Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – www.muenchen.de/ukraine

Mehr Raum zum Verweilen im Freien

Gemeinsam mit der Bürgerschaft erhöht die Stadt die Aufenthaltsqualität - OB Reiter spricht vor Ort mit Bürger*innen

27. September 2022

Artur-Kutscher-Platz

Verbesserung der Aufenthaltsqualität

Neue Brunnenanlage an der Kreuzung zur Max-Rothschild-Straße
Michael Nagy
Die neue Brunnenanlage an der Kreuzung zur Max-Rothschild-Straße ist Teil der Umgestaltung der Truderinger Straße.

Gemeinsam mit der Bürgerschaft erhöht die Stadt die Aufenthaltsqualität - viele Straßen und Plätze in München sind bereits aufgewertet, weitere folgen

Draußen auf Plätzen und an ruhigen Straßen verweilen, sich treffen oder ausruhen – diesen Wunsch haben viele Münchner*innen. Und das nicht nur im Sommer. Um möglichst vielen Menschen Erholung im Freien zu ermöglichen, setzt sich die Stadt stark für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität ein. Zahlreiche innerstädtische Verweiloasen sind schon entstanden, die auch zur Verkehrswende beitragen können. Weitere  Aufwertungen folgen.

In einen attraktiven zentralen Boulevard mit einer neuen Brunnenanlage hat das Baureferat gerade die Truderinger Straße umgewandelt. Auch der Frauenplatz am Dom und die anschließende Augustinerstraße wurden grundlegend erneuert, die Brunnenanlage Wasserglocken saniert und mit vier Brunnenbecken erweitert. In Arbeit ist dort noch die Verlängerung der Fußgängerzone in der Löwengrube bis zur Hartmannstraße. 2021 hat das Baureferat auch den Artur-Kutscher-Platz in Schwabing neugestaltet. Durch den Rückbau von zirka 20 Stellplätzen und die Verringerung der Fahrbahnbreite im Westen konnte die ursprüngliche Aufenthalts- und Pflanzfläche von etwa 270 auf 850 Quadratmeter vergrößert werden.

Im Jahr davor hatte die Stadt im jungen Domagkpark-Quartier mit dem Bauhausplatz einen neuen Ort zum Verweilen geschaffen. Auf Anregung der Bürgerschaft wird hier nochmal nachgebessert (siehe Artikel unten). Auch der Platz am Siegestor, der Willibaldplatz, die Fläche an der Ubostraße/Giglweg sowie der St.-Pauls-Platz wurden 2020 neugestaltet. Letzterer hat dafür gerade einen Preis gewonnen.

Ein Teil der Plätze kann durch einfache Maßnahmen wie eine neue Möblierung, zusätzliche Begrünung oder den Austausch von Belägen verbessert werden. Bei vielen Plätzen bedarf es aber verkehrlicher Änderungen. So hat etwa der Stadtrat 2018 sieben Plätze bestimmt, die eine dringende Verbesserung nötig haben. Das Mobilitätsreferat wurde damit beauftragt, verkehrliche Untersuchungen am Baldeplatz, am Goetheplatz, am Isartorplatz, an der Lassallestraße, an der Lerchenauer Straße, am Stephensonplatz sowie dem Sendlinger-Tor-Platz durchzuführen. Die Fläche direkt vor dem Sendlinger Tor wird bereits nach dem Umbau der U-Bahnstation im kommenden Jahr neugestaltet.

Mit dem Beschluss Autofreie Altstadt wurde das Mobilitätsreferat ebenfalls beauftragt, Fußgängerzonen in der Herzog-Wilhelm-Straße, der Dienerstraße, der Fürstenfelder Straße, der Hermann-Sack-Straße, der Hackenstraße, der Prälat-Zistl-Straße, am Färbergraben, am Rosental, sowie in der Westenriederstraße und dem Tal zu prüfen – bei den beiden letzteren finden gerade verkehrliche Untersuchungen statt. Und auch am Altstadtring Nordwest wird nach der sicherheitstechnischen Ertüchtigung des Altstadtringtunnels die Aufenthaltsqualität verbessert.

Bei allen Platzneugestaltungen werden die Bürger*innen vor der Planung beteiligt, um ihre Wünsche zu berücksichtigen – so etwa auch beim Tegernseer Platz, der auf Grundlage einer verkehrlichen Neuordnung umgestaltet wird. Für den Holzplatz wird die Bürgerbeteiligung am 7. Oktober stattfinden und am 27. Oktober wird für den Willy-Brandt-Platz in einer zweiten Veranstaltung das Entwurfskonzept vorgestellt. Der Zenettiplatz soll von einem Parkplatz zu einem Verweilplatz umgewandelt werden. 2023 bezieht die Stadt die Bürger*innen dabei ein.

Ebenfalls in Planung sind die Flächen an der Rosenheimer-/Lilien-/Zeppelinstraße, die die Stadt nach der Sanierung der Ludwigsbrücke umgestaltet, die Flächen an der Barer-/Nordendstraße sowie der Bonner Platz und der Europaplatz, bei deren Optimierung die Bürger*innen ebenfalls 2023 hinzugezogen werden.

Und natürlich entstehen in neuen Quartieren auch neue Plätze wie etwa gerade im Prinz-Eugen-Park der Maria-Nindl-Platz oder in Freiham der Platz am Stadtteilzentrum.

OB Reiter spricht vor Ort mit Bürger*innen

OB Dieter Reiter beim Termin am Bauhausplatz
LHM
OB Dieter Reiter beim Termin am Bauhausplatz: Die von Bürger*innen gemachten Vorschläge nimmt er mit.

Stadtspitze greift Vorschläge der Münchner*innen für mehr Aufenthaltsqualität auf

Oberbürgermeister Dieter Reiter liegt die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in München am Herzen. Deshalb hatte er die Bürger*innen aufgerufen, ihm Plätze zu nennen, die man schöner machen kann. Rund 200 Münchner*innen hatten sich nach seinem Aufruf an ihn gewandt. Mit einigen, die Vorschläge gemacht hatten, hat sich OB Reiter vor Ort getroffen. Unterwegs war er etwa im Bayernpark, am Bauhausplatz und an der Postwiese.

Eine Bürgerin hatte sich mit dem Vorschlag an Reiter gewandt, die nicht genutzten Sportgeräte im Bayernpark durch einen Calisthenics- oder Trimm-Dich-Pfad zu ersetzen. Vor Ort konnte sie anhand einer Präsentation ihre Idee veranschaulichen. „Mit dieser werde ich die zuständigen Stellen befassen und prüfen lassen, ob die Idee umsetzbar ist,“ versicherte Reiter.

Auch zum Bauhausplatz kamen Optimierungsvorschläge, die der OB gerne aufgegriffen hat: „Ich habe das Baureferat beauftragt, im nächsten Frühjahr Pflanztröge aufzustellen. Darüber hinaus habe ich die Anregung mitgenommen, den Platz mit Rasen zu begrünen. Das ist nachhaltiger und auch schöner als ein Untergrund aus Kies.“

Reiter besuchte auch den Spielplatz an der Postwiese. Thema dort waren die Tischtennisplatten, die nicht mehr nutzbar sind. Der OB hat bereits das Baureferat beauftragt, die Platten auszutauschen. „Außerdem habe ich das Baureferat gebeten zu prüfen, ob der an die Orleansstraße grenzende Teil des Spielplatzes nachts beleuchtet werden kann, um dem Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen zu können.“

Weitere Vorort-Termine wie etwa am Curt-Mezger-Platz hat der OB ebenfalls wahrgenommen. Der karge Platz wird optimiert werden. Alle weiteren Anregungen für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, die beim OB eingegangen sind, werden geprüft und von ihm beantwortet.

Information

Die Stadt informiert

„Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 27. September 2022.