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Eurocities Future Mentor

München beteiligte sich am "Eurocities Future Mentor"-Programm und nahm erfolgreich an der Eurocities Jahreskonferenz 2022 in Espoo teil

15. Juli 2022

Eurocities-Award für München

Die Eurocities-Jahreskonferenz endete mit einem besonderen Erfolg für München – einem Eurocities-Award für das Projekt „ReDI School“ München. Der Preis wird für urbane Innovationen und Projekte verliehen, die die Lebensqualität in Europas Städten erhöhen. Das Projekt „ReDi School of Digital Integration“ bietet eine gemeinnützige Coding School für technikinteressierte Migrant*innen und Geflüchtete ohne Zugang zu digitaler Bildung. 2021 erneuerte das Referat für Arbeit und Wirtschaft seine Unterstützung im Rahmen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ).

… und in Espoo

Die Münchner Delegation auf der Eurocities Jahreskonferenz 2022 in Espoo in Finnland.
Die Münchner Delegation mit den Teilnehmer*innen von links: Céline Delmar (Eurocities Officer, Fachbereich Europa und Internationales), Farras Fathi (Future Mentor), Sophie Jonke (Projektleiterin ReDi School), die Stadtratsmitglieder Sebastian Weisenburger, (Die Grünen – Rosa Liste), Sonja Haider (ÖDP), Felix Sproll (SPD/Volt), Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Manuel Pretzl (CSU), Sandra Spöttl (Fachbereich Europa und Internationales) und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner.

Die Jahreskonferenz des größten europäischen Städtenetzwerks Eurocities fand vom 9. bis 13. Juni 2022 im finnischen Espoo statt. Bei der Konferenz führten Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner und die Münchner Delegation einen intensiven Austausch mit anderen Städte-Vertreter*innen.

„Die Konferenz in Espoo war natürlich das Highlight des Programms. Der internationale Austausch unter den Future Mentors war etwas ganz Besonderes.“, so Farras im Nachgang. „Das Thema, welches am häufigsten diskutiert wurde, war das der Jugendpartizipation. Institutionalisierte Jugendräte in den Städten mit jeweils unterschiedlichen Konzepten sowie Stärken und Schwächen wurde nicht nur diskutiert, sondern flossen in unsere gemeinschaftliche Arbeit vor Ort ein. Was grundsätzlich auf der Konferenz etwas zu kurz kam, war die tiefe inhaltliche und programmatische Auseinandersetzung mit anderen Politikfeldern. Zwar wurde vieles genannt, leider blieb es oft auf der Ebene der jeweilige Städte-Erfahrungen. Trotzdem konnte ich anhand vieler Instrumente lernen, welche städtischen Ziele wie erreicht werden können. Am Beispiel der UN-Nachhaltigkeitsziele SDGs konnten wir in Co-Creation-Workshops eine Herangehensweise erlernen, die gewisse Policies auf ihre SDG-Fähigkeit prüft. Alles in allem war die Konferenz ein Gewinn für alle, die teilgenommen haben. Die Vernetzung kam nicht zu kurz und anhand der verliehenen Awards konnten wir Future Mentors auch erkennen, welcher Grad an Innovationsfähigkeit die Zukunft der europäischen Städte bereichern wird.“

Von Europas jungen Zukunftsmentor*innen

Am Ende der Konferenz stellten die europäischen „Future Mentors“ ihre sechs erarbeiteten Empfehlungen zur Einbeziehung der Jugend auf lokaler Ebene vor:

  • Bedeutende Beteiligung junger Menschen an Entscheidungen, die sie betreffen, unter echter Einbeziehung von Minderheitengruppen
  • Die Städte müssen nach jeder Konsultation mit jungen Menschen ein Feedback geben.
  • Politische Vertreter, Beamte und Bürgermeister sollten regelmäßig mit jungen Menschen in Kontakt stehen und sich mindestens zweimal im Jahr treffen, um eine offene Kommunikation zu gewährleisten.
  • Jedes Engagement für junge Menschen sollte integrativ und zugänglich sein.
  • Bereitstellung eines Budgets für Jugendorganisationen, die in europäischen Städten entwickelt werden sollen
  • Schaffung einer Eurocities-Jugendabteilung

 

Austausch in München...

Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner als Mentee und Münchens junger
LHM
Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner als Mentee und Münchens junger "Zukunftsmentor" Farras Fathi auf der Dachterrasse des Referats für Arbeit und Wirtschaft.

Die Zukunft in Europas Städten erträumen – das war die Herausforderung für die jungen „Zukunftsmentoren“, die im Vorfeld der Eurocites-Jahreskonferenz 2022 in vielen Teilnehmerstädten gesucht wurden. Als Münchner „Mentee“ engagierte sich Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner.  Im lokalen Video-Wettbewerb für junge Interessierte setzte sich der 24-jährige Politikstudent Farras Fathi durch. In seiner Freizeit engagiert er sich bei den „Jungen Europäischen Föderalisten (JEF)“ für eine starke Europäische Union. Bei der Eurocities-Jahreskonferenz hatte Farras Gelegenheit, sich mit den anderen europäischen „Future Mentors“ zu vernetzen. Eurocities hatte die Konferenz 2022 unter das Motto „Ära der Neubeginne“ für Städte gestellt.

Im Vorfeld der Eurocities-Konferenz traf sich Farras Fathi in mehreren Terminen mit Clemens Baumgärtner, der auch Münchens Europaarbeit verantwortet. Er erklärt: „Mit Münchens Future Mentor Farras Fathi hatte ich in München und in Espoo einen spannenden Austausch, besonders zu den großen Klima- und Wirtschafts-Themen unserer Zeit. Von Europas Jugend wünsche ich mir auch in Zukunft, dass sie ihre Stimme einbringt – mit möglichst konkreten Forderungen und Ideen, um wirklich etwas zu bewegen.“

Farras Fazit zum Austausch: „Spannend im Rückblick ist welche europäischen Themen einen lokalen Bezug aufweisen und mit welcher Intensität sich eine Stadtverwaltung auch damit beschäftigt. Besonders wertvoll fand ich den Dialog mit Herrn Baumgärtner, der mir die wirtschaftliche Perspektive von (europa)politischen Herausforderungen näherbrachte. Ganz oft verschwimmen da die Grenzen der politischen Ebenen. Beispiel Klimaschutz: Politische Maßnahmen, die etwa die Klimaschutzziele und schlussendlich die Klimaneutralität beabsichtigen, entfalten nur im Zusammenspiel mit wirtschaftlicher und unternehmerischer Innovation ihre volle Wirkung. Hierbei ist es wichtig, junge Menschen nicht nur für akademische Laufbahnen zu begeistern, sondern auch das Handwerk zu wertschätzen. Nur im Zusammenspiel gelingen auch die tatsächliche Implementierung und Umsetzung beschlossener Maßnahmen.“