Verpflichtungserklärung – Firma oder Organisation

Ihre Firma oder Organisation möchte jemanden zu Besuch einladen, der für die Einreise ein Visum braucht?

Dann gilt folgendes: Die deutschen Botschaften und Konsulate erkennen in der Regel eine vom Bürgerbüro beglaubigte formlose Einladung als ausreichend an. Die Beglaubigung kostet 50 Euro. Es gibt Fälle, in denen eine beglaubigte Einladung nicht ausreicht und die deutschen Botschaften und Konsulate ausdrücklich eine Verpflichtungserklärung fordern. Diese können Sie bei uns in der Ausländerbehörde abgeben. Dabei können Sie (beispielsweise Geschäftsführer) sich auch durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter vertreten lassen. Wichtig ist, dass Sie in diesem Fall eine konkrete Bevollmächtigung ausstellen.

Mit Ihrer Unterschrift übernehmen Sie folgende Verpflichtungen für Ihren Gast:

  • Sie bezahlen alle Kosten für seinen Lebensunterhalt, die er nicht selber tragen kann.
  • Sie zahlen alle Sozialleistungen zurück, die dem Staat entstehen (zum Beispiel für die Wohnung und für die Versorgung bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit).
  • Sie bezahlen alle Kosten, die entstehen, falls die Behörden den Gast in sein Heimatland zurückschicken.

Benötigte Unterlagen

Gastgeber:

  • Gültiger Pass oder Personalausweis (vorsprechende Person). Wenn Sie als Bevollmächtigter zu uns kommen, benötigen Sie auch noch den gültigen Pass oder Personalausweis des Vollmachtgebers.
  • Im Fall einer schriftlichen Untervollmacht, muss diese auf einem Firmenbriefbogen ausgestellt worden sein. Aus der Untervollmacht muss sich ergeben, dass der Vorsprechende bevollmächtigt wird, die konkrete Verpflichtungserklärung für das Unternehmen abzugeben. Eine allgemeine Untervollmacht ohne Bezug auf die Verpflichtungserklärung reicht nicht aus.
  • Handels/- Registerauszugs, der nicht älter ist als drei Monate und aus welchem sich die Handlungsvollmacht des Vorsprechenden selber oder des Untervollmachtgebers ergibt
  • Gewinn- und Verlustrechnung des Steuerberaters oder einer Reingewinnbestätigung des Steuerberaters oder die Vorlage des letzten Steuerbescheides aus dem Vorjahr.

Ausländischer Gast:

  • Familienname, Vorname(n)
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Staatsangehörigkeit
  • Wohnadresse im Heimatland
  • Nummer des Reisepasses

Dauer & Kosten

Gebührenrahmen

29 Euro

Wenn Sie alle Voraussetzungen für die Abgabe einer Verpflichtungserklärung haben, können Sie diese sofort mitnehmen.

Rechtliche Grundlagen

§ 66 Abs. 1, 2 AufenthG (Aufenthaltsgesetz)
§ 67 AufenthG
§ 68 Abs. 1 AufenthG

Fragen & Antworten

Sie müssen die Verpflichtungserklärung (im Original) an Ihren Gast senden. Dieser muss das Original dann bei der deutschen Botschaft oder beim Konsulat in seinem Heimatland für das Visum vorlegen. Zudem braucht er eine Reisekrankenversicherung für Deutschland. Den Versicherungsschein muss er im Original vorlegen. Eine Reisekrankenversicherung kann im Ausland oder von der Firma/ Organisation in Deutschland abgeschlossen werden.

Die Verpflichtungserklärung soll nicht älter als sechs Monate sein, wenn der Gast sein Visum beantragt.

Das Schengenvisum zu Besuchszwecken wird für maximal 90 Tage erteilt. Aus diesem Grund sollte Ihr Gast das Visum bei der deutschen Botschaft oder beim Konsulat für den Zeitraum beantragen, den er tatsächlich in Deutschland verbringen möchte.

Die Entscheidung, ob ein Visum ausgestellt wird, trifft allein die deutsche Botschaft oder das deutsche Konsulat. Bei Fragen zum Visum wenden Sie sich bitte direkt dorthin.

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