Corona: Betreuung in Kita und Kindertagespflege

Alle Informationen zu den derzeitigen Regelungen an den Münchner Kindertageseinrichtungen und der Kindertagepflege.

17. Dezember 2021

Kitabetrieb

Darstellung Corona-Virus (Quelle: Shutterstock, Inc.)
Darstellung Corona-Virus (Quelle: Shutterstock, Inc.)

In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder ist der Betrieb inzidenzunabhängig möglich. Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, müssen die Kinder derzeit wieder in festen Gruppen betreut werden. Grundsätzlich gelten die Vorgaben des Rahmenhygieneplans .

Aktuelle Regelungen

Ab dem 24. November 2021 gilt die 3G-Regel in allen Kindertageseinrichtungen: Eltern und sonstige Dritte dürfen das Gelände von Kindertageseinrichtungen nur dann betreten, wenn sie die 3G-Regel erfüllen. Das gilt auch für die Begleitung des Kindes während der Eingewöhnungsphase. Weitere Informationen finden Sie im 449. Kita-Newsletter .

Die 3G-Regel gilt nicht für das bloße Abgeben und Abholen der Kinder.

Veranstaltungen im Rahmen der Kinderbetreuung (zum Beispiel Weihnachtsfeiern, Elternabende, Elternbeiratssitzungen) sind ausschließlich digital möglich.

Um das Infektionsrisiko in den Kindertageseinrichtungen möglichst gering zu halten und die Sicherheit der Kinder, deren Familien und der Beschäftigten zu erhöhen, empfiehlt das Gesundheitsreferat dringend die Kinder in den Randzeiten möglichst nicht zusammenzulegen. Sollte dies aus personellen Gründen erforderlich werden, sollte sich die Zusammenlegung auf Kinder aus maximal 2 Gruppen beschränken. Die entsprechende Dokumentation der Gruppenzusammensetzung ist verpflichtend. Eventuelle Auswirkungen auf die Betreuungszeiten regelt jeder Träger beziehungsweise jede Einrichtung individuell aufgrund der Gegebenheiten vor Ort.

Ab dem 10. Januar 2022 gibt es eine Testnachweispflicht. Das gilt für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zur Einschulung. Kinder dürfen dann nur noch die Einrichtung betreten, wenn ihre Personensorgeberechtigten drei Mal wöchentlich einen Nachweis erbringen, dass bei ihrem Kind ein Test auf das Coronavirus mit negativem Ergebnis vorgenommen wurde. Wenn Sie Fragen zum Testen von Kindern haben, dann lesen Sie sich die Anleitung zum Corona-Selbsttest bei Kindern  durch. Weitere Informationen finden Sie im 452. Kita-Newsletter

Ein Testnachweis kann erbracht werden:

  • Dreimal wöchentliche Testung durch die Eltern zuhause mittels der vom Freistaat im Rahmen der Berechtigungsscheine zur Verfügung gestellten Selbsttests. Zudem muss die das Kind bringende Person glaubhaft versichern, dass das Kind vor Betreuungsbeginn negativ auf das Coronavirus getestet wurde.
  • PoC-Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Diese Schnelltests werden in den Apotheken oder in lokalen Teststellen kostenfrei im Rahmen der Bürgertestungen durchgeführt
  • PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. PCR-Tests werden bei einschlägigen Symptomen kostenfrei in Arztpraxen durchgeführt.
  • Für vollständig geimpfte und genesene Kinder entfällt die Testnachweispflicht.

Wird kein Testnachweis vorgelegt, so darf das betreffende Kind nicht betreut werden.

Eine Testung der Kinder in den Kindertageseinrichtungen durch die Beschäftigten oder die Eltern findet nicht statt. Um den Familien eine dreimal wöchentliche Testung ihrer Kinder mittels Selbsttest zu ermöglichen, wird das System der Berechtigungsscheine verlängert. 

Wenn Sie in einer Apotheke Ihren Berechtigungsschein vorlegen, dann erhalten Sie kostenlose Antigen-Selbsttests. Sie können pro Woche maximal drei Tests für Ihre Kinder abholen. Den Berechtigungsschein erhalten Sie in Ihrer Kita. Die Kinder werden von den Eltern zu Hause getestet. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern.

Schulkinder dürfen nur dann betreut werden, wenn sie entsprechend der Vorgaben für die Schulen negativ getestet sind. Dies gilt auch für geimpfte und genesene Schüler*innen. Findet eine Testung in den Schulen ferienbedingt nicht statt, dann werden Schulkinder in den Horten nur betreut, wenn sie drei Mal pro Woche einen Testnachweis erbringen. Hier gilt: Ein PCR-Test darf maximal 48 Stunden alt sein und ein PoC-Antigentest darf höchstens 24 Stunden alt sein. Alternativ können sich Schulkinder unter Aufsicht im Hort drei Mal pro Woche mit einem Selbsttest testen.

Nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte müssen täglich einen negativen Testnachweis erbringen. Die Selbsttests zur Erfüllung von 3G am Arbeitsplatz müssen unter Aufsicht in der Kita durchgeführt werden, ein Selbsttest zuhause genügt nicht. Geimpfte und genesene Beschäftigte legen ihren Impf- oder Genesungsnachweis vor.

Die Ausweitung der Testnachweispflicht betrifft auch die Kindertagespflegestellen und Großtagespflegestellen, soweit die Kindertagespflegepersonen als Arbeitnehmer*innen beschäftigt werden. Sofern Kindertagespflegepersonen selbstständig sind oder die Kindertagespflege im Privathaushalt der Kindertagespflegepersonen stattfindet, gibt es keine Testnachweispflicht. Wir empfehlen jedoch auch in diesen Fällen dringend eine regelmäßige Testung.

Der Freistaat Bayern stellt allen Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung auch weiterhin Antigen-Schnelltests zur dreimal wöchentlichen Selbsttestung zur Verfügung. Die für nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte weiteren zwei erforderlichen Tests pro Woche werden vom Freistaat nicht zur Verfügung gestellt. Sie müssen durch die Beschäftigten selbst beschafft werden.

Im Innenbereich der Kitas besteht Maskenpflicht für Beschäftigte, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Hier muss eine medizinische Maske getragen werden. Eine Mund-Nasen-Bedeckung zum Beispiel aus Baumwolle reicht nicht mehr aus. Unter freiem Himmel gibt es keine Maskenplicht. Wenn der Mindestabstand jedoch nicht zuverlässig eingehalten werden kann (beispielsweise Tragen von Kleinkindern), dann besteht für Beschäftigten auch künftig eine Maskenpflicht.

Im Innenbereich der Horte und Tagesheime gilt analog zu den Regelungen in den Schulen eine Maskenpflicht. Während einer Stoßlüftung der Räume kann die Maske abgenommen werden. Unter freiem Himmel besteht weiterhin keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Schulkinder der Jahrgangsstufen 1-4 dürfen Alltagsmasken tragen. Es wird jedoch empfohlen, dass auch sie medizinische Masken tragen.

Für Eltern und andere externe Personen besteht eine FFP2-Maskenpflicht für den Innenräumen.

Wenn Kinder nur leichte Symptome wie Schnupfen oder leichten Husten haben, dann können sie die Kita weiterhin besuchen. Hierzu benötigen sie eine Bestätigung, dass vor dem Kita-Besuch zu Hause ein Selbsttest durchgeführt wurde, der negativ ausgefallen ist. Bitte füllen Sie die erforderliche Bestätigung  aus und legen der Kita vor.

Erkrankt Ihr Kind hingegen schwerer und hat Fieber, Hals- oder Ohrenschmerzen oder starken Husten, dann muss es daheim bleiben. Um die Kita wieder besuchen zu können, muss auch ein PCR- oder PoC-Antigen-Test vorgelegt werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie im 443. Kita-Newsletter  und im Infoblatt Umgang mit Krankheitssymptomen .

Beschäftigte, die vollständig geimpft sind, unterliegen auch als enge Kontaktpersonen in der Regel keiner Quarantänepflicht. Maßgeblich sind jeweils die individuellen Anordnungen des Gesundheitsamtes vor Ort. Alle Informationen zu den geänderten Quarantäneregelungen finden Sie auf der FAQ-Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

FAQs zum Kitabesuch

Sie haben Fragen zum Kitabetrieb und Infektionsschutz an den Kitas? Dann finden Sie alle wichtigen Informationen auf der FAQ-Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales .

Geschlossene Kitas oder Kitagruppen

Kitas oder einzelne Kitagruppen, die wegen Infektionsfällen vom Gesundheitsamt geschlossen worden sind, können keine Betreuung anbieten. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen direkt an die jeweilige Einrichtung oder Tagespflegeperson.

Bitte entnehmen Sie die aktuellen Schließungen der unten eingefügten Liste. Sie ist nach Adresse alphabetisch geordnet.

Die Liste kann aus organisatorischen Gründen nur einmal täglich aktualisiert werden, sodass Änderungen teilweise erst am Folgetag eingetragen werden. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Ihre Gruppe nicht aufgeführt wird. Aufgrund der vielen Schließungen kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass sich trotz aller Bemühungen und Sorgfalt ein Fehler einschleicht. Wir sind dankbar für jeden Hinweis und beheben die fehlerhaften Angaben schnellstmöglich.

Finanzielle Unterstützung für Eltern

Die coronabedingten Abwesenheiten der Kinder wirken sich auf die Gebühren in den städtischen Einrichtungen aus. Im Fall einer ersatzlosen Schließung verringert sich sowohl die Besuchsgebühr (sofern diese anfällt) als auch das Verpflegungsgeld für jeden vollen Schließungstag. 

Zuschüsse bei Einkommensausfällen

Wenn Sie die städtische Notbetreuung nutzen oder weiterhin Elternbeiträge bei einem freien Träger zahlen, können Sie Zuschüsse aus der Wirtschaftlichen Jugendhilfe beantragen. Dafür müssen Ihre Einkünfte unter einer bestimmten Grenze liegen. Wegen der Corona-Pandemie können Sie eventuell kurzfristig unter diese Einkommensgrenze fallen. Für Kinder, die in der Notfallbetreuung sind, werden die normalen Gebühren fällig. 

Notfall-Kinderzuschlag des Bundes

In finanziellen Notlagen können Sie auch einen Kinderzuschlag von bis zu 205 Euro monatlich erhalten. Dafür müssen Sie zur Zeit nur Ihr Einkommen im Monat vor der Antragstellung angeben. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Familienministeriums .