Gefahr durch Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln

Sie haben Wespen, Hornissen oder Bienen im Garten, Ihrer Garage oder im Rollladenkasten? Bei Fragen zu diesem Thema hilft Ihnen die Feuerwehr (Telefon 112) gerne weiter.

Sie haben Wespen, Hornissen oder Bienen im Garten, Ihrer Garage oder im Rollladenkasten?

Bleiben Sie ganz ruhig. Von den Tieren geht keine große Gefahr aus.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, die Tiere los zu werden. Denn sie stehen unter Naturschutz: Daher ist es generell verboten, wild lebende Tiere zu verletzen oder zu töten. Auch ihre Nester dürfen nicht zerstört werden. Das gilt besonders, wenn es sich um bedrohte Tierarten  wie zum Beispiel die Hornisse handelt.

Bei Fragen zu diesem Thema hilft Ihnen die Feuerwehr (Telefon 112) gerne weiter. Hier gibt es Experten für Bienen, Wespen und Co.

Allerdings darf die Feuerwehr nur Maßnahmen ergreifen, wenn eine konkrete Gefahr – zum Beispiel bei einer Allergie gegen Wespengift – vorliegt. Dann darf sie die Tiere gegebenenfalls umsiedeln.

Die Ausnahme bilden Bienenvölker: Sie werden nach Möglichkeit immer umgesiedelt, da sie Hilfe brauchen, um über den Winter zu kommen.

Vernichtet werden dürfen in Ausnahmefällen nur solche Insekten, die nicht unter einem besonderen Schutz des Naturschutzgesetzes stehen. Das wären in Deutschland die
Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe.

Die Feuerwehr verzichtet allerdings bei ihrer Ausrüstung ganz auf Insektizide, da deren Einsatz gesundheitlich bedenklich ist.

Störende Insekten im Rollladenkasten werden sie daher nur mit Hilfe einer kostenpflichtigen Schädlingsbekämpfungs-Firma endgültig los – bei den bedrohten Tierarten muss aber auch diese Firma eine besonderen Genehmigung einholen.

Dauer & Kosten

Bearbeitungszeit

Es erfolgt ein Rückruf des Insektenexperten, der über die Tiere, ihren Nutzen und ein friedliches Miteinander aufklärt. Bei Bedarf schaut er sich danach das Nest vor Ort an.

Gebührenrahmen

Kostenlos (Umsiedeln der Insektenvölker sowie Beratung durch die Feuerwehr)

Rechtliche Grundlagen

Bundesnaturschutzgesetz, Bayrisches Feuerwehrgesetz

Fragen & Antworten

Bleiben Insektenvölker über Jahre an ihrem derzeitigen Ort?
Nein. Nur Bienenvölker bewohnen ihr Nest mehrere Jahre. Alle anderen sozialen Wespen- und Hummelarten bilden im Gegensatz zu der Honigbiene ein nur für wenige Monate bestehendes Volk. Im Herbst ist man die Tiere meistens wieder los.

Darf man Nester selbst zerstören?
Nein. Da wild lebende Tiere nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz oder gar unter besonderem Schutz (§ 44 BatSchG) stehen. Eine Bekämpfung der besonders geschützten Arten bedarf daher einer Genehmigung durch die Obere Naturschutzbehörde. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbußen.

Sind die Tiere aggressiv?
Nein. Sie stechen nur bei Bedrohung. Daher sollte man heftige Bewegungen vermeiden und nicht nach den Tieren schlagen, sich dem Nest nähern oder sich bewusst in die Flugbahn stellen. Ansonsten interessieren sie sich nicht für uns Menschen.

Sind die Stiche gefährlich?
Nein. Hornissen oder Wespen haben kein für Menschen gefährliches Gift. Es reicht, den Stich zu kühlen. Bei Stichen im Mundbereich kann man Eis lutschen, um die Schwellung zu reduzieren. Bei einer allergischen Reaktion oder Stichen im Rachenraum den Notruf wählen: 112

Wie kann ich mich schützen?

  • Offene Getränke abdecken, damit sich kein Insekt ins Glas oder den Flaschenhals verirrt.
  • Um die Tiere vom Kaffeetisch fern zu halten, kann man ihnen alternative Nahrungsquellen wie ein Gemisch aus Honig und Früchten anbieten.
  • Damit sich Wespen und Co. nicht in Rollladenkästen ansiedeln, sollte man  eventuelle Schlupflöcher im Frühjahr abdichten.
  • Nester und Tiere in Ruhe lassen und versuchen, die Flugbahn nicht zu blockieren.
Landeshauptstadt München

Hauptabteilung IV - Branddirektion, Katastrophenschutz, Zivilschutz

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An der Hauptfeuerwache 8
80331 München

Fax: 089 2353-81999

Adresse

An der Hauptfeuerwache 8
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Öffnungszeiten

Montag 7.30 – 12 Uhr
Dienstag 8.30 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr
Mittwoch 7.30 – 12 Uhr
Donnerstag 8.30 – 15 Uhr
Freitag 7.30 – 12 Uhr

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