Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine

Geflüchtete aus der Ukraine müssen für einen Aufenthalt länger als 90 Tage einen Aufenthaltstitel beantragen. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

05. September 2022

Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine

Aus der Ukraine Geflüchtete dürfen - unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – nach Deutschland
einreisen und sich nach der erstmaligen Einreise für 90 Tage in Deutschland aufhalten.
Für einen weiteren Aufenthalt benötigen sie einen Aufenthaltstitel, den sie bei der für ihren Wohnsitz
zuständigen Ausländerbehörde beantragen können. Wo sie ihren Wohnsitz nehmen dürfen, wird bei
ihrem Besuch im Ankunftszentrum entschieden, falls nicht schon eigenständig eine private
Unterkunft in München gefunden wurde. In diesem Fall müssen sie ihren Wohnsitz in den Münchner
Bürgerbüros anmelden und sich – falls noch nicht geschehen - registrieren lassen.

Die Betroffenen können eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz nach § 24
AufenthG erhalten wenn sie:

  • selber die ukrainische Staatsangehörigkeit haben,
  • Familienangehörige haben (Eltern, Kinder, Eheparter*innen, nicht-verheiratete Partner*innen und enge Verwandte, die schon in der Ukraine in der Familiengemeinschaft gelebt haben), die eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten,
  • in der Ukraine bereits als Flüchtling anerkannt worden sind,
  • einen dauerhaften Aufenthaltstitel für die Ukraine besitzen oder
  • sie nicht sicher und dauerhaft in ihr Heimatland zurückkehren können.

Alle anderen aus der Ukraine Geflüchtete können nur in Deutschland bleiben, wenn sie die
Voraussetzungen für einen anderen Aufenthaltstitel erfüllen.

Nachdem sie eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz beantragt haben, wird dieser
Personenkreis von der Ausländerbehörde München angeschrieben und gebeten, binnen drei
Monate zu erklären aus welchen Gründen und zu welchem Zweck sie in Deutschland bleiben
möchten oder warum sie nicht sicher und dauerhaft in ihr Heimatland zurückkehren können.

Mit dem Schreiben wird eine Fiktionsbescheinigung mit einer 6-monatigen Gültigkeit als Nachweis
über das vorübergehende Aufenthaltsrecht bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde über den
Antrag versendet, mit welcher aber aufgrund aktueller Weisungen keine Erwerbstätigkeit
aufgenommen werden darf.

Nach Eingang der Unterlagen prüft die Ausländerbehörde, ob der gewünschte Aufenthaltstitel erteilt
werden kann. Möglich sind grundsätzlich Aufenthaltserlaubnisse zu nahezu allen
Aufenthaltszwecken, insbesondere zur Aufnahme eines Studiums, eines Sprachkurses, einer
Ausbildung, zur Absolvierung eines Freiwilligendienstes, aber auch – sofern die akademische oder
Fachausbildung in Deutschland anerkannt wird – zur Aufnahme einer qualifizierten Beschäftigung.
Für die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen, wie in der
Regel die Sicherung des Lebensunterhalts, erfüllt sein. Dies ist zum Teil auch über eine
entsprechende Verpflichtungserklärung einer anderen Person oder eines Unternehmens, ein
Sperrkonto oder den anderweitigen Nachweis über entsprechende finanzielle Mittel möglich.