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BAföG – Aufstiegsfortbildung in Vollzeit (AFBG)

Wer an einer beruflichen Weiterbildung in Vollzeit teilnimmt und die gesetzlichen Voraussetzungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFGB) erfüllt, erhält Aufstiegs-BAföG.

Das Aufstiegs-BAföG ist eine Geldleistung, die Sie beantragen müssen. Sie ist ein Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und wird teilweise als Zuschuss (muss nicht zurückgezahlt werden) und teilweise als zinsgünstiges Darlehen gezahlt.

Wer die Fortbildungsmaßnahme in Vollzeit ausübt, kann zusätzlich einen Beitrag zum Lebensunterhalt erhalten, der als Zuschuss gewährt wird. Dies hängt von Ihrem Einkommen und Vermögen ab. Das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres Ihrer*s Ehepartner*in / eingetragenen Lebenspartner*in wird ebenfalls berücksichtigt. Das Einkommen Ihrer Eltern spielt dabei keine Rolle. Typische Aufstiegsfortbildungen sind zum Beispiel Meister- und Fachwirtkurse oder Erzieher- und Technikerschulen.

Grundsätzlich gefördert werden können beispielsweise

  • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren/Schulgeld (50 Prozent als Zuschuss, 50 Prozent als Darlehen jedoch höchstens 15.000 Euro)
  • Beiträge zum Unterhalt (100 Prozent als Zuschuss, bei der Berechnung wird Ihr Einkommen und Vermögen berücksichtigt, ebenso das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres Ihrer*s Ehepartner*in/eingetragenen Lebenspartner*in wird berücksichtigt.
  • Die Hälfte der notwendigen Materialkosten für die Anfertigung eines Meisterstücks (höchstens 2.000 Euro, 50 Prozent als Zuschuss, 50 Prozent als Darlehen)
  • Die Prüfungsvorbereitungsphase (längstens drei Monate nach dem Ende der Maßnahme bis zur Prüfung mit 100 Prozent als Darlehen)

Wenn Sie alleinerziehend sind und mit einem behinderten Kind oder einem Kind unter 14 Jahren zusammen in einem Haushalt leben, erhalten Sie zusätzlich monatlich 150 Euro.

Der Antrag muss eigenhändig unterschrieben werden. Sie können ihn entweder per Post senden, ihn persönlich am Infopoint oder an den Hausbriefkästen (Neuhauser Straße 39 oder Marienplatz am Rathaus) abgeben oder online mit E-Ident hochladen. Bitte geben Sie dabei unbedingt Ihre Steueridentifikationsnummer an. Diese steht auf Ihrem Einkommensteuerbescheid oder auf Ihrer Jahreslohnsteuerbescheinigung oder Sie erkundigen sich beim Bundeszentralamt für Steuern.

Über den Teil des Aufstiegs-BAföGs, der nicht als Zuschuss gewährt wird, erhalten Sie in der Regel einen Darlehensvorschlag von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie können dann mit der KfW einen privatrechtlichen Darlehensvertrag abschließen. Die Bedingungen sind gesetzlich festgelegt. Sie können frei entscheiden, ob Sie von Ihrem Darlehensanspruch Gebrauch machen oder auch ein geringeres Darlehen in Anspruch nehmen wollen als Ihnen zusteht. Die KfW ist rechtlich verpflichtet, mit Ihnen einen Darlehensvertrag bis zur bewilligten Höhe zu schließen (Kontrahierungszwang). Weitere Fragen hinsichtlich des Darlehens stellen Sie bitte selbst an die KfW. Den Kontakt finden Sie bei „Formulare und Links“.

Bei der Berechnung des Aufstiegs-BAföG spielt Ihr Einkommen und Vermögen eine Rolle.

Die Vermögensfreigrenze liegt aktuell bei 45.000 Euro

+ 2.300 Euro für Ehepartner*in oder eingetragene*r Lebenspartner*in

+ 2.300 Euro pro Kind

Wenn Sie verheiratet sind (oder in eingetragener Lebensgemeinschaft leben), wird außerdem das Einkommen des vorletzten Kalenderjahres Ihres*r Ehepartner*in / Lebenspartner*in bei der Berechnung berücksichtigt. Reichen Sie zusätzlich zu Ihrem Antrag (Formblatt A oder W) das Formblatt „Anlage 2 zu Formblatt A“ ein. Diese Formblätter finden Sie über den Link "Antragsformulare für die Austiegsförderung" in der Rubrik „Formulare und Links“.

Voraussetzungen

Die gesetzlichen Voraussetzungen sind komplex und werden in jedem Fall geprüft. Ob Sie für Ihre Weiterbildung Aufstiegs-BAföG erhalten, können Sie am Infotelefon erfragen. Als Richtschnur können Sie vorab folgende Punkte überprüfen:
  • Sie müssen Ihren Hauptwohnsitz in München haben, damit das Amt für Ausbildungsförderung München für Ihren Antrag zuständig ist.
  • Fortbildungscharakter: Die Maßnahme muss eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine bestimmte gleichwertige Arbeitserfahrung voraussetzen.
  • Die Maßnahme muss auf einen öffentlich-rechtlichen Abschluss oder sonstigen gleichwertigen Abschluss vorbereiten.
  • Die Maßnahme muss auf einen Umfang von mindestens 400 Stunden ausgelegt sein und innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden. Sie sollten an vier Werktagen mit mindestens 25 Unterrichtsstunden/Woche stattfinden.
  • Ein privater Fortbildungsträger benötigt ein Zertifikat über ein anerkanntes Qualitätssicherungssystem.

Benötigte Unterlagen

  • Antragsformulare für die Aufstiegsförderung
  • Passkopie als EU-Bürger*in
  • Aufenthaltstitel als Nicht-EU-Bürger*in

Dauer & Kosten

Bearbeitungszeit

Stellen Sie Ihren Antrag bitte mindestens vier Monate vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme, für die Sie AFBG-Leistungen erhalten möchten.

Rechtliche Grundlagen

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)
Landeshauptstadt München

Referat für Bildung und Sport
Amt für Ausbildungsförderung, Bußgeldstelle

Termin vereinbaren

Termin vereinbaren

Telefon

Internet

Post

Landeshauptstadt München
Referat für Bildung und Sport
Amt für Ausbildungsförderung, Bußgeldstelle

Neuhauser Straße 39
80331 München

Fax: +49 89 233-8388

Adresse

Neuhauser Straße 39
80331 München

Öffnungszeiten

Persönliche Beratung am Infopoint ist wieder möglich!

Bitte vereinbaren Sie dennoch nur in dringenden Angelegenheiten einen Termin über die Onlineterminvergabe oder direkt bei Ihrer Ansprechperson!

Öffnungszeiten des Infopoints:

Dienstag: 13 bis 17 Uhr
Donnerstag: 9.30 bis 12 Uhr, 13 bis 16 Uhr
1. April bis 31. Oktober zusätzlich:
Mittwoch: 13 bis 16 Uhr

Barrierefreiheit & Anfahrt

Anfahrt mit MVV

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