Wasserrechtliche Erlaubnis – Erdwärmesonde/ Erdwärmekollektor

Für den Bau einer Erdwärmeanlage (Sonde, Kollektor, Körbe oder ähnliches) mit Grundwasserberührung ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Vorab ist eine Bohranzeige zu stellen, anhand der entschieden wird, inwieweit eine wasserrechtliche Erlaubnis notwendig ist beziehungsweise ob das Vorhaben erlaubnisfähig ist.

Es ist immer eine baubegleitende Bauabnahme erforderlich!

In Wasserschutzgebieten sind Erdwärmesonden nicht zulässig!

Tertiäre Grundwasserschichten dürfen nicht berührt werden!

Benötigte Unterlagen

Bei Vorhaben bis einschließlich 50 kW Leistung, der Nutzung von oberflächennahem Grundwasser und außerhalb von Wasserschutzgebieten und im Altlastenkataster eingetragener Flächen:

  • formloses Antragsschreiben
  • Gutachten eines Privaten Sachverständigen der Wasserwirtschaft mit Tätigkeitsgebiet Erdwärmesonden bzw. "thermische Nutzung – geschlossene Systeme" (in dreifacher Ausfertigung).

Bei allen anderen Vorhaben:
Alle Unterlagen werden in dreifacher Ausfertigung benötigt.
Angaben anhand des Formblattes sowie

  • Antragsformular
  • Erläuterung des Vorhabens:
    • Art der Erdwärmenutzung (Sonde/Kollektor)
    • Zweck des Vorhabens (Betriebsweise/Wärmeträgermedium)
    • Bauzeichnung und Anzahl der Sonden, Flächenbedarf der Kollektoren
      • Material und Größe der Sonden/Kollektoren
      • verwendetes Arbeits-/Kältemittel mit Nachweis der Unbedenklichkeit der Soleflüssigkeit (maximal WGK 1), Sicherheitseinrichtungen, Leitungsführung
      • Auswirkung des Vorhabens
        Vorgesehene Abdichtung beziehungsweise Verlegung (bei Verpressen von Sonden mit Fertigmischungen: Unbedenklichkeitserklärung des Herstellers)
      • Übersichtslageplan (M= 1:25.000) mit Markierung des Standorts
      • Lageplan (Detaillageplan M= 1:5.000 oder M = 1:1.000) mit Eintragung der Bohrpunkte bzw. Schleifen
      • Schichtenverzeichnis und Ausbauplan
        • Schichtenverzeichnis nach DIN 4022
        • zeichnerische Darstellung der Bohrprofile nach DIN 4023
        • maßstabgerechte Ausbaupläne der Bohrungen
      • Hydrogeologische Angaben (Grundwasserverhältnisse)
        • den höchsten Grundwasserstand in m ü. NN
        • den mittleren Grundwasserstand in m ü. NN
        • Lage des Grundwasserstauers
      • Weitere Angaben
        Bescheinigung nach DVGW 120 beziehungsweise "Gütesiegel für Erdwärmesonden“

      Bearbeitungszeit

      bis 3 Monate; bei komplexen Fällen auch länger

      Aufgrund der Coronakrise kann die Bearbeitung derzeit länger als gewöhnlich dauern und die telefonische Erreichbarkeit eingeschränkt sein.

      Rechtliche Grundlagen

      §§ 8 - 15 Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
      Art. 15 beziehungsweise Art. 70 Bayerisches Wassergesetz (BayWG)

      Landeshauptstadt München

      Referat für Klima- und Umweltschutz
      SG Wasserrecht

      Telefon

      Internet

      Post

      Landeshauptstadt München
      Referat für Klima- und Umweltschutz
      SG Wasserrecht

      Bayerstr. 28a
      80335 München

      Adresse

      Bayerstraße 28a
      80335 München

      Barrierefreiheit & Anfahrt

      Alle Bürgerbüros (4. Stock) sind barrierefrei zugänglich.

      Anfahrt mit MVV

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