Öffentliche Ausschreibung

Familien- und Beratungszentrum im Siedlungsgebiet Nordhaide

20. Dezember 2022

Ausschreibungen, © Helder Almeida - Fotolia.com

Trägerschaftsauswahlverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Familien- und Beratungszentrum im Siedlungsgebiet Nordhaide
11. Stadtbezirk, Milbertshofen - Am Hart

1. Ausgangssituation

Die Landeshauptstadt München (LHM) verbessert und fördert die Lebensumstände und die Entwicklungsmöglichkeiten von Familien und Kindern nachhaltig. Gemäß den § 16, und § 28 SGB VIII plant das Sozialreferat unter einem Dach und unter einer Trägerschaft eine integrierte Einrichtung in Form eines Familien- und Beratungszentrums (FBZ).

Durch die Errichtung dieser Einrichtung erfüllt die LHM ihre Planungsverantwortung gemäß § 80 SGB VIII, rechtzeitig und ausreichend soziale Infrastruktur für Kinder und Familien bereitzustellen.

1.1 Ausgangssituation und sozialräumliche Bedarfslage

In unmittelbarer Nähe des Siedlungsgebietes Am Hart des Stadtbezirkes 11 entstand in den letzten Jahren auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz (Panzerwiese) die Siedlung „Nordhaide“, eine Wohnanlage mit ca. 2.500 Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten.

Sowohl im Sozialmonitoring des Sozialreferates als auch im Index „Unterstützungsbedarf für Familien“, zeigt das Wohngebiet Nordhaide eine der höchsten Bedarfe nach Unterstützungsangeboten für Familien mit kleinen Kindern, aber auch für Familien in sozial benachteiligten und prekären Lebenslagen sowie erschöpfte Familien.

Auch im Abgleich des Bestandes von niedrigschwelligen Familienangeboten im frühkindlichen Bereich und den Bedarfshinweisen vom Sozialbürgerhaus Nord sowie der Fachbasis (Bestandsangebote / REGSAM-Facharbeitskreis) wurde eine hohe Bedarfsnotwendigkeit für ein Familien- und Beratungszentrum bestätigt.

1.2 Sozialräumliche Bedarfslage

Die Planungsregion 11_1 Nordhaide, nördlich der Neuherbergstraße mit den Neubaugebieten Nordhaide West und Nordhaide Ost und dazwischen der Mortonstraße und dem Morsering, ist seit Jahren eine mit den höchsten sozialen Herausforderungen in München und liegt im Negativranking auf Rang 5 von insgesamt 114 Planungsregionen in München (Sozialmonitoring der Landeshauptstadt München 2018). Dabei ist die Entwicklung nach der Fertigstellung des Neubaugebiets Nordhaide West im stadtinternen Vergleich negativ von Rang 16 im Jahre 2009 auf Rang 5 Jahr 2018 gestiegen.

Auf die hohe Quote der dort lebenden belasteten Familien muss dringend durch präventive und entlastende Angebote reagiert werden. Die Familien sollen frühzeitig integrations- und entwicklungsfördernde Angebote erhalten.

Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Datenlage und der sozialräumlichen Bedarfslage der Planungsregion Nordhaide hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss am 26.10.2021 und die Vollversammlung des Stadtrats am 25.11.2021 die Errichtung des  Familien- und Beratungszentrums im Siedlungsgebiet Nordhaide beschlossen. Das Nutzerbedarfsprogramm der geplanten Einrichtung und die Durchführung eines Trägerauswahlverfahrens wurden ebenfalls verabschiedet (Sitzungsvorlage-Nr. 20-26 / V 04390).

2. Trägerauswahl

Auf der Grundlage der städtischen Ausschreibungsrichtlinien für bezuschusste soziale Einrichtungen sucht das Stadtjugendamt der Landeshauptstadt München mit dieser Ausschreibung einen Träger für das Familien- und Beratungszentrum (FBZ). Dieser muss - nach §75 SGB VIII - als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt sein. Das Ergebnis der Trägerauswahl wird dem Stadtrat im II. Quartal 2023 zur Entscheidung vorgelegt.

3. Fachlich-inhaltliche Informationen zu dem geplanten Familien- und Beratungszentrum (FBZ)

3.1 Anforderungsprofil der Angebotsbereiche der Einrichtung

Grundvoraussetzungen der Arbeit in der hier ausgeschriebenen Einrichtung für Kinder und ihre Familien sind pädagogische, organisatorische, planerische und administrative Fähigkeiten des Trägers.

Die ausgeschriebenen Fachkraftstellen der Einrichtung sollen mit Sozialpädagog*innen (Diplom, bzw. BA) oder vergleichbaren Professionen besetzt werden. Das Fachpersonal übernimmt ab Eröffnung die Arbeit des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) im Siedlungsgebiet Nordhaide. Die integrierte psychologische Fachkraftstelle der Erziehungsberatung ist nicht Gegenstand des Trägerauswahlverfahrens. Die psychologische Fachkraft ist bei der regional zuständigen Erziehungsberatungsstelle angestellt, ihr Arbeitsplatz ist allerdings vor Ort in der ausgeschriebenen Einrichtung.

Die Zusammenarbeit zwischen Träger, regional zuständiger Erziehungsberatung und Stadtjugendamt verpflichtend. Die Gestaltung und Einrichtung der Räume ist mit dem Stadtjugendamt abzustimmen.

Wie eingangs dargestellt (s. Punkt 2) muss der auszuwählende Träger als Träger der freien Jugendhilfe nach §75 SGB VIII anerkannt sein. Er ist dazu verpflichtet, den Mitarbeitenden Supervision, Fortbildungen und Weiterqualifizierung anzubieten.

Die fachliche Vertretung der hier ausgeschriebenen Einrichtung in (über)regionalen Gremien und in der Fachrunde Münchner Familienzentren wird verbindlich vorausgesetzt.

Eine enge Zusammenarbeit mit den im 11. Stadtbezirk arbeitenden sozialen Einrichtungen u.a. auch im Facharbeitskreis von REGSAM ist verpflichtend. Bedarfe sollen evaluiert und verbindliche Kooperationsangebote sollen entwickelt, verstetigt und ausgewertet werden.

3.2 Angebotsbereich Familien- und Beratungszentrum (FBZ) nach §16 und §28 SGB VIII
 

Zielsetzung und Zielgruppen

Das Familien- und Beratungszentrum (FBZ) im Siedlungsgebiet Nordhaide ist ein sozialraumorientierter, niederschwelliger und wohnortnaher Anlauf- und Begegnungsort für alle Familien des Stadtteils und der angrenzenden Wohnquartiere. Hier finden Familien fachlich kompetente Ansprechpartner*innen in allen Fragen rund um Familienbildung (§16 SGB VIII) und Familienberatung (§28 SGB VIII). Die integrierte Einrichtung erleichtert den Zugang zu Angeboten der Familienbildung, indem es über passgenaue Unterstützungsangebote informiert und bei Bedarf an andere Stellen und Einrichtungen weitervermittelt. Es führt selbst Angebote der Familienbildung nach § 16 SGB VIII durch oder organisiert sie in Kooperation mit anderen Einrichtungen. Das Familien- und Beratungszentrum (FBZ) arbeitet verbindlich mit der Kontaktstelle „Frühe Förderung“, sowie der regional zuständigen Erziehungsberatungsstelle zusammen. Durch die Zusammenarbeit mit der psychologischen Fachkraft (§28 SGB VIII „Erziehungsberatung“) der regional zuständigen Erziehungsberatungsstelle mit den Mitarbeitenden des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) in einem Haus entstehen Synergieeffekte, die zum Vorteil der Familien ausgeschöpft werden sollen. Der Beratungszugang für Familien wird erleichtert. Die integriert geplante Einrichtung soll Kinder und Familien unterschiedlichster Lebenslagen, Lebensformen und Ressourcen erreichen.

Die Zielsetzungen der Einrichtung sowie Leistungsangebote sind gemäß dem Rahmenkonzept Münchner Familienzentren und dem Grundsatzbeschluss Münchner Familienzentren (KJHA 01.2019) zu planen und umzusetzen.

Als Standards für Qualität und Erfüllung der Aufgaben des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) gelten weiterhin die Förderrichtlinien der LHM .

Leistungen und Angebotsbereiche

Aufgabe des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) ist die Bereitstellung von Angeboten für Familien (§16 und §28 SGB VIII). Das Familien- und Beratungszentrum bildet einen offenen, niedrigschwelligen Knotenpunkt im Sozialraum. Die Einrichtung ist Bildungs- und Erfahrungsort, der an den alltäglichen Lebenszusammenhängen der Familien im Wohnquartier anknüpft, Selbsthilfepotenziale von Eltern aktiviert, deren soziale Netzwerke unterstützt und ehrenamtliches Engagement individuell und strukturell fördert.

Die Angebote unterstützen die Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben, entlasten sie in Alltagsangelegenheiten und basieren auf einer zielgruppen- und sozialraumorientierten Bedarfsermittlung. Die Angebote berücksichtigen Querschnittsbereiche wie Gender Mainstreaming, sexuelle Identität, interkulturelle Arbeit und Inklusion. Die Öffnungszeiten der Einrichtung orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und der Familien. Sie beziehen Abende, Wochenenden und Ferienzeiten in die Planungen ein.

Folgende Angebotsbereiche (Leistungskategorien) sind für die Arbeit des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) handlungsleitend:

  • Information und Beratung
  • Begegnung - Offener Treffpunkt mit Cafébereich (nicht kommerziell)
  • Bildungsangebote für Eltern
  • Begleitung und Förderung von Kindern
  • Bildungsangebote für Eltern & Kind
  • Alltagsentlastung
  • Qualitative Familienzeit
  • Leistungen im Sozialraum (mobile Angebote)

Fachpersonal

Die Fachkraftstellen (2,5 VZÄ) des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) sollen mit Sozialpädagog*innen (Diplom, bzw. BA) oder vergleichbaren Professionen besetzt werden. In den ausgeschriebenen Fachkraftstellen sind Leitungsanteile bereits berücksichtigt. Die zukünftige Leitung soll bereits mit einem Vorbereitungszeitraum von sechs Monaten vor Einrichtungseröffnung tätig werden.

Die sozialpädagogischen Fachkräfte des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) organisieren das tägliche Tagesgeschäft der Einrichtung, planen und organisieren die bedarfsgerechten Angebote und führen diese auch (teils) selbst durch. Die Gewinnung und Anleitung von ehrenamtlich tätigen Personen und Honorarkräften, Dokumentation und Berichtswesen, Qualitätssicherung und -entwicklung, Verwaltungstätigkeiten und die Abwicklung von Finanzangelegenheiten gehören ebenso zum Aufgabenspektrum

Anbieter der Leistungen der Erziehungsberatung nach §28 SGB VIII ist die regional zuständige Erziehungsberatungsstelle, Beratung am Harthof Arbeitsplatz und Aufgabenbereich der psychologischen Fachkraft ist im Familien- und Beratungszentrum (FBZ) im Siedlungsgebiet Nordhaide. Zwischen dem Träger der regional zuständigen Erziehungsberatungsstelle (Beratung am Harthof) und dem auszuwählenden Träger wird eine verbindliche Kooperationsvereinbarung (Mustervorlage LHM) geschlossen. Die Personalstelle der psychologischen Fachkraft und den einmaligen Investitionskostenzuschusses für die Beschaffung der Ersteinrichtung des Beratungsraumes sind nicht Gegenstand dieses Trägerauswahlverfahrens.

4. Finanzielle Ausstattung

Alle Vereinbarungen und Kosten beziehen sich auf die Beschlussvorlage „Familien- und Beratungszentrum im Siedlungsgebiet Nordhaide“ Sitzungsvorlage Nr. 20-26 / V 04390 vom 26.10.2021. Die Tarif- und Sachkostensteigerungen können berücksichtigt werden. Die jährlichen Folgekosten für den Betriebsteil des Familien- und Beratungszentrums (nach §16 SGB VIII) setzen sich wie folgt zusammen:

0,5 VZÄ S 15 SuED*
Dipl.Soz.Päd. oder BA, (Familienzentrum § 16 SGB VIII)
43.560 €

2,0 VZÄ S 12 SuED*
Dipl.Soz.Päd. Oder BA, (Familienzentrum § 16 SGB VIII)
149.360 €

0,5 VZÄ E6 TVöD* Verwaltungskraft
29.855 €

Honorarkosten
40.000 €

Berufsgenossenschaft
2.000 €

Fortbildung/Supervision/Organisationsberatung
2.400 €

Raumnebenkosten, Heizung/Wasser/Strom (inkl. Allgemeiner Wirtschaftsbedarf/Instandhaltung) sowie Sachkosten (Verwal-tungskosten, Veranstaltungskosten, Familienbildungsangebote, sonstige Anschaffungen, Versicherungen, Gebühren, Beiträge)**
58.000 €

Kosten Bankbürgschaft Mietkaution 4,5 % (von 31.500 €)
1.417,50 €

Gesamtkosten
326.592,50 €

ZVK (9,5 % der Gesamtkosten) ***
31.026,29 €

Gesamtkosten (inklusive ZVK)
357.618,79 €

Eigenmittel (Spenden) des Trägers: 5 %
17.880,94 €

Einnahmen, Kostenbeiträge, Erstattungen
2.000 €

Jährlicher Zuschussbedarf für den freien Träger

337.737,85 €

Fiktive Jahreskaltmiete für eine Flächengröße von 350 qm
126.000 €

Gesamtkosten dauerhaft
463.737,85 €

* Jahresmittelbeträge 2021 der Durchschnittsstufe

** Die Raumkosten (ohne Miete) sowie die Sachkosten sind zusammengefasst dargestellt.

*** Die ZVK werden vorsorglich mit 9,5 % berücksichtigt. Ob diese tatsächlich oder nur in geminderter Höhe anfallen (z. B. 7,5 % bei Spitzenverband) kann erst nach dem Trägerauswahlverfahren festgestellt werden. Sollte im Rahmen des TAV kein ZVK-berechtigter Träger bzw. ein Träger welcher die ZVK nur in einer geringeren Höhe geltend machen kann, ausgewählt werden, kann der ausgewählte Träger, die für die ZVK berücksichtigten (Mehr-)Kosten für anderweitige

Einmalig stehen 141.000, -EURO für die Ersteinrichtung (Möblierung der Räume (inkl. Küche), Haushaltswaren, technische Gerätschaften, Bürobedarf, Spielsachen, etc) der Räume des Familienzentrums bereit.

5. Räumliche Ausstattung/ Anmietung der Räume des Familien- und Beratungszentrums (FBZ) Nordhaide

Für eine zielgruppen- und bedarfsgerechte Betriebsführung des Familien- und Beratungszentrums gemäß des Grundsatzbeschlusses Münchner Familienzentren, ist die Anmietung passender Räumlichkeiten mit einer Nutzfläche von circa 350 qm im Siedlungsquartier Nordhaide erforderlich.

Die Einrichtung soll in möglichst zentraler Lage gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein. Ein barrierefreier Zugang zu den künftigen Räumen, des noch zu ermittelnden Trägers, ist äußerst wichtig, um allen Besucher*innen zu ermöglichen, an den Angeboten teilzunehmen bzw. Beratung in Anspruch zu nehmen.

Geeignete Räumlichkeiten müssen durch den Träger angemietet werden.
Um ggf. das Angebot von Raumüberlassungen zu ermöglichen (z.B. für Umgänge von Eltern*teilen mit ihren Kindern), sollte dies bei der Schließanlage berücksichtigt werden.

6. Auswahlverfahren

Die Bewerbungen werden durch eine Kommission des Sozialreferates ausgewertet. Es wird ein Vergleich der Angebote gemäß der städtischen Ausschreibungsrichtlinien für bezuschusste soziale Einrichtungen nach den Bewertungskriterien „Fachlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Pluralität“ vorgenommen. Bei der Auswahl des Trägers werden fachliche Kriterien in Bezug auf die Aufgabenerfüllung höher bewertet als das Kriterium der Wirtschaftlichkeit. Im Bewerbungsformular ist auf alle nachfolgend genannten Auswahlkriterien einzugehen. Das Ergebnis des Auswahlverfahrens wird dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt München voraussichtlich im II. Quartal 2023 in öffentlicher und nicht-öffentlicher Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.

6.1 Auswahlkriterien

Folgende Bewertungskriterien sind grundsätzlich ausschlaggebend:

6.1.1 Auswahlkriterien Fachlichkeit

Personalkonzept der geplanten Einrichtungen (Ziele, Methoden, Personalgewinnung und -führung, Aufgaben des Personals, Qualitätsmanagement, Synergieeffekte).
(3-fach-Wertung)

Sozialraumorientierung und Kooperationen: Veranschaulichung der Kenntnisse des betreffenden Sozialraums und Quartiers und über die Vernetzung mit den Institutionen vor Ort. Konkrete Überlegungen zur Entwicklung und Durchführung von verbindlichen Angeboten in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen im Sozialraum.
(3-fach-Wertung)

Zielgruppenorientierung: Darstellung konkreter Maßnahmen zur Erreichbarkeit von Familien (insbesondere auch in prekären Lebenslagen) .
(2-fach-Wertung)

Darstellung bedarfsgerechter Öffnungszeiten, auch an Wochenenden und in den Ferien.
(2-fach-Wertung)

Darstellung der Einbindung der Querschnittsaufgaben Gender Mainstreaming und geschlechtsspezifische Arbeit, interkulturelle Arbeit, Inklusion und sexuelle Identität.
(1-fach-Wertung)

Darstellung konzeptioneller Ideen, ggf. praktischer Erfahrungen mit Angeboten zur Förderung der Erziehung in der Familie (§16 SGB VIII) gemäß den Schwerpunkten des Rahmenkonzeptes der Münchner Familienzentren.
(3-fach-Wertung)

Darstellung der Vorstellung zur verbindlichen Zusammenarbeit des Familien- und Beratungszentrums mit der Fachkraft der regional zuständigen Erziehungsberatung.
(2-fachWertung)

6.1.2 Wirtschaftlichkeit

Bei der Auswahl des Trägers werden Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Zusammenhang mit dem Umfang und der Qualität des Leistungsangebotes sowie die Kostentransparenz und ggf. der Einsatz von Eigenmitteln / Einnahmen beurteilt und berücksichtigt.
(2-fach-Wertung)

6.2 Bewerbungsmodalitäten

Die Bewerbung muss spätestens bis zum 17.02.2023 (es gilt das Datum des Poststempels), beim:

Sozialreferat / Stadtjugendamt,
Abt. S-II-KJF/A
Prielmayerstraße 1
80335 München

schriftlich im Original, durch Vertretungsberechtigte unterschrieben, im verschlossenen Briefumschlag, eingegangen sein. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Bewerbungsunterlagen am Marienplatz in den Rathausbriefkasten an der Rathauspforte auch am letzten Tag der Frist bis 23.59 Uhr einzuwerfen.

Der Umschlag ist in jedem Fall (auch wenn der Postweg gewählt wird) deutlich zu kennzeichnen mit: „Bewerbung Familien- und Beratungszentrum (FBZ) Nordhaide - nur zu öffnen durch S-II-KJF/A.“

In der Bewerbung ist insbesondere darzulegen, dass sowohl die genannten Leistungsvorgaben erfüllt werden können als auch die Voraussetzungen vorliegen. Soweit sich nur ein Träger bewirbt und dieser die Anforderungen nicht optimal erfüllt, ist es möglich, das Verfahren aufzuheben und ggf. gezielt zu vergeben.

Zur Bewerbung sind ausschließlich die drei beigefügten Formulare zu verwenden. Das vorgegebene Bewerbungsraster und die Schriftgrößen sind einzuhalten. Insgesamt darf die Bewerbung (ohne Vorblatt und Kosten- und Finanzierungsplan) zehn DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Der Kosten- und Finanzierungsplan in der vorgegebenen Form ist ebenfalls einzuhalten und vollständig mit den Daten der verschiedenen Haushaltsjahre auszufüllen und der Bewerbung beizufügen. Die Nichteinhaltung der Begrenzung des Bewerbungsumfangs auf zehn DIN A4 Seiten (zzgl. dem Vorblatt und einer Seite Kosten- und Finanzierungsplan) führt automatisch zum Ausschluss. Der Kosten- und Finanzierungsplan (KuFPl) für die ausgeschriebenen Angebote ist in der vorgegebenen Form ebenfalls einzuhalten sowie vollständig mit den Daten der verschiedenen Haushaltsjahre auszufüllen und der Bewerbung beizufügen. Die Verwendung von Schutzerklärungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist ebenso wie die Scientology-Erklärung unterschrieben beizufügen.

Für Fragen zum Verfahren können Sie sich wenden an das Gruppenpostfach familienbildung.soz@muenchen.de.

München, den 20.12.2022

Sozialreferat
Stadtjugendamt
Abteilung Kinder, Jugend und Familie
Sachgebiet Angebote für Familien, Frauen und Männer