Todesursachenstatistik 2020

Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems – wie in den Vorjahren – Todesursache Nummer Eins

23. Mai 2022

Die Todesursachen verstorbener Münchner*innen im Jahr 2020

Laut der kürzlich erschienenen Todesursachenstatistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik sind 12 266 Personen mit Hauptwohnsitz in München im Jahr 2020 aus dem Leben geschieden, darunter 6 184 Frauen (50,4 %). Gegenüber dem Vorjahr ist ein deutliches Plus der gesamten Sterbefälle zu verzeichnen. 2019 gab es laut der Statistik 11 348 Gestorbene, was einer Zunahme auf 2020 von 918 Personen, beziehungsweise 8,1 Prozent entspricht. Die Hauptwohnsitzbevölkerung ist im selben Zeitraum um 1,2 Prozent gewachsen.

Die mit Abstand häufigste Todesursache 2020 war eine Erkrankung des Kreislaufsystems. Daran starben 3 877 Personen (2 038 Frauen und 1 839 Männer). Insgesamt sind 31,6 % der Sterbefälle darauf zurückzuführen. 81,1 % der Verstorbenen waren 75 Jahre und älter. Ischämische Herzkrankheiten (1 330) waren mit einem Anteil von 34,3 % die häufigste Todesursache unter den Herz-/Kreislauferkrankungen.

Die zweithäufigste Todesursache lag im Bereich der Neubildungen mit 3 011 Verstorbenen, was 24,5 % aller Todesursachen entspricht. 96,1 % dieser Sterbefälle gingen auf bösartige Neubildungen zurück. 1 643 Personen waren dabei 75 Jahre und älter, das sind 56,8 % aller Krebstoten.

Mit großem Abstand folgten 835 Sterbefälle (6,8 % aller Verstorbenen) infolge psychischer Störungen bzw. Verhaltensstörungen. 87,8 % der an dieser Krankheit Verstorbenen waren mindestens 75 Jahre alt und 63,7 % waren weiblich. Den größten Anteil in dieser Gruppe bildeten die 714 Personen (85,5 %) die infolge einer Demenzerkrankung starben. 97,2 % der an Demenz Verstorbenen waren zum Todeszeitpunkt 75 Jahre und älter.

Covid-19 wurde zu Beginn der Pandemie im März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eigene Todesursache ausgewiesen und zum ersten Mal statistisch erhoben.
Demnach wurden 771 Todesfälle an und mit Covid-19 als vierthäufigste Todesursache in München erfasst, das sind 6,3 % aller Verstorbenen. Davon waren 374 bzw. 48,5 % weiblich. 626 Personen (81,2 %) waren zum Todeszeitpunkt 75 Jahre und älter.

Ähnlich viele Todesfälle waren auf die Krankheiten des Atmungssystems mit 708 Toten zurückzuführen, darunter waren 349 bzw. 49,3 % weiblich und 505 bzw. 71,3 % mindestens 75 Jahre und älter.

Nichtnatürliche Todesursachen, wie Folgen äußerer Ursachen, Verletzungen und Vergiftungen führten zu 685 Todesfällen (5,6 %). Von diesen Verstorbenen waren 53,3 % mindestens 75 Jahre und älter. In 62,6 % der nichtnatürlichen Todesfälle waren Unfälle (429) die Ursache, dabei waren 61,1 % dieser Todesfälle auf Personen in einem Alter von mindestens 75 Jahren zurückzuführen.
Durch vorsätzliche Selbstbeschädigung kamen 134 Personen ums Leben, davon waren 40 Personen weiblich (29,9 %). Zum Todeszeitpunkt hatten 103 Menschen ihr 75stes Lebensjahr noch nicht erreicht.