerstraße entstehen aufgeweitete Radaufstellstreifen, von denen aus der Radverkehr vor dem Kfz-Verkehr gut sichtbar in alle Richtungen abbiegen kann. Entlang der Augustenstraße sind zwischen Brienner und Görresstraße zudem 36 neue Sitzbänke geplant.
Im Rahmen des Projekts können alle vorhandenen Bestandsbäume erhalten bleiben und es kommen 17 neue Bäume mit klimaresilienten Arten in der Augustenstraße hinzu. Dadurch wird im Straßenraum zwischen der Brienner Straße und der Görresstraße eine Baumkronenüberdeckung von etwa 30 Prozent erzielt, was erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die bestehenden Heckenstrukturen außerhalb des verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches bleiben erhalten und werden durch Pflanzungen ergänzt. Dort, wo es wegen unterirdischer Leitungen und Brandschutzvorgaben nicht möglich ist, weitere Bäume zu pflanzen, entsiegelt das Baureferat Flächen und bepflanzt sie ästhetisch ansprechend und insektenfreundlich. Den Rückbau der Radwege wird dafür genutzt, den in diesen Bereichen bestehenden Straßenbäumen mehr Wurzelraum zu geben.
Im künftig verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße gilt nach dem Umbau eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Dort erhöht das Baureferat die Aufenthaltsqualität durch teils acht Meter breite Seitenbereiche, zusätzliche Baumpflanzungen, Freischankflächen und Sitzmöblierung. An der Gabelsbergerstraße kann ein Baum straßenmittig zwischen den Fahrspuren gepflanzt werden, was den besonderen Charakter dieses Abschnitts weithin sichtbar macht und insbesondere zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung des motorisierten Verkehrs beiträgt. In diesem Abschnitt, so wie im gesamten Abschnitt zwischen Brienner und Schellingstraße, sorgen seitliche Großsteinpflaster für eine optische Verengung der Fahrbahn, ebenfalls mit dem Ziel einer Geschwindigkeitsreduzierung. Die Grünbereiche unter den Bäumen unterpflanzt das Baureferat mit einer Stauden-Gräsermischpflanzung zugunsten der Biodiversität im Stadtraum.
Mit dem Umbau reagiert die Landeshauptstadt auch auf den hohen Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder in der Augustenstraße. Insgesamt entstehen 192 zusätzliche Fahrradabstellplätze, zehn für Lastenräder. 197 Kfz-Parkplätze bleiben in der Augustenstraße erhalten, inklusive Behindertenparkplatz, geteilten Abstellflächen für E-Scooter und zwei Carsharing-Parkständen. 26 Kfz-Parkplätze sind an Lieferzonen gebunden. Sie stehen außerhalb der Lieferzeiten zum Mischparken zur Verfügung.
Um die verkehrlichen Auswirkungen zu minimieren, erfolgt die Gesamtausführung in mehreren Teilabschnitten. Zunächst wird 2026 der Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße umgebaut. Im Jahr 2027 folgen die Abschnitte zwischen Brienner und Gabelsbergerstraße, sowie zwischen Theresien- und Görresstraße. Während der Bauzeit 2026 ist ab 9. März bis voraussichtlich Mitte November im Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße in Fahrtrichtung Süden eine Einbahnregelung eingerichtet. Als Umfahrung in Richtung Norden wird eine Umleitung über die Gabelsberger-, Luisen- und Theresienstraße eingerichtet. Die Steinheilstraße wird von März bis November 2026 zwischen Augusten- und Enhuberstraße zur Sackgasse. Der Fuß- und Radverkehr wird während der Bauzeit sicher innerhalb der Baufelder geleitet. Das Parken auf der Ostseite wird je nach Baufortschritt eingeschränkt möglich sein. Alle Ein- und Ausfahrten bleiben während der Bauzeit eingeschränkt zugänglich. Für das Herstellen der neuen Fahrbahn wird die Augustenstraße zwischen der Gabelsberger- und Theresienstraße voraussichtlich ab November 2026 für den Kfz-Verkehr in zwei Teilabschnitten zur Steinheilstraße gesperrt.
Der Bezirksausschuss, der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München, der Städtische Beraterkreis Barrierefreies Planen und Bauen haben den Planungen zugestimmt, auch der Radentscheid München wurde bei der Planung beteiligt. Gewerbetreibende und Anwohnende konnten ihre Anliegen bei zusätzlichen Veranstaltungen des Mobilitäts- und des Baureferats einbringen. Die Bauzeit für die umfangreiche Umgestaltung liegt bei zwei Jahren. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei sieben Millionen Euro. Teile der Maßnahme werden mit knapp 700.000 Euro aus den Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung gefördert.
Förderung