Forschungs- und Innovationsbericht 2022

Der neue Bericht zeigt Innovationen und neue Technologien für städtische Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, die in der Stadtverwaltung umgesetzt wurden.

12. Juli 2022

Innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren bei der Stadt

Gittertunnel und Bild einer jungen Frau mit Elektronikequipment
Referat für Arbeit und Wirtschaft

Der neue städtische Forschungs- und Innovationsbericht 2022 liegt vor.

Die Publikation gibt einen Überblick über bedeutende Innovationen und neue Technologien für städtische Produkte, Dienstleistungen und Verfahren, die im vergangenen Jahr in der Stadtverwaltung initiiert und umgesetzt wurden. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt, die einer Umsetzung vorausgehen oder diese begleiten.

Mit den vielfältigen Vorhaben nehmen die Stadt und ihre Tochtergesellschaften aktiv Teil an der Gestaltung und Stärkung des Innovationsstandorts München. Darüber hinaus haben die städtischen Innovationsbestrebungen die Verbesserung der Serviceleistungen für Bürger*innen und Unternehmen zum Ziel.

Überblick Inhalt

Zu Beginn des Berichts werden die ersten Projekte und Erfolge des 2021 eröffneten Munich Urban Colab dargestellt. Im neuen Gründungs- und Innovationszentrum entwickeln Start-ups, etablierte Unternehmen, Kreative und Wissenschaft im Dialog mit Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam innovative Lösungen für eine lebenswerte Stadt der Zukunft.

Digitalisierung und Innovation gehen Hand in Hand. Der Münchner Stadtrat hat mit der Digitalisierungsstrategie eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Umsetzung der digitalen Transformation beschlossen. Im April 2022 informierte das IT-Referat im dritten Digitalisierungsbericht über den Fortschritt der Digitalisierung in München. Im Forschungs- und Innovationsbericht werden nunmehr einige konkrete Vorhaben aus unterschiedlichen Referaten und Beteiligungsgesellschaften vorgestellt, die 2021 durchgeführt wurden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die städtischen Dienstleistungen für Bürger*innen, Schüler*innen, Arbeitsuchende und in München ansässige Unternehmen zu verbessern.

Im Bereich Smart City fanden vielfältige Vorhaben statt, die sowohl auf lokaler Ebene als auch im EU-Kontext erprobt wurden. Unter anderem wird dargestellt, wie die Sammlung städtischer Daten und deren intelligente Verknüpfung bessere Analysen, neue Anwendungen sowie eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und Infrastruktur ermöglichen. Oftmals ist dies verbunden mit einer direkten oder indirekten Reduktion des CO2-Ausstoßes und somit auch mit dem Erreichen der Klimaschutzziele der Landeshauptstadt. Konkrete Maßnahmen, wie die Füllstandsmessung für Altkleidercontainer oder Pilotprojekte im Rahmen des Innovationswettbewerbes der Landeshauptstadt München finden sich hier ebenso wie Vorhaben, die in nächster Zeit konkretisiert werden, beispielsweise das Modellprojekt „Smart Cities, Smart Regions“ .

Der neue Stadtentwicklungsplan STEP2040 setzt zusammen mit der "Perspektive München" den Handlungsrahmen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung. Der Dialog zwischen Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft über die Zukunft Münchens hat dabei einen hohen Stellenwert. Die Landeshauptstadt München möchte für alle Münchner*innen die Möglichkeit sichern, gleichberechtigt an der Entwicklung der Stadt teilzuhaben und Zugang zu den städtischen Dienstleistungen zu haben. Im Kapitel Stadtgesellschaft werden aktuelle Vorhaben dazu vorgestellt: darunter die Öffentlichkeitsbeteiligungsplattform unser.muenchen.de aus dem Bereich Open Government, verbesserte Services beim Kreisverwaltungsreferat und eine Anwendung zur Corona-Selbsttest-Erkennung für sehbeeinträchtigte Menschen.

In der neuen Gesamtstrategie für Mobilität und Verkehr wurde - neben der Erreichbarkeit - die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erstmals als wichtiges Hauptziel festgelegt. Die Mobilitätsstrategie 2035 legt dazu für die zukünftige Planung die Flächeneffizienz als Leitindikator fest. Auch soll der Verkehr bis 2035 klimaneutral sein. Gut ausgelasteter Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), der Radverkehr und der Fußverkehr stehen demzufolge im Fokus. Der Forschungs- und Innovationsbericht stellt zum Thema Mobilität entsprechend unterschiedlichste Forschungs-, Pilot- und Umsetzungsprojekte dar, die auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Voraussetzungen schaffen für die Verkehrswende und den Umstieg auf klimaschonende Mobilitätsformen.

Die Stadt München hat sich 2016 zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bekannt und erklärt, ihre Möglichkeiten zu nutzen, sich konkret für nachhaltige Entwicklung zu engagieren und eigene Maßnahmen nach innen und außen noch sichtbarer zu machen. Darüber hinaus hat sich die Landeshauptstadt München das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Die Stadtverwaltung soll dies bereits bis 2030 erreichen. Unter Federführung des Referats für Klima- und Umweltschutz werden verschiedene konkrete Einzelmaßnahmen durchgeführt. Die Umsetzung einer kommunalen Wärmestrategie und der Umstieg auf erneuerbare Energien sind dabei unumgänglich. Der Forschungs- und Innovationsbericht gibt im letzten Kapitel Nachhaltigkeit und Umwelt einen Einblick in die aktuellen Vorhaben im Kontext der städtischen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele. Dabei spielen CO2-Einsparung, ressourcenschonende Maßnahmen, die Bestrebung „Zero Waste City“ zu werden und eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus werden Projekte in den Bereichen erneuerbare Energie, das Schwammstadt-Prinzip und Luftreinheit vorgestellt.

Vertiefte Einblicke und Erläuterungen zu den hier genannten Projekten und Vorhaben lesen Sie im

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Mail:  Frieke Meijer-Schepman