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Umweltstatistik 2021

Abfall- und Wertstoffmengen in München auf Höchststand

12. Juli 2022

Enorme Zunahme der Abfallmenge bei Leichtverpackungen im Jahr 2021

Steigendes Liniendiagramm - mit auffallender Steigung 2020 auf 2021

Im Jahr 2021 fielen laut dem Abfallwirtschaftsbetrieb München insgesamt 574 773 Tonnen an Abfall- und Wertstoffmengen in den Münchner Haushalten an. Dies ist ein neuer Höchststand seit 2009 (574 919 Tonnen). Gegenüber 2012 war eine Zunahme um 11 641 Tonnen bzw. 2,0 Prozent zu verzeichnen. In den letzten zehn Jahren waren die Abfallmengen in den Jahren 2013 und 2014 mit etwas mehr als 555 000 Tonnen besonders niedrig.

Die meisten Abfallmengen waren 2021 auf Restmüll mit 308 120 Tonnen zurückzuführen, das entsprach 53,6 Prozent aller Abfallmengen. An zweiter Stelle stand das Altpapier mit 80 544 Tonnen bzw. 14,1 Prozent. Darauf folgten Biomüll mit 52 008 Tonnen (9,1 Prozent) und Altglas mit 31 708 Tonnen (5,5 Prozent).

Ein enormer Anstieg der Abfallmenge ist bei den Leichtverpackungen festzustellen. Im Jahr 2021 wurde eine Abfallmenge von 14 932 Tonnen an Leichtverpackungen registriert. Das entsprach einem Plus von 5 295 Tonnen (54,9 Prozent) gegenüber 2020, im Vergleich zu 2012 war dies sogar ein Plus von 8 609 Tonnen bzw. 136,2 Prozent.

Laut Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V. (BDA) wurde diese Zunahme hauptsächlich durch das veränderte Verzehr- und Konsumverhalten der Bevölkerung, besonders im Jahr 2021, durch die Lockdown-Bestimmungen während der Corona-Pandemie, verursacht.

Die stetige Zunahme der Anteile von Ein- und Zweipersonenhaushalten sowie der Senioren*innen hat zur Folge, dass kleinere Füllgrößen gekauft werden und diese vermehrt zu Abfällen führen.

Dagegen hatte die Abfallmenge an Altpapier von 2011 bis 2021 stetig abgenommen, im Jahr 2012 wurden nämlich 98 057 Tonnen Altpapier gezählt, das entspricht einem Minus von 17 513 Tonnen bzw. 17,9 Prozent zum Berichtsjahr 2021.