Konflikte? Kann man managen!

Ob im Alltag oder im Nachtleben: Konfliktmanager*innen der städtischen Fachstellen können vermitteln

09. Mai 2022

Feiern ja, aber bitte mit Rücksicht

AKIM
Carolin Tietz
Die Teams von AKIM sind an verschiedenen von Feiernden gern frequentierten Plätzen unterwegs und treten mit ihnen auf Augenhöhe in den Dialog. Denn Feiern soll möglich sein, aber mit Rücksicht und Augenmaß.

AKIM ist wieder auf öffentlichen Plätzen unterwegs, auch an neuen Einsatzorten - die Konfliktmanager*innen vermitteln zwischen Anwohnerschaft und Feiernden

Seit Ende April sind sie wieder unterwegs – die Konfliktmanager*innen der Stelle für allparteiliches Konfliktmanagement in München (AKIM). Bis Ende September werden sie an ausgewählten Feierorten im öffentlichen Raum präsent sein.

Die Teams von AKIM machen ihre Touren zu zweit und sind an den roten Westen mit dem Logo der Stadt erkennbar. Sie sprechen die Feiernden an, weisen sie auf die Bedürfnisse der benachbarten Wohnbevölkerung hin, vermitteln bei Konflikten und gehen aktiv auf Feiernde zu, bei denen das Feiern aus dem Ruder läuft. Sie zeigen durch ihre Präsenz, dass an diesen Orten Feiern und Wohnen miteinander vereinbar sein sollen. Sie sind auch für die Feiernden Ansprechpartner, beispielsweise indem auf Probleme und Notfälle schnell reagiert werden kann.

Im Glockenbachviertel sind die Teams neben dem Gärtnerplatz in diesem Jahr zusätzlich auch am Baldeplatz im Bereich der Wittelsbacherbrücke anzutreffen. Damit passt sich AKIM an die Veränderungen an, dass im Glockenbachviertel der öffentliche Raum insgesamt stärker zum nächtlichen Aufenthalt genutzt wird.

Wie im vergangenen Jahr halten die Teams sich zudem auch am Wedekindplatz in Alt-Schwabing und im Bereich der Gerner Brücke/Grünwaldpark in Nymphenburg auf. Weitere Einsatzorte können im Verlauf der Saison ergänzt werden.
Erreichbar ist das AKIM-Team für Konflikte im öffentlichen Raum telefonisch unter 233-40456 oder per E-Mail.

AKIM sucht...

...Konfliktmanager*innen auf Honorarbasis für verschiedene öffentliche Plätze mit Erfahrungen in der Ansprache junger Menschen auf der Straße. Wer sich dieser spannenden, aber auch fordernden Aufgabe stellen möchte, kann sich bis 31. Mai bei AKIM per E-Mail oder per Telefon 233-40216 bewerben.

Einsatz für ein verträgliches Nachtleben

Mit MoNa – Fachstelle Moderation der Nacht – bündelt die Stadt alle Belange

Letztes Jahr, am 1. Juni, startete die Fachstelle Moderation der Nacht (MoNa) ihre Arbeit. Sie ist die zentrale Schnitt- und Anlaufstelle für alle Belange des nächtlichen Lebens in München.

MoNa nimmt die verschiedenen Bedürfnisse rund um das nächtliche Feiern auf, sammelt sie und bringt die Beteiligten miteinander in Austausch. Gemeinsam mit Akteuren der Nachtkultur, der Stadtgesellschaft, der Verwaltung, anderer Institutionen sowie den Feiernden selbst entwickelt und gestaltet sie eine lebendige und verträgliche Nachtkultur.

So rief MoNa den Runden Tisch Nachtleben München mit rund 30 teilnehmenden Personen, Organisationen und Ämtern ins Leben und moderiert ihn nun. Drei Arbeitsgruppen zu den Themen Räume für Nachtleben und Nachtkultur, Verträglichkeit des Nachtlebens im öffentlichen Raum und Unterstützung für organisierte Nachtkultur haben sich aktuell herausgebildet.

Für die Partyszene konnte letztes Jahr die Veranstaltungsreihe München tanzt wieder! umgesetzt werden. Der Moderator der Nacht bildete die Brücke zwischen den fünf Clubs im Umfeld des Maximiliansplatzes und der Verwaltung, sodass die Tanzabende innerhalb von zwei Monaten realisiert werden konnten.

MoNa ist erreichbar

Detaillierte Informationen zur Fachstelle gibt es zudem unter stadt.muenchen.de/infos/mona.html.

Jeden letzten Montag im Monat hat MoNa zudem eine Sprechstunde von 18 bis 19 Uhr im JiZ (Jugendinformationszentrum München) – urlaubsbedingt ist die nächste wieder im Juni.

Oberbürgermeister Dieter Reiter:

Pressefoto OB Dieter Reiter (Foto 9), © Presseamt / Nagy

„MoNa ist die zentrale Schnitt- und Anlaufstelle für alle Themen des Münchner Nachtlebens. Sie steht in engem Austausch mit Feiernden und Nachtkulturbetreiber*innen und bringt Personen, Organisationen und Ämter an den ‚Runden Tisch‘. Denn München braucht ein aktives, lebensbejahendes Nachtleben.“

Mediator*innen vermitteln

Streit
Bei Konflikten wieder ins Gespräch kommen: Die Stelle für Gemeinwesenmediation (SteG) hilft dabei.

Bei Konflikten wieder ins Gespräch kommen

Wenn es um einen Streit in den Bereichen Nachbarschaft, Wohnumfeld, Schule, Kindertagesbetreuung, Bürgerschaftliches Engagement oder soziales Projekt geht, können sich Betroffene an die Stelle für Gemeinwesenmediation (SteG) wenden.
Ein Mediationsteam hilft dabei, wieder ins Gespräch zu kommen und eine Lösung zu finden, die für alle passt und fair ist. Das Angebot ist kostenlos.

Seit April ist eine neue Stelle besetzt, die sich speziell um Vermittlung in Nachbarschaften (VIN) kümmert. Wohnbaugesellschaften, Genossenschaften oder Eigentümergemeinschaften können die Mediation unter Telefon 233-40243 oder per Mail beauftragen. Die Kosten für die Honorarkräfte müssen selbst übernommen werden. Die städtischen Wohnbaugesellschaften GEWOFAG und GWG haben zum Beispiel bereits für fünf Gebiete Unterstützung angefragt.

Außerdem spricht die Stelle mit einem Flyer gerade speziell Personen an, die Ukrainer*innen bei sich aufgenommen haben. Sie können sich an SteG wenden, falls in dieser ungewöhnlichen Situation Konflikte auftreten.

Das Team von SteG ist erreichbar unter Telefon 233-40034 und per E-Mail Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr. Mehr Details unter muenchen.de/steg.

SteG sucht...

...Konfliktmanager*innen auf Honorarbasis für verschiedene private Plätze und Wohnanlagen in München. Wer Interesse hat, kann sich über die Voraussetzungen unter muenchen.de/steg informieren.

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 10. Mai 2022.