Für eine grüne, lebenswerte Stadt

Leitlinie Freiraum: So will die Stadt Grün- und Freiflächen schützen und entwickeln

19. Mai 2026

Mehr Bäume, Parkmeilen und Grüngürtel

Isar vor der Lukaskirche mit Menschen auf dem Kieselstrand
München Tourismus | Werner Böhm

Leitlinie Freiraum: Projekte für ganz München geplant

Ein Leben in der Stadt ohne Parks und Grünanlagen, ohne die Isarauen und die Badeseen und ohne die Naturareale im Umland, das wäre wohl für die allermeisten Münchnerinnen und Münchner deutlich weniger lebenswert. Um die wert­vollen Grün- und Freiflächen in der Stadt zu schützen und sie angesichts von weiterem Bevölkerungswachstum und Klimaveränderungen weiter zu entwickeln, hat der Münchner Stadtrat Anfang dieses Jahres die Leitlinie Freiraum beschlossen. Sie soll sicherstellen, dass München auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt mit viel Grün bleibt.

Dazu sollen vorhandene Flächen besser genutzt werden, etwa durch die Verringerung von Fahrstreifen für Autos zugunsten von Bäumen und Aufenthaltsflächen wie bei der aktuell laufenden Umgestaltung der Augustenstraße. Grünflächen in der Innenstadt sollen zudem möglichst mit dem Grüngürtel am Stadtrand vernetzt werden, um frische, kühle Luft ins Stadtzentrum zu leiten.

150 Bäume für die Innenstadt

In der hitzebelasteten Altstadt plant die Stadt, möglichst viele Bäume zu pflanzen, die im Sommer Schatten spenden und das Stadtzentrum so kühlen. Ab Herbst wird das städtische Baureferat dazu schrittweise insgesamt 150 neue Bäume in der Altstadt pflanzen, die ersten davon in der Sendlinger Straße. Aber auch durch die Begrünung von Dächern und Fassaden soll die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum verbessert werden.

Parkmeilen als Frischluftschneisen

Um von den Grünflächen in der Innenstadt bis zum Grün­gürtel am Stadtrand zusammenhängende Freiflächen zu schaffen, die als Frischluftschneisen und Naherholungsräume dienen, will die Stadt sogenannte Parkmeilen schaffen. Entsprechende Pläne gibt es bereits für die Parkmeilen Feldmochinger Anger im Norden, Trudering-Neuperlach im Osten und Südpark-Warnberger Riedel im Süden der Stadt. Ziel ist es jeweils, die vorhandenen Freiräume zu erhalten, ein durchgängiges Wegenetz zu schaffen und die Erholungs­möglichkeiten für die Anwohner*innen auszuweiten.

Erholung vor der Haustür

In Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden will die Stadt zudem auch die Landschaftsräume im Grüngürtel rund um München schützen und weiterentwickeln. Ähnlich wie für die Parkmeilen gibt es etwa für den Landschaftspark West einen Masterplan. Der rund 200 Hektar große Landschaftspark erstreckt sich am südwestlichen Stadtrand von der Willibaldstraße in Laim über die Gemeinde Gräfelfing bis zur Würm. Auch hier geht es darum, einen zusammenhängenden Grünzug mit durchgängigen Wegen zu schaffen für Spazier­gänge und Radtouren direkt vor der Haustür. Mit einem Naherholungskonzept für die Aubinger Lohe und die Feldflur Freiham will die Stadt diese Möglichkeiten auch vor den Toren des neuen Stadtteils Freiham schaffen.

Mehr Informationen zur Leitlinie Freiraum findet man unter

Per Rad oder zu Fuß Münchens Freiräume entdecken

Menschen auf der Wiese vor der Pinakothek der Moderne, Hintergrund: Alte Pinakothek
M. Nagy / Presseamt
Am 18. Juni führt ein Spaziergang durch das Kunstareal München

Bei einer Reihe von Veranstaltungen des städtischen Referats für Stadtplanung und Bauordnung können Münchnerinnen und Münchner den ganzen Sommer über Seen, Plätze und Grünzüge in der Stadt erkunden und sich dabei über die Planungen für die Grün- und Freiflächen informieren.

  • Donnerstag, 21. Mai
    Den Auftakt macht am Donnerstag, 21. Mai, 18 bis 20 Uhr, eine Veranstaltung zum Start der Freiraumzeit 2026 im PlanTreff, Blumenstraße 31. Vertreter des Referats für Stadtplanung und Bauordnung stellen dabei Handlungs­felder und Leitprojekte der Leitlinie Freiraum vor. Der Eintritt ist frei.
  • Freitag, 22. Mai
    Bei einer Radtour vom Olympiapark über Lerchenauer See, Fasaneriesee und Feldmochinger See zur Olympia- Regattaanlage in Oberschleißheim kann man am Freitag, 22. Mai, die geplante Parkmeile „Drei-Seen-Platte“ kennenlernen. Start ist um 17 Uhr am Eingang der Olympiaschwimmhalle am Coubertinplatz.
  • Donnerstag, 18. Juni
    Innerstädtische Grün- und Freiräume gibt es bei einem Spaziergang durch das Kunstareal am Donnerstag, 18. Juni, zu entdecken. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Karolinenplatz. Die Teilnahme ist kostenfrei.
  • Samstag, 4. Juli
    Sonst für die Allgemeinheit nicht zugängliche, begrünte Dächer kann man beim Tag der Münchner Dachgärten am Samstag, 4. Juli, erkunden. Von 9 bis 17 Uhr werden Führungen auf Dachgärten in der ganzen Stadt angeboten. Bei einem Infomarkt am Fat Cat, Kellerstraße 8a, kann man sich zudem über Dachbegrünung, Photovoltaik und entsprechende Fördermöglichkeiten informieren.
  • Dienstag, 21. Juli
    Bei einem Spaziergang durch die Aubinger Lohe erfährt man am Dienstag, 21. Juli, etwas über das Naherholungs­konzept für die Feldflur Freiham und die Aubinger Lohe. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Bushaltestelle Henschel­straße, gegenüber der S-Bahn-Station Lochhausen. Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Dienstag, 28. Juli
    Über Maßnahmen und Projekte zur Anpassung an den Klimawandel in der Altstadt kann man sich bei einem Klimaspaziergang durch die Münchner Innenstadt am Dienstag, 28. Juli, informieren. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Sendlinger Tor.
  • Donnerstag, 17. September
    Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe führt am Donnerstag, 17. September eine Radtour durch die Feldflur Freiham. Dabei steht noch einmal das Nah­erholungskonzept für die Feldflur Freiham und die Aubinger Lohe im Zentrum. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Parkplatz an der Eichenauer Straße. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter plantreff@muenchen.de erforderlich.

Information

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint in der Regel dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 19. Mai 2026.